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Wunschzettel



Dies sind die beiden Absender der Wunschzettel, die mich vor einigen Tagen erreichten. Das Bild ist noch gar nicht so alt um an Weihnachtswünsche zu denken. Doch als ich neulich einen Einkaufsbummel machte, sah ich die bereits angebrachten Lichterketten und sonstige Illuminationen in den Straßen. Letzte Hand wurde an weihnachtliche Schaufensterdekorationen angelegt und der Aufbau der Verkaufsstände für den Weihnachtsmarkt war in vollem Gange (vom 22.11.2016 bis 22.12.2016 in Erfurt).
Ich sah mich also veranlasst der kommenden Weihnachtszeit ins Auge zu sehen. Von der Post besorgte ich zwei Weihnachtspakete, das so genannte “Pluspäckchen”.
Für 5,99€  bekommt man einen weihnachtlichen Karton samt Porto und kann bis zu 10 kg  Geschenke darin verschicken.
Auch ein Schittchen und Baumkuchen besorgte ich bei der Gelegenheit. Nun muss ich am Wochenende noch die restlichen Gaben erstehen.
Natürlich habe ich den Jungen jeweils einen Brief zu ihren Wunschzetteln geschrieben.
Santa Claus Village  96930 Rovaniemi, Finnland verwendete ich als Absender. Ich glaube, sie können sich schon denken wer dahinter steckt!
Was wünschen sich zwei Rabauken in diesem Alter? Für mich war es keine Überraschung und ich glaube ihr werdet auch nicht wirklich erstaunt sein.
– Nitendo Wii
– Wi-Fi (für alle und überall)
– Tablet
– Dronenkamera
Das stand unisono, mehr oder weniger leserlich, auf zwei blauen Papierbögen als Weihnachtswunsch, inklusive einiger unbedeutender Kleinigkeiten.
Mit einigen pädagogischen Hinweisen in meinen Antwortbriefen, habe  ich die Wünsche an gewisse Abhängigkeiten geknüpft. Aber so wenig wie ich das ernst nehme, werden sie sich sicher auch nur amüsiert zurücklehnen.
Da ich nun schon einmal weihnachtlich inspiriert war, habe ich meiner Webseite auch gleich mal ein etwas winterliches Aussehen verpasst. Bei genauerem Hinsehen bemerkte ich, dass meine Adventseite ebenfalls einer Aktualisierung bedurfte. Termine stimmten nicht mehr, Links endeten im Nirwana  und den seit Jahren verwendeten Adventskalender konnte ich auch nicht mehr nutzen. Nun hatte ich dann doch einige Arbeit eine neue Plattform zu finden, die ich in meinem Blog nutzen kann.
Damit euch die Zeit nicht davon rennt,  seid nicht traurig über das schlechte Wetter, nutzt es um einige Kleinigkeiten für eure Lieben zum Weihnachtsfest vorzubereiten.

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The Sound of Silence (der Klang der Stille)


Nun sind unsere Feriengäste wieder in Spanien und ich komme jetzt, eine Woche verspätet, dazu diesen kleinen Bericht zu posten.
Mal so zum Nachfühlen ein Ausschnitt aus unserem Programm:

Nach oben zeigenBlaubeeren und Pilze im Thüringer Wald sammeln
Nach oben zeigenBesuch der Marienglashöhle in Friedrichroda
Nach oben zeigenFahrt zur größten Modellbahnanlage in der Welt in Wiehe
Nach oben zeigenBesuch des Zooparks
Nach oben zeigenBesichtigung Dom und Zitadelle Petersberg
Nach oben zeigenIn der Nähe gibt es das “Thüringer Kloßmuseum” das wurde auch nicht ausgelassen
Nach oben zeigenToll war auch das Maislabyrinth in Kleinhettstedt
Nach oben zeigendas Planetarium in Jena
Nach oben zeigenund Pflicht ist auch der große Spielplatz auf der EGA in Erfurt
Nach oben zeigen„MECHANIKA DA VINCI“ in Leutenthal bei Weimar (ganz toll)

Solltet ihr nun glauben, der Satz: “Opa mir ist langweilig”, wäre nicht gefallen, dann unterliegt ihr aber einem Irrtum!
Gefühlt ist es so, als ob wir einen Umzug vom Berliner Kudamm in ein idyllisches Dörfchen in der Uckermark bewältigt hätten.
Zufällig las ich ein Interview mit dem Lärmforscher  Christian Maschke. Danach hatten wir gerade die richtige Dosis von Geräuschen (andere sagen dazu Lärm).

