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Lest doch mal wieder!


Ich liebe es zu lesen. Besonders in der Weihnachtszeit verbrachten wir als Kinder viele Nachmittage damit Geschichten zu hören, die Eltern oder Großeltern aus bereits abgegriffenen Büchern zu Gehör brachten.
Mit Beginn der Schulzeit fanden meine Geschwister und ich auch regelmäßig Bücher unter dem Weihnachtsbaum. Später nahm mich mein Großvater mit in eine Leihbücherei, wo ich manche spannende Lektüre fand. Heute versorgt uns Heidi mit Literatur aus der Stadtbibliothek, besonders beeindruckende Textpassagen liest sie mir auch hin und wieder vor.
In bleibender Erinnerung sind mir zwei Weihnachtsgeschichten geblieben, von Peter Rosegger „Als ich Christfreude holen ging“ und von O. Henry „The Gift of the Magi“ (Das Geschenk der Weisen). Ich habe sie immer wieder gelesen und es ist nicht ausgeschlossen, dass ich mich auch in diesem Jahr dieser Lektüre widme.

Erfurt Marktstraße Kinder-und Jugendbibliothek

Was ihr im Bild seht nennt sich Theatrum Mundi-Welttheater. Zu sehen sind hier Szenen aus der Irrfahrt des Odysseus. Vorausgesetzt ihr werft, ich glaube einen Euro, in den Zahlschlitz.
Als sparsame, um nicht zu sagen geizige Touristen, könnt ihr natürlich warten bis ein Neugieriger sein Geld einwirft. Dann ist noch genug Platz um kostenlos dem Schauspiel beizuwohnen. (Ich habe das schon des Öfteren beobachtet.)
Diese zauberhafte Märchenwelt wurde vom Puppenbauer Martin Gobsch geschaffen. Es gibt auch noch eine zweite Geschichte, welche ihr auf der Krämerbrücke bestaunen könnt.
Eigentlich wollte ich ja zum Lesen animieren. Da bietet sich ja für weihnachtliche und nicht nur solche Stunden, neuerdings das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ an. Das heißt „neuerdings“ ist ja nun auch nicht richtig.
Also empfehlen möchte ich dann doch lieber die alten Märchenbücher. Der Name sagt ja schon, hier stehen Märchen drin und die sind oft näher an der Realität als die journalistischen Glanzstücke mancher gegenwärtiger Medien.
Dann mal eine schöne Weihnachtzeit und ein neues Jahr, welches eure Wünsche in jeder Hinsicht berücksichtigt. Nicht vergessen, ihr wolltet doch endlich das Buch vom vorigen Weihnachtsfest lesen.

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Es ist Ruhe im Karton!


„Indianer sind entweder auf dem Kriegspfad oder rauchen die Friedenspfeife“, bemerkte einst Kurt Tucholsky, „Geschwister können beides.“
Diese Erfahrung haben wir für dieses Jahr erst einmal verinnerlicht.
Ferien Oscar-Fritz (193)
Oscar und Fritz haben uns nach spannenden Ferienwochen wieder verlassen. So erleben wir gerade so eine Art Einsamkeit.
Die Situation ist vergleichbar mit dem diesjährigem Sommer. Nach wochenlanger Trockenheit bei Temperaturen über 30 Grad hat man dann  bei angenehmen 25 Grad das Verlangen nach einer wärmenden Jacke.
Mit der Ruhe im Karton ist das so eine Sache. Wir hatten da schon weitaus anstrengendere Zeiten. Da lief auf dem Computer “Teletubbies” und auf dem Fernseher tobten “Jake und die Nimmerland Piraten”. Da war an Ruhe kaum zu denken, zumal spanische Kinder nicht um 20:00 Uhr zu Bett gehen. Mit Mühe wurden die Mails gecheckt und gegebenenfalls eine Überweisung bewerkstelligt.
Um Ruhe zu haben benötigen wir heute nur WLAN und ausreichend geladene Akkus. Ist diese Voraussetzung erfüllt, können Oscar und Fritz relativ einträchtig miteinander umgehen. Nur um das Tablet gibt es gelegentlich Streit. Es bietet einige Vorteile gegenüber dem Smartphone. Mit einem ausgeklügelten Zeitmanagement konnten wir dem entgegenwirken.
Natürlich ist hier ein pädagogisches Problem zu lösen. Deshalb verlegten wir so viel wie möglich an interessanten Aktivitäten außerhalb des Wohnbereiches.
Ferien Oscar-Fritz (47)Oscar Saalburg (17)
Fritz im Fußballcamp in Bad Blankenburg ,Oscar mit Jugendtours am Bleilochstausee (je eine Woche )
Ferien Oscar-Fritz (126)
Coole Typen beim Lichterfest auf der  EGA
Ferien Oscar-Fritz (201)
Wanderung zur Wüstung Spaal mit Richtplatz und Sühnekreuz aus dem 14. Jahrhundert. Die spannende Geschichte hierzu spielten sie gleich zweimal nach.
Es geht also durchaus ohne die elektronischen Fetische! Aber man muss schon selber einige  Ideen entwickeln. In diesem Sinne Mut zu Kindern!

