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Ich hab noch Sand in den Schuhen….


Ich hab noch Sand in den Schuhen aus Hawaii, so begann ein erfolgreicher Schlager, den die Älteren noch aus der Hitparade mit Bata Illic kennen und die Jüngeren von Dieter Thomas Kuhn bei einem seiner Konzerte auf der Waldbühne.
Bis Hawaii sind Heidi und ich nicht gekommen, aber vergangene Woche weilten wir auf der wunderschönen Insel Rügen. Wenn wir in früheren Jahren nach einem Inselurlaub wieder zu Hause waren, stellte der Sand in den Koffern und damit natürlich in der Kleidung immer ein Problem dar. Es empfahl sich das Reisegepäck auf dem Balkon oder anderswo im Freien auszupacken. Damit ließ sich eine großflächige Verteilung des Ostseesandes in der Wohnung verhindern. Diese Gefahr besteht heute kaum noch. Von Sellin bis Thiessow führt entlang der Küste eine breite Uferpromenade und ebenfalls ein durchgängiger asphaltierter Radweg. Das waren die etwa 15 km Strandabschnitt, die wir besuchten und durch das angenehme Wetter in bester Erinnerung behalten werden.
Eine Sache fanden wir besonders charmant. In den Bussen auf der Insel hatten Kinder das Kommando. Zumindest durften sie den Fahrgästen die Haltestellen und Umsteigemöglichkeiten ansagen und damit es gerecht zuging, kam an jedem Halt ein anderes Kind zu Wort. Eine sehr nette Idee!
Falls ihr noch etwas Urlaub und ein wenig Geld habt, überlegt nicht ewig. Auch bei Sturm und Regen lassen sich schöne Tage auf Deutschlands größter Insel verbringen!

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Es ist Ruhe eingekehrt!


Unsere beiden Jungs sind nun bereits in ihrer zweiten Heimat Spanien gelandet. Durch den Streik der Lokführer brachte Heidi Fritz schon zwei Tage früher nach Frankfurt. Oscar war nicht nochmal zu uns gekommen, sondern bei Mutti geblieben, da er sich einen kleinen Infekt eingefangen hatte.
Unsere wichtigste Aufgabe ist es, jedes mal Beschäftigungen zu finden, die es leicht machen auf die verschiedenen elektronischen Kommunikationsmittel wenigstens kurzzeitig zu verzichten.
Bewährt haben sich da Ausflüge zu spannenden Zielen, die eine interessante Geschichte erzählen.
Das sind zum Beispiel alte Burg-und Klosterruinen oder Mordsteine und Sühnekreuze.
So machten wir uns auf nach Paulinzella. Hier findet ihr eine alte Klosterruine, von wo der Weg zu einem Sühnekreuz führt, welches mitten im Wald versteckt, auf halbem Weg nach dem kleinen Ort Singen, einer tragischen Geschichte gewidmet ist.

Solche oder ähnliche Geschichten findet ihr überall im deutschsprachigen Raum und sie sind nicht nur für Kinder eine interessante Bereicherung. Falls ihr mal nach einem passendem Ziel in eurer Gegend sucht, Mordsteine und Sühnekreuze findet ihr hier!

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BUGA 2021 Bendeleben


Zur BUGA, in Erfurt 2021 vom 23. April bis 10. Oktober, ist das Barockdorf Bendeleben offizieller Außenstandort.
Der Ort liegt in einem der ältesten deutschen Siedlungsgebiete, dem Unstruttal. Bedächtig schlängelt sich die Unstrut durchs Thüringer Becken. Sie durchfließt seit Jahrhunderten eine Landschaft deutscher Geschichte von Kefferhausen im Eichsfeld bis nach Naumburg, wo sie in die Saale mündet.
Hier wurde die Himmelsscheibe von Nebra gefunden, das Leubinger Fürstengrab entdeckt, der deutsche Bauernkrieg hatte dort sein Zentrum und Kaiser Barbarossa sitzt seit Juni 1190 in einer Höhle unter dem Kyffhäusergebirge.
Das sind unter anderem so die Dinge, die einem einfallen, wenn man an diese Gegend denkt. Neben diesen gibt es aber eine Reihe von Kleinoden und Geschichten, die es hier zu entdecken gibt. Deshalb finden wir die Idee, über die Verteilung einiger, wenn auch nicht üppiger Finanzmittel auf 25 BUGA-Außenstandorte Aufmerksamkeit zu erwecken, eine gute Sache.
Wir hatten bisher von Bendeleben und seiner historischen Schlossparkanlage, wie der ältesten noch erhaltenen Orangerie im Rokoko Stiel, nie gehört.
Wenn ihr Zeit findet, ich verspreche euch, es lohnt sich einen Abstecher zu machen. Dabei entstehen euch außer den Fahrtkosten keine weiteren Aufwendungen.
Folgt mir einfach ein Stück!

Wir fuhren am Nachmittag weiter nach Bad Frankenhausen zum Kaffee. Unterwegs machten wir noch Station in Gorsleben. Das Dorf wurde einst durch vier Rittergüter beherrscht deren Gebäude teilweise noch gut erhalten sind. Besonders ist aber eine Sonnenuhr. Sie ist eine absolute Rarität! Der Gorslebener Steinmetz Andreas Borns, der sie im Jahr 1698 über die Eingangstür zum Friedhof in die Friedhofsmauer eingepasst hat, tat dies mit großer Kunstfertigkeit.

