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Mir ist langweilig! Mir auch!



Wo wir sind bleibt kein Auge trocken!
In Spanien sind zwar nicht so häufig Ferien wie hier zu Lande, aber im Sommer sind es zwölf Wochen am Stück. Da muss die Familie einigen organisatorischen Aufwand betreiben um den Kindern erlebnisreiche Ferien zu ermöglichen.
So hatten wir in den letzten 20 Tagen Oscar und Fritz zu Gast. Damit die Beiden spannende erlebnisreiche Tage haben, hatte sich Heidi eine aufwändige Programmgestaltung überlegt. In groben Zügen sah sie wie folgt aus: Besuch der Wartburg und Wanderung durch die Drachenschlucht; Aufstieg auf den Turm der Ägidienkirche in Erfurt mit toller Aussicht; Fahrt nach Menden(Sauerland) und Besuch des Bundesligaspiels Borussia Dortmund gegen Herta BSC Berlin; Führung durch die Minengänge der Zitadelle Petersberg; Besuch der EGA mit Spielplatz und Schmetterlingshaus; Fahrt zum Bratwurstmuseum in Holzhausen; Pilzexkursion im Thüringer Wald; Indianerspielplatz mit anschließendem Kartoffelpuffer Dinner im “Waldkasino” und nicht zu vergessen das Maislabyrinth; Dom und Severikirche haben wir so nebenbei miterledigt.
Auf großen Passagierschiffen gibt es für eine derartige Programmgestaltung extra den Kreuzfahrtdirektor! Bei uns wurde diese Aufgabe, wie schon erwähnt, ehrenamtlich durch Heidi übernommen.
Trotz dieses umfangreichen Angebotes brachten es die Burschen doch fertig zu maulen: “Mir ist langweilig!”
Nicht das unser Programm ihnen nicht gefallen hätte aber die Pausen, die sich ergaben, erschienen ihnen zu unausgefüllt!
Das schöne Wetter machte es uns leicht die Tage außerhalb der Wohnung in der Natur zu verbringen.  Das war auch nötig, um Handy und Tablet der Kinder während unserer Abwesenheit mit ausreichend Strom zu versorgen, denn die Zeit bis zum Schlafengehen wäre sonst unerträglich langweilig geworden.
Wie umgehen mit Kindern und den vermeintlichen Errungenschaften der neuen Technik?
Fakt ist, wenn diese Geräte benutzt werden, ist mindestens für zwei Stunden Ruhe im Karton (Ausnahme der Akku ist leer).
Trotzdem, es gibt neben dieser virtuellen Realität, die einen magischen Reiz nicht nur auf Kinder ausübt, auch noch die Wirklichkeit des täglichen Lebens. Wenn eure Akkus absolut erschöpft sind, dreht einfach zusätzlich noch für zwei Stunden die Sicherungen raus, natürlich außer der vom Kühlschrank und schaut was passiertZwinkerndes Smiley

Auch wir benötigen geringfügige Entspannungsphasen!
Sollte euch dieses Thema interessieren und es sollte  es auf jeden Fall, hört mal Professor Spitzer zum Thema: Digitale Demenz-Wie wir unsere Kinder um den Verstand bringen!

