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50.000€ Umsatz im Durchschnitt!


Ein Glühweinstand macht einen durchschnittlichen Umsatz auf deutschen Weihnachtsmärkten von 50.000€! Das berechnete der Verband der Schausteller und Marktleute.
So war es nicht verwunderlich, dass ich ganz allein vor der Krippe mit den fast mannshohen Figuren aus einer Schnitzwerkstatt in Oberammergau stand.
An den zahlreichen Glühweinständen  war menschliche Nähe nahezu unausweichlich.

In Erfurt zieht sich der Weihnachtsmarkt vom Bahnhof, über etwa zwei Kilometer durch die Innenstadt, bis letztlich am Domplatz der Höhepunkt erreicht ist.
Den ersten Glühwein könnt ihr bereits bei Ankunft mit der Bahn am Vorplatz des Hauptbahnhofes trinken. Danach erreichen wir, wenn ihr mir folgt, den Anger und der nächste Glühweinstand bietet seine alkoholischen Köstlichkeiten feil.
Wir lenken unsere Schritte zum Lutherdenkmal und siehe da, der Reformator hat nichts gegen das wärmende Getränk einzuwenden. Über die Meienbergstraße gelangen wir zum Wenigemarkt und ihr glaubt es kaum, es gibt frisch zubereiteten Glühwein.
Ihr könnt nun drei Wege wählen um zum Fischmarkt zu gelangen. Entweder geht ihr über die Krämerbrücke oder ihr passiert links die Rathausbrücke,verwendet ihr rechts vor der Ägidienkirche die schmale Treppe, führt ein kleiner Umweg ebenfalls zum Ziel. Egal wie ihr entscheidet, euch wird ein Glühwein angeboten werden.
Den Fischmarkt, den ihr als nächstes erreicht, wird nicht überquert ohne ein wärmendes Getränk zu verkosten!
Noch 200 Meter und ihr gelangt endlich zum Domplatz. Jetzt könnt ihr euch die ersehnte Pause bei einem heißen, na ihr wisst es schon Gl…. gönnen. 😉
Empfehlen würde ich noch eine Tour mit dem Riesenrad. Abends ist der Blick auf den, durch tausende Lichter illuminierten Weihnachtsmarkt auf dem Domplatz, besonders schön. Wenn ihr dann noch wollt oder besser gesagt könnt!?
Hinter dem Dom befindet sich noch ein kleiner Markt. Hier kann man lecker essen und natürlich einen Gl….. trinken.

Dann mal “ Prost“ und einen fröhlichen zweiten Advent!

zum Adventskalender
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Man kann es riechen-es weihnachtet sehr!


So ein wenig ist es wie bei “Täglich grüßt das Murmeltier” nur halt jährlich.
Es duftete, wie jeden November nach den bei uns gehäuft stattfindenden Geburtstagsfeiern, nach Karamell, Vanille, Zimt, Kardamom und manch anderen, mir teilweise unbekannten Ingredienzien, die allesamt in Heidis Weihnachtsgebäck verarbeitet werden.
Plätzchen (3)
Das ist das fertige Resultat! Mit etwas Fantasie könnt ihr den Duft erahnen.
Trotz der Flut der exotischen Gerüche bleibt unser Rauchmelder davon völlig unbeeindruckt.
Ganz im Gegensatz zu meinen Steaks, die eigentlich auch wunderbar duften aber in regelmäßiger Folge, diese kleinen, weißen an der Decke montierten Dosen zu unglaublichen Pieptönen  veranlassen. Dann ist schnelles Handeln nötig. Schließlich möchte man nicht noch eine Horde Feuerwehrmänner verköstigen. Abgesehen davon, dass die Portionen dann völlig  unzureichend wären. Also welcher von den vier Meldern piept denn nun? Sind es gleich mehrere?  Wo ist ein Stuhl um den Lärmmacher zu erreichen? Vorher noch schnell die Pfanne vom Herd, wäre ja schade wenn die Steaks wirklich noch Schaden nehmen würden.
Bisher ging es immer gut aus, aber es ist gegenüber der Plätzchenbäckerin schon ungerecht.
Das Wetter ist ja nun, wie man es für November erwartet. Wir hatten sogar neulich den ersten Schnee. Nebel und feuchte Luft abwechselnd mit Nieselregen, haben mich veranlasst etwas an meiner Webpräsentation zu basteln. Die Fotos habe ich neu geordnet und anders designt.
Da Weihnachten nicht mehr weit ist, machte ich mich auch an einen neuen Adventskalender für alle, die hier mal reinschauen.