…“Absolute Stille“ gibt es nicht. Stille ist nicht einfach die Abwesenheit von Geräuschen. Für absolute Geräuschfreiheit sind wir nicht gemacht, das zeigt der schalltote Raum, den wir an der Universität für Schallmessungen benutzen. Nach einer gewissen Zeit bekommen Besucher darin Angst. Besonders wenn sie alleine sind und auch noch das Licht ausgemacht wird. Der systematische Entzug von Sinnesreizen ist eine Foltermethode. …so Professor Maschke.

Wie viel Stille brauchen wir also?
Das optimale Verhältnis für gesundheitliches Wohlbefinden wären etwa zwei Drittel Beanspruchung und ein Drittel Stille. Aber die Balance muss letztendlich jeder selbst hinkriegen… sagt der Professor!
Also, die Kinder schliefen etwa acht Stunden. …Wie ihr seht alles im richtigen Verhältnis!
Euch eine angstfreie Woche mit einer angemessenen Dosis Lärm.


auf dem Weg zu den Blaubeeren fingen wir Grashüpfer


im „MECHANIKA DA VINCI“

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Wir haben endlich Ferien!


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Dorfschule  der 50er Jahre im Museumsdorf Hohenfelden

Wir freuen uns auch immer sehr auf die Wochen ohne Lehrer und Stundenplan. Dann mögen wir die Reisen zu den Großeltern. Wenn wir auch manches bei Oma und Opa auf den Kopf stellen, sie sehen unserem Kommen doch mit froher Erwartung entgegen.
Wir bringen auch etwas mit, nämlich unsere Zeugnisse! Da findet sich dann auch so manches “excel.lent”. Das ist in Katalanisch das Gleiche wie eine Eins in Deutschland. Es klingt aber viel toller als die mathematisch nüchterne Eins!
Googelt mal bei “Duden” die Bedeutung. Da findet ihr solche Erklärungen:
ausgezeichnet, bestens, brillant, erstklassig, exquisit, fabelhaft, genial, vorzüglich und unübertrefflich. Ha! Alles Eigenschaften die uns bestens charakterisieren.
Deswegen dürfen wir auch abends lange aufbleiben, denn Oma und Opa lieben den Spaß, den wir bereiten. Da wir nur drei Wochen hier sind, wollen wir selbigen durch vorzeitiges Ermüden nicht verderben.
Das soll erst einmal für heute genügen. Oma hat Kuchen gebacken, der steht schon auf dem Tisch. Da kommen wir gerne freiwillig!

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Mit Hermann Hesse nach El Moli De Can Aulet


Nachdem nun der Osterstress vorbei ist, wie versprochen ein kleiner Bericht über unsere zurückliegende Reise.
Ich hatte ja eigentlich nicht so rechte Lust auf diesen Trip. Es schien mir etwas zu früh um angenehmes Frühlingswetter zu haben und überhaupt stand mir der Sinn nicht so nach Reisen. Heidi meinte, ich hätte immer etwas zu nörgeln! Das sehe ich natürlich ganz anders. Ich melde mich maximal mit fünf kritischen aber konstruktiven Anmerkungen jährlich zu Wort!
Für schlechtes Wetter nahm ich mir das “Glasperlenspiel” von Hermann Hesse mit. Das Buch war vor Jahren Kult, ein absolutes MUSS. Es befand sich aber im Status “unerledigt” und das nun schon seit unendlicher Zeit.
Ich bekomme freundlicherweise hin und wieder Bücher geschenkt, die ich dann bevorzugt lesen muss, um die obligatorischen Nachfragen, wie denn meine Bewertung sei, zu beantworten. Letztlich hatte ich es mit dem neuesten Buch von Frau Krone-Schmalz zu tun, davor Scholl-Latour und so weiter.
Die Anreise nach Frankfurt klappte trotz Deutscher Bahn pünktlich und komfortabel. Check in problemlos, bei der Personenkontrolle piepste wie immer ein vergessener Gegenstand. Als dann alle Hürden überwunden schienen, war beim Boarding Schluss. Die französischen Fluglotsen kämpften um ihre Arbeitsplätze und wir nun mit der Ungewissheit!
Letztlich hatten wir Glück. Unser Flug wurde nicht gecancelt und so landeten wir mit dreistündiger Verspätung gegen 23 Uhr in Barcelona.
Susan, Oscar und Fritz holten uns ab. Nun hatten wir noch gut eine Stunde Autofahrt vor uns.
El Moli De Can Aulet liegt südwestlich von Girona.  Das Haus ist eine alte Mühle aus dem 16. Jahrhundert, welches liebevoll restauriert wurde. Die Straßen in Spanien sind ja sehr gut ausgebaut und so kamen wir zügig zum Ziel. Nur die letzten tausend Meter waren, seit dem der letzte Esel seinen Sack Getreide zur Mühle transportiert hatte, unverändert geblieben.
Mittlerweile war es weit nach Mitternacht und so freuten wir uns auf das hier!