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Kunsttourismus


Will man in Deutschland große Kunst genießen, wird auch großes Geld benötigt! Nicht nur Eintrittskarten auch Übernachtung und Anreise müssen oft berappt werden. Zum Beispiel reizt(e) mich mal ein Besuch des neuen Kulturtempels “Elbphilharmonie”. Meine Ambitionen erlitten vorerst aber einen Dämpfer! So sind für das “St. Petersburg Philharmonic Orchestra – Yuja Wang & Yuri Temirkanov” allein für die Eintrittskarte  ab 359,99€ fällig. Für das “Phantom der Oper” als Stummfilm mit Livemusik waren Karten ab 85,13€ erhältlich.
Da drängt sich dem unbescholtene Steuerzahler schon die Frage auf: Wer hat denn hier mit welchem Geld und für welches Publikum ein Konzerthaus gebaut? Aber schaut mal selber, ob ihr für euch ein passendes Ticket findet.Smiley mit geöffnetem Mund
Nun waren wir letzte Woche aber auch einmal in Sachen Kunst unterwegs. Der Weg führte nach Wiesbaden und dazu nutzten wir den Service der Deutschen Bahn. Immerhin handelt es sich um die hessische Landeshauptstadt, was übrigens manchem nicht bekannt ist. Eine solche Metropole verfügt selbstverständlich über eine entsprechende Theaterlandschaft. Ein sehr schönes Haus beherbergt das “Hessisches Staatstheater” und es gibt auch ein “Galli Teater”, welches das Ziel unserer Reise war. Es war Heidi und mir nicht einmal bekannt welches Stück zur Aufführung  gelangen sollte, aber die dort verpflichteten Darsteller, Oscar und Fritz, reißen uns jedes Mal, wenn sie uns besuchen, zu Begeisterungsstürmen hin. Möglicherweise steht euch das noch bevor.Zwinkerndes Smiley
Sie verbrachten ein Teil ihrer Ferien in der hessischen Landeshauptstadt und dort waren sie zu einem Kinderworkshop angemeldet.
Oscar-Fritz01Damit ihr mal eine Vorstellung von Oscar und Fritz habt!
Wie schon gesagt, wir waren mit der Deutschen Bahn unterwegs. Es lief auch alles entspannt und wunschgemäß, bis zu der Durchsage des Zugchefs bei der Einfahrt in den Frankfurter Bahnhof. Dieser suchte nämlich dringend einen Arzt oder Rettungssanitäter und er fragte, ob derart qualifizierte Reisende an Bord sind.
Wer nun der Annahme ist, in so einem großen Bahnhof wie Frankfurt ist ein medizinischer Notfall schnell einer Lösung zugeführt, der irrt (zumindest in unserem konkreten Fall) .
Bis die Sanitäter des Malteser Hilfsdienstes mit der ersten Trage den etwa 300m langen Bahnsteig zu Fuß bewältigt hatten, war etwa eine viertel Stunde vergangen. Die mitgeführte Trage war aber im konkreten Fall unbrauchbar. Also 300m Bahnsteig zurück  und nach etwa 10 Minuten wieder besagte Strecke mit einer spezielleren,  kleineren Trage zurück zum Notfall.
Wir wurden langsam unruhig, ob wir noch pünktlich zu unserer Vorstellung nach Wiesbaden gelangen. Als nach, na sagen wir mal, etwa 25 Minuten auch ein Notarzt erschien, beschlossen wir nun den Weg mit der S- Bahn zu wählen, denn mit solcher könnten wir es gerade noch schaffen. Die wurde dann durch einen im Gleis befindlichen vorherfahrenden Zug ausgebremst. Als wir dann wieder Fahrt aufnahmen überholte uns der ICE, den wir aus begründetem Misstrauen verlassen hatten.
Wir erreichten das “Galli Theater”, konnten noch die Toilette aufsuchen und als wir den Saal betraten hob sich der Vorhang.
Es beeindruckte schon, was die Kinder dort in vier Tagen einstudiert hatten und mit welchem Spaß sie das vortrugen. Es waren übrigens die “Die Bremer Stadtmusikanten”, die Zuschauer wie Darsteller erfreuten.
Dafür gab es auch reichlich Applaus!

Veröffentlicht in Advent, Familie, Kinder, Weihnachten

Wunschzettel



Dies sind die beiden Absender der Wunschzettel, die mich vor einigen Tagen erreichten. Das Bild ist noch gar nicht so alt um an Weihnachtswünsche zu denken. Doch als ich neulich einen Einkaufsbummel machte, sah ich die bereits angebrachten Lichterketten und sonstige Illuminationen in den Straßen. Letzte Hand wurde an weihnachtliche Schaufensterdekorationen angelegt und der Aufbau der Verkaufsstände für den Weihnachtsmarkt war in vollem Gange (vom 22.11.2016 bis 22.12.2016 in Erfurt).
Ich sah mich also veranlasst der kommenden Weihnachtszeit ins Auge zu sehen. Von der Post besorgte ich zwei Weihnachtspakete, das so genannte “Pluspäckchen”.
Für 5,99€  bekommt man einen weihnachtlichen Karton samt Porto und kann bis zu 10 kg  Geschenke darin verschicken.
Auch ein Schittchen und Baumkuchen besorgte ich bei der Gelegenheit. Nun muss ich am Wochenende noch die restlichen Gaben erstehen.
Natürlich habe ich den Jungen jeweils einen Brief zu ihren Wunschzetteln geschrieben.
Santa Claus Village  96930 Rovaniemi, Finnland verwendete ich als Absender. Ich glaube, sie können sich schon denken wer dahinter steckt!
Was wünschen sich zwei Rabauken in diesem Alter? Für mich war es keine Überraschung und ich glaube ihr werdet auch nicht wirklich erstaunt sein.
– Nitendo Wii
– Wi-Fi (für alle und überall)
– Tablet
– Dronenkamera
Das stand unisono, mehr oder weniger leserlich, auf zwei blauen Papierbögen als Weihnachtswunsch, inklusive einiger unbedeutender Kleinigkeiten.
Mit einigen pädagogischen Hinweisen in meinen Antwortbriefen, habe  ich die Wünsche an gewisse Abhängigkeiten geknüpft. Aber so wenig wie ich das ernst nehme, werden sie sich sicher auch nur amüsiert zurücklehnen.
Da ich nun schon einmal weihnachtlich inspiriert war, habe ich meiner Webseite auch gleich mal ein etwas winterliches Aussehen verpasst. Bei genauerem Hinsehen bemerkte ich, dass meine Adventseite ebenfalls einer Aktualisierung bedurfte. Termine stimmten nicht mehr, Links endeten im Nirwana  und den seit Jahren verwendeten Adventskalender konnte ich auch nicht mehr nutzen. Nun hatte ich dann doch einige Arbeit eine neue Plattform zu finden, die ich in meinem Blog nutzen kann.
Damit euch die Zeit nicht davon rennt,  seid nicht traurig über das schlechte Wetter, nutzt es um einige Kleinigkeiten für eure Lieben zum Weihnachtsfest vorzubereiten.