Aber Geduld, das erste Türchen funktioniert natürlich erst am 01.12.2018. Falls ihr auch jemanden mit einem Adventskalender erfreuen möchtet, hier der Link:
https://tuerchen.com/en/
Benutzt aber nicht die Funktion “automatisch füllen”! Einige Links funktionieren nicht mehr. Dann mal vier stressfreie vorweihnachtliche Wochen.

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Hochprozentiges – Gerste & Wacholder


Vom rauchendem Wasser und dem Gin des Lebens, ein Abend voller destillierter Geschichten, über die Werkstatt des Teufels und den stärksten Whiskey der Welt.
Zur Behandlung, geistig derartig anspruchsvoller Themen, hatten Heidi und ich zu Weihnachten Eintrittskarten erhalten.
Werner Brunngräber (Wacholder) und Michael Dont (Gerste) sind zwei Thüringer im jugendlichen Alter, die wegen der tragischen Liebe zu einer Frau in die Welt ziehen. Dies war insofern besonders schwierig, da der 13 August 1961 schon zwei Jahre zurücklag. Ihre Stationen sind Amsterdam, Schottland, West-Berlin zurück nach Thüringen nach Neuhaus am Rennweg. Und dieser kleine und fast unbekannte Ort wird nun einen beachtlichen Aufschwung erleben. Denn “Gerste” und
”Wacholder” haben im Laufe ihrer Suche nach dem Sinn des Lebens, das Handwerk der Destillation erlernt und erzeugen nun in den Höhen des Thüringer Waldes Gin und Whisky. Den haben wir dann auch probieren dürfen, das war im Eintritt enthalten.
Nicht enthalten war im Anschluss der Vorführung die Jamsession von einigen zufällig anwesenden Musikern. Sie hatten sich abgesprochen noch Christian Morgensterns “Galgenlieder” in Bluesversion zu Gehör zu bringen. Eine tolle Idee, die uns viel Spaß bereitete.
bdr
Hier mal ein Blick auf die Galgenliederinterpreten. Ihr vermutet richtig; es handelt sich um ein historisches Gewölbe. Genauer,  es ist das ehemaligen Kriegslaboratorium und Kanonenhof an der Bastion Martin der “Zitadelle Petersberg”. Dies Anlage ist eine ursprünglich kurmainzische, später preußische Stadtfestung des 17. bis 19. Jahrhunderts. Sie gilt als einzigartig in Europa.
Ja, und da denk ich manchmal in derartigen Zusammenhängen so wirres Zeug, wie: wäre doch schön in Kürze auch mal in der “Ramstein  US Air Base” Kultur dieser oder anderer Art zu erleben!
Bis es soweit ist, noch ein Gin oder Ähnliches! Prost!

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Heidi backt!


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Hier handelt es sich um Nürnberger Lebkuchen
Der  Monat November könnte, nach Absolvierung der vielen Geburtstage in unserer Familie, genau so überschrieben sein (Heidi backt!).
Die Geburtstagsfeierlichkeiten hielten sich in diesem Jahr aus verschiedensten Gründen im bescheidenen Rahmen. Erstmals seit Jahren haben wir zu Heidis Geburtstag ,diesmal wegen Gästemangels, auf den Besuch einer Gaststätte verzichtet.
Das war nur bedingt eine tolle Idee. Die drei Gänge, die wir auftischten, erfreuten zwar nicht nur unseren Gaumen, auch unsere Gäste schienen durchaus angetan. Wehrmutstropfen war der nicht unerhebliche Aufwand.
Die Vorbereitungen und Zubereitung des Mahls sorgt ja noch, in Erwartung eines fantastischen Genusses, für die Ausschüttung von reichlich Dopamin. Beim Anblick des Aufwaschs wurde die Produktion jeglicher Glückshormone jedoch umgehend eingestellt. Nach dem der letzte Teller oder Topf wieder seinen angestammten Platz gefunden hatte, kamen wir zu dem Schluss, dass die meisten Preise im Restaurant wohl doch ihre Berechtigung haben.
Nun haben wir eine völlig andere Situation. Betörender Duft aus der Küche strömt in mein Zimmer; denn wie schon erwähnt: Heidi backt!
Wir lieben diese Zeit. Sie hält vermutlich bis Anfang Dezember an. Dann erwarten wir Oscar und Fritz, die ebenfalls Spaß an dieser vorweihnachtlichen Beschäftigung haben. Sicher wird auch wieder ein neues Rezept ausprobiert und einige Kostproben müssen auch versandt werden.
Verschickt habe ich auch jedes Jahr einen Christstollen, der in unserer Gegend “Schittchen” heißt. Das gestaltet sich diesmal etwas schwieriger als in den zurückliegenden Jahren.
Der Verdrängungswettbewerb in der Backwarenindustrie hat hier zu einigen Insolvenzen geführt. So ist dem auch unser geliebtes  “Elmi-Schittchen” zum Opfer gefallen. Nach unseren umgehend eingeleiteten Verkostungen adäquater Backwaren aus der Region, haben wir die “Konditorei und Bäckerei Bauer” als tauglichen Ersatzlieferanten gewählt.
Nutzt die kühlen und nebligen Tage, macht  etwas, was euch und vielleicht auch Familie und Freunden Freude bereitet.
VLUU L100  / Samsung L100