Unsere Mühle hatte trotz ihres Alters aber alle Segnungen der modernen Technik vorzuweisen. Was für deutsche Verhältnisse schier unmöglich ist, in dieser Abgeschiedenheit waren Handyempfang und W-LAN kein Problem!
Wir verlebten wirklich entspannte Frühlingstage. Es stimmte einfach alles: das Wetter, die netten Wirtsleute, eine erwachende Natur und besonders Oscar und Fritz, die alle Eindrücke begeistert aufsogen.
So lernten sie im nahen Korkeichenwald die banale Geschichte des Flaschenkorkens kennen. Selbstverständlich musste ein Stück dieser Baumrinde für das Kinderzimmer-Asservatenregal mitgenommen werden.
Das schöne Wetter und die damit einhergehende gute Stimmung sorgten zum Leidwesen von Hermann Hesse zur nicht ausreichenden Würdigung seines “Glasperlenspiels”.
Aber ich kam immerhin bis Seite 64 und bin noch dran! (Es sollen schon Leser früher gescheitert sein)
Wenn man vom Spanienurlaub redet, berichteten die meisten von kilometerlangen Stränden, von Sonne und Meer ggf. noch von ausgelassenen Feiern mit Sangria aus dem Eimer.
Es gibt aber auch andere schöne Ecken!

(Mit Klick aufs Bild könnt ihr uns ein wenig auf der Reise begleiten)

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Kinder an die Macht


Sie sind die wahren Anarchisten
lieben das Chaos räumen ab
kennen keine Rechte
keine Pflichten
noch ungebeugte Kraft
massenhaft
ungestümer Stolz


Kennt ihr diesen Text? Es ist eine Strophe aus Grönemeyers Song “Kinder an die Macht”

Die beiden Burschen waren die letzten drei Wochen unser Versuch Grönemeyers Erfolgshit in die Tat umzusetzen!
Versucht es auch mal. Möglicherweise macht ihr ähnliche Erfahrungen wie wir.
Kinder an die Macht bedeutet:
Eure Wohnung  ist fortan beschlagnahmt.
Ihr könnt weiter die Essenzubereitung organisieren aber den Speiseplan bestimmen wir!
Die Waschmaschine machen wir euch nicht streitig dafür Computer, Tablet und Fernseher.
Wir lieben es dann aufzustehen, wenn ihr euch noch einmal umdrehen wollt. Dafür gehen wir aber nach Euch zu Bett.
Das Hörgerät benötigt ihr nicht, wir sind laut genug.
Wir lieben ein 12 stündiges tägliches Unterhaltungsprogramm. Lasst euch etwas einfallen, sonst ist uns schnell langweilig.
Versucht nicht unsere internen Streitigkeiten zu schlichten. Es hat sowieso immer der “Andere” angefangen. Bemüht euch nicht es herauszufinden.
Wenn wir dann abgereist sind, vergesst nicht euch bei den Nachbarn zu entschuldigen.
Herbert Grönemeyer hatte den Text wohl, wie im Video offenkundig, unter dem Aspekt. “Man muss von einer Sache nichts verstehen, man muss nur drüber reden können.” geschrieben. (Nehmt euch mal Zeit für die 53”)