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The Sound of Silence (der Klang der Stille)


Nun sind unsere Feriengäste wieder in Spanien und ich komme jetzt, eine Woche verspätet, dazu diesen kleinen Bericht zu posten.
Mal so zum Nachfühlen ein Ausschnitt aus unserem Programm:

Nach oben zeigenBlaubeeren und Pilze im Thüringer Wald sammeln
Nach oben zeigenBesuch der Marienglashöhle in Friedrichroda
Nach oben zeigenFahrt zur größten Modellbahnanlage in der Welt in Wiehe
Nach oben zeigenBesuch des Zooparks
Nach oben zeigenBesichtigung Dom und Zitadelle Petersberg
Nach oben zeigenIn der Nähe gibt es das “Thüringer Kloßmuseum” das wurde auch nicht ausgelassen
Nach oben zeigenToll war auch das Maislabyrinth in Kleinhettstedt
Nach oben zeigendas Planetarium in Jena
Nach oben zeigenund Pflicht ist auch der große Spielplatz auf der EGA in Erfurt
Nach oben zeigen„MECHANIKA DA VINCI“ in Leutenthal bei Weimar (ganz toll)

Solltet ihr nun glauben, der Satz: “Opa mir ist langweilig”, wäre nicht gefallen, dann unterliegt ihr aber einem Irrtum!
Gefühlt ist es so, als ob wir einen Umzug vom Berliner Kudamm in ein idyllisches Dörfchen in der Uckermark bewältigt hätten.
Zufällig las ich ein Interview mit dem Lärmforscher  Christian Maschke. Danach hatten wir gerade die richtige Dosis von Geräuschen (andere sagen dazu Lärm).

…“Absolute Stille“ gibt es nicht. Stille ist nicht einfach die Abwesenheit von Geräuschen. Für absolute Geräuschfreiheit sind wir nicht gemacht, das zeigt der schalltote Raum, den wir an der Universität für Schallmessungen benutzen. Nach einer gewissen Zeit bekommen Besucher darin Angst. Besonders wenn sie alleine sind und auch noch das Licht ausgemacht wird. Der systematische Entzug von Sinnesreizen ist eine Foltermethode. …so Professor Maschke.

Wie viel Stille brauchen wir also?
Das optimale Verhältnis für gesundheitliches Wohlbefinden wären etwa zwei Drittel Beanspruchung und ein Drittel Stille. Aber die Balance muss letztendlich jeder selbst hinkriegen… sagt der Professor!
Also, die Kinder schliefen etwa acht Stunden. …Wie ihr seht alles im richtigen Verhältnis!
Euch eine angstfreie Woche mit einer angemessenen Dosis Lärm.


auf dem Weg zu den Blaubeeren fingen wir Grashüpfer


im „MECHANIKA DA VINCI“

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Wir haben endlich Ferien!


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Dorfschule  der 50er Jahre im Museumsdorf Hohenfelden

Wir freuen uns auch immer sehr auf die Wochen ohne Lehrer und Stundenplan. Dann mögen wir die Reisen zu den Großeltern. Wenn wir auch manches bei Oma und Opa auf den Kopf stellen, sie sehen unserem Kommen doch mit froher Erwartung entgegen.
Wir bringen auch etwas mit, nämlich unsere Zeugnisse! Da findet sich dann auch so manches “excel.lent”. Das ist in Katalanisch das Gleiche wie eine Eins in Deutschland. Es klingt aber viel toller als die mathematisch nüchterne Eins!
Googelt mal bei “Duden” die Bedeutung. Da findet ihr solche Erklärungen:
ausgezeichnet, bestens, brillant, erstklassig, exquisit, fabelhaft, genial, vorzüglich und unübertrefflich. Ha! Alles Eigenschaften die uns bestens charakterisieren.
Deswegen dürfen wir auch abends lange aufbleiben, denn Oma und Opa lieben den Spaß, den wir bereiten. Da wir nur drei Wochen hier sind, wollen wir selbigen durch vorzeitiges Ermüden nicht verderben.
Das soll erst einmal für heute genügen. Oma hat Kuchen gebacken, der steht schon auf dem Tisch. Da kommen wir gerne freiwillig!