Der Tod von Gorsleben

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Was ist denn ein Promenadologe?


Wenn ihr dazu eine stimmige Erläuterung habt, mein Respekt! Ich wusste das bisher nicht. Am Dienstag stieß ich zufällig auf diese Bezeichnung und nach kurzer Recherche, dachte ich, gibt vielleicht Stoff für einen Beitrag an dieser Stelle.
Abends im ZDF „heute-journal“ werde ich dann plötzlich in einem Beitrag erneut mit diesem Begriff konfrontiert. Auch diesen Redakteuren war der Promenadologe bisher unbekannt.
Blöd – dachte ich, jetzt kommen die mir noch zuvor. Ich schmeiß doch meine mühselige Recherche nun nicht in den Papierkorb!
Also, falls ihr eure berufliche Karriere noch planen solltet, es handelt sich um einen „Spaziergangwissenschaftler“. Es gibt an der Universität Kassel sogar eine ernsthafte Zuwendung zu diesem Thema!
 Im Spazierengehen steckt mehr als man denken mag. Das gemütliche Schlendern ist nicht nur willkommene Abwechslung, sondern hat sogar gesundheitliche Einflüsse. Auch die Wissenschaft belegt die positiven Wirkungen des Spazierengehens.
Wie komme ich auf das Thema?
Heidi und ich gehen sehr gerne spazieren und in diesen Zeiten der Lockdowns und der Isolation ist es eine der wenigen Möglichkeiten Entspannung zu finden. Es war auffallend, wie viele Menschen man plötzlich an eher einsamen Stellen traf, die ebenfalls einfach in Wald und Flur unterwegs waren. Selbst Kinder konnten zu solch unnützen Tun überredet werden, was durch die Schneefälle der letzten Tage nicht sonderlich schwer gefallen sein dürfte.
Als Flaneur in den Geschäftsvierteln der Städte zu bummeln ist keine gute Idee. Die Boulevards sind verweist, Reisen ist praktisch nicht möglich und so gibt es so eine Art Rückbesinnung auf das Spazierengehen.  
Könige, Zaren und Fürsten ließen sich gigantische Parkanlagen erbauen, um nichts anderes zu tun als darin, ungestört vom gemeinen Volk, spazieren zu gehen und dem Müßiggang zu frönen.
Bevor ich euch auf einen kleinen Winterspaziergang mitnehme, noch der Hinweis: Nicht alle Bundesländer sehen Spaziergänge als grundsätzlich gesundheitsförderlich an und haben zu unserem Schutz mannigfache Regeln erstellt. Also erst informieren und dann die Schuhe anziehen!
STAZ Augsburg: Im Zuge der Kontrollmaßnahmen sei wiederholt aufgefallen, dass viele Menschen das grundsätzlich erlaubte Spazierengehen dazu nutzen, sich auf Parkbänken oder anderen Sitzgelegenheiten im Freien niederzulassen, so die Polizei, die betont:
„Dies ist nicht erlaubt!“ 🙂
Bleibt gesund! Vielleicht treffen wir uns völlig unbeschwert zum Osterspaziergang.

Rennsteig Thüringer Wald

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Toi, Toi, Toi für das Jahr 2021


Es ist ja Brauch , sich zu Beginn eines neuen Jahres alle möglichen guten Dinge wie Gesundheit, Glück und Erfolg zu wünschen. Mancher fast auch Vorsätze um Probleme, die ihn schon lange als Hypothek belasten, einer Lösung näher zu bringen. Also entschließt man sich zum wiederholten mal mit dem Rauchen aufzuhören, den Vorsorgetermin beim Arzt zu vereinbaren oder sich häufiger sportlich zu betätigen.
Es soll auch nicht an meinen guten Wünschen für euch fehlen. Möge alles so gelingen wie ihr es euch vorstellt.
Nun da sich die ersten Tage des Jahres schon in die Zeit gefressen haben, drängt sich der Spruch aus Faust auf: „Die Botschaft hör´ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“.
Die Beschwörer der Apokalypse sind schon wieder auf allen Kanälen zu vernehmen.
Ich will mich aber hier nicht auch noch in aller Ausführlichkeit echauffieren.
Heidi und ich versuchen das Thema so gut es geht zu verdrängen. So verschoben wir das Thema Urlaub vorerst auf einen Termin nach Ostern .
Wir haben zum Beispiel gestern mit Freunden einen Neujahrsspaziergang unternommen (zwei Familien vier Personen). Dabei ließen wir uns auch nicht durch gesperrte Wege und morastigen Untergrund abhalten. So erreichten wir Schloss Tiefurt bei Weimar. Unseren Proviant hatten wir natürlich dabei, denn die gastronomischen Einrichtungen stehen ja nicht zur Verfügung. Auf diese oder ähnliche Art, hoffen wir die nächsten Wochen zu bestreiten ohne größeren Schaden zu nehmen. In diesem Sinne nochmals alles Gute für das bereits begonnene Jahr!