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Harzreise


Weil es in Spanien lange und recht heiße Sommer gibt, sind Oscar und Fritz, wie auch in den vergangenen Jahren, zur Abkühlung hier bei uns in Deutschland. Ha, ha,ha!
Es sind aber vor allen Dingen die langen Sommerferien von 12 Wochen, die es dem warmen Klima geschuldet gibt. Da muss erst mal eine Organisationsform gefunden werden, welchen allen gerecht wird.
Die Kinder sind ja schon zufrieden, wenn ausreichend Pommes, Nudeln, Fanta but first natürlich WLAN gibt!
Irgendjemand muss aber auch noch Geld verdienen. Für solche logistischen Meisterleistungen ist bei uns Heidi zuständig.
Es geht ja auch darum den Jungen zu zeigen, welche Beeren man essen kann, wo sie zu finden sind, wie ein Taschenmesser funktioniert und dass man keine 20€ Eintritt für ein HITEC – Erlebnisbad ausgeben muss und trotzdem Badespaß haben kann.Brocken (18)
Oben seht ihr das Verkehrsmittel unserer Wahl. Besser gesagt, es war Heidis Wahl. Von Nordhausen fuhren wir mit so einem vorzeitlichen, dampfbetriebenem Zug in dreieinhalb Stunden auf den Brocken. Die Kinder fanden diese Art zu reisen äußerst spannend. Besonders die Toilette fanden sie aufregend. Dort konnte sie zwar nicht durchs Fenster sehen, aber dafür war es möglich vom Kloloch auf die Schienen zu gucken. Die Benutzung war wegen der speziellen Entsorgung nicht in den Bahnhöfen gestattet. Einfach toll fanden sie das. Des weiteren konnte während der Fahrt auf den Plattformen der Wagen nicht nur die vorbeihuschende Natur bestaunt werden. Der Geruch, ein Gemisch aus Kohlenabgasen, Öl und Wasserdampf, verzückt jeden Eisenbahnfan.
Die Möglichkeit auf dem Brocken zu übernachte gibt es schon seit 1800. Das heutige Brockenhotel entspricht einem guten drei Sterne Haus. Wir fühlten uns dort sehr gut aufgehoben.
Günstig ist es zwei Übernachtungen zu buchen. Ihr habt dann den Gipfel mit wenigen Hotelgästen zwei Abende ganz allein für euch. Um 19:00 Uhr ist der letzte Tagestourist verschwunden. Den ersten Tag bezieht ihr nachmittags euer Zimmer, genießt Kaffee und Kuchen und zum Abendessen sind automatisch Tische für euch reserviert. Dann habt ihr Gelegenheit das Plateau des Berges zu erkunden. Wenn Ihr, wie wir Glück habt, erwartet euch ein fantastischer Blick mit Sonnenuntergang.

Bei noch mehr Glück folgt am nächsten Morgen ein toller Sonnenaufgang.
Nach einem guten Frühstück traten wir unsere Wanderung zum Torfhaus an. Die Länge für Hin-und Rücktour beträgt etwa 18km und es sind 300 Höhenmeter zu überwinden. Das ist also für den Durchschnittsbürger schaffbar.
Brocken (45)
Solche Bilder hatten wir allerdings nicht erwartet und es gab viele davon. Das ist kein Grund zur Besorgnis, so der Nationalparkdirektor.
Hier handelt es sich quasi um ein Migrationsprojekt für den Borkenkäfer, wobei ein strenges Grenzregime geschaffen wurde. …Auf einem 500 Meter breiten Grenzstreifen werde der Käfer „konsequent bekämpft“… 40 Prozent der Flächen in Nationalpark seien noch „relativ naturfern“, weshalb die Mitarbeiter nachhelfen – Waldentwicklung heißt das…(Volksstimme.de)
Da ich nicht genug davon verstehe, wandern wir weiter zum Torfhaus.
Brocken (69)
Den Hinweg wählten wir entlang des Moores, Goetheweg, Harzer Hexenstieg in Richtung Torfhaus. Zurück dann von der Gaststädte entlang am Skilift in Richtung Schubenstein.
Also viel Spaß, falls das etwas für euch sein sollte.

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Was ich noch zu Sevilla zeigen wollte


Da sind natürlich die reichlich entstandenen Fotos. Einige habe ich nun ausgewählt, sortiert und teilweise auch etwas bearbeitet. Auch erklärende Worte findet ihr nun im Fotoalbum.
Das Festival der darstellenden Künste von Sevilla (FEST) haben wir besucht und ich dachte es könnte von allgemeinem Interesse sein. Genau wie Sevilla Fiction, das Film-, Serien- und TV-Festival welchem wir unsere Aufmerksamkeit widmeten, ist durch einige Aufnahmen dokumentiert. Oscar hat dort an einem Videoworkshop teilgenommen. Das Ergebnis ist im Clip zu sehen.

Ansonsten findet ihr das was man auf solchen Reisen so fotografiert. Hier die Plaza de España. Wir fanden übrigens auch das Haus des Barbiers von Sevilla, Rossinis berühmtester Oper. Es soll sich in der Calle Vida, 7 befunden haben.

Mit Klick aufs Bild oder Fotos Sevilla könnt ihr unsere Eindrücke nachvollziehen.
Na dann Olé! Schöne Pfingsttage bei herrlichem Wetter.

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Foto des Jahres


Dem Anfang geht ja immer auch ein Ende voraus. Das ganze zurückliegende Jahr habe ich wie immer eine Menge, mehr oder weniger gelungene, Fotos geschossen.  Das bemerkenswerteste Fot gelang mir aber am 27.12.2017 zu später Stunde. (siehe Bild 1)
Oscar-Fritz-Weihnachten (31)
Wir haben die Situation nur deshalb mitbekommen, weil absolute Stille herrschte. Normalerweise verursachen die Beiden einen Geräuschpegel als wenn Karneval und Silvester gleichzeitig stattfänden. So schaute Heidi vorsichtig nach, was wohl passiert seien könnte? Damit das Idyll nicht durch unbedachte Freudenausbrüche zerstört wurde, bedeutete sie mir, mit Zeigefinger auf ihren Lippen, absolute Ruhe zu bewahren. Da konnte ich den einmaligen Moment nicht nur bestaunen, es gelang mir auch unbemerkt meinen Fotoapparat zu holen und das Ergebnis zeige ich hier gern.
Unten (Bild 2) seht ihr etwa den Normalfall. Diese Art von Bildern habe ich zu hunderten und es werden immer mehr.
Oscar Fritz EGA (8)
Falls ihr noch keine guten Vorsätze für das neue Jahr habt, wie wär’s denn mit Familienplanung?
Meine Fotos sollten als Argumentationshilfe verstanden werden. Nicht zu vergessen, immerhin ist es hier zu Landen noch möglich ohne bürokratische Hürden den praktischen Teil dieser Angelegenheit zu regelnZwinkerndes Smiley (siehe Schweden).
In diesem Sinne, ein tolles Jahr 2018 für alle!