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Wir lieben Krempel


Vergangenes Wochenende zog Sturmtief „Herwart“, ich glaube so war der Name, auch über unsere Region. Da war unser Plan, das alte Forsthaus, nicht weit von unserem Zuhause aufzusuchen arg in Gefahr. Nach dem Mittagessen, der Sturm hatte sich gelegt, setzten wir uns dann doch ins Auto und hofften unbeschadet unser Ziel zu erreichen. Wir mussten nur einem Ast, der auf der Straße lag, ausweichen und erreichten das alte Anwesen bei recht angenehmen Wetter.
Forsthaus-Willrode-Karte01 Kopie

dav
Wie ihr seht, liegt das Forsthaus Willrode unmittelbar an der A4 und ist leicht zu erreichen. Falls Ihr in Richtung Dresden unterwegs seid, könnt ihr Erfurt-West abfahren und über Egstedt seid ihr in 10 Minuten am Ziel. In Richtung Frankfurt, fahrt ihr Erfurt-Ost ab und erreicht über Schellroda, in eben dieser Zeit das Ziel. Um nicht vor verschlossenem Tor zu stehen, solltet ihr euch auf jeden Fall informieren das eine Veranstaltung stattfindet und ihr so Zugang zu dem sehenswerten historischen Kleinod bekommt (Veranstaltungskalender).
Wir waren schon als Kinder gerne in dem mitten im Wald gelegenen  alten Gemäuer. Damals grunzte noch ein Schwein im Stall und Hühner und Enten bevölkerten den weitläufigen Hof. Das Anwesen stand Besuchern ständig offen und man konnten Limonade, Bier und Bockwurst erhalten. Nach dem Tod des Hausherren fiel die Bockwurst aus dem Angebot, aber bis Anfang der 90-er Jahre war Bier und Brause immer erhältlich.
Heute ist das Tor nur zu Veranstaltungen offen. Es gibt einen Wildverkauf, man kann den Umgang mit der Motorkettensäge erlernen und manches mehr. Nun steht beispielsweise der Weihnachtsmarkt bevor und es werden Christbäume verkauft.
Glücklicherweise ist dieses Baudenkmal nicht, wie manches andere historische Gebäude, Spekulanten in die Hände gefallen, was in den Umbruchjahren der “Wende” keine Ausnahme war. Es wurde liebevoll restauriert und befindet sich in Besitz des staatlichen Thüringer Forstbetriebes.
So ist auch das alte Backhaus wieder instand gesetzt und es wird alle vier Wochen ein Backtag durchgeführt. Es ist schon allein ein Genuss den Duft von frischem Brot zu erfahren. Ist man dabei wenn  die Brote aus dem Ofen gezogen werden und man spürt die Wärme der frischen Brote, dann ist dies eine absolut sinnliche Erfahrung. Es war eigentlich nicht unsere Absicht, aber da die Gelegenheit da war, bestellten wir für Ende November ein so gebackenes Brot.
Unser eigentliches Anliegen war der Erwerb von etwas Honig. Nach Verkostung und einem lockeren Plausch entschieden wir uns für Buchweizenhonig und welchem von den Blüten des Löwenzahns. Heidi war eine hübsch bemalte alte Milchkanne am Stand unseres Imkers aufgefallen. “Ja,” sagte er auf Nachfrage, “ich habe eine Freundin und die bemalt diese mit Acrylfarben in zwei Schichttechnik. Für 85€ gehört sie ihnen.” So, nun steht sie bei uns und bereichert unseren  schon reichlich vorhandenen Krempel um ein weiteres vortreffliches Stück.
Milchkanne03
(Behaupte keiner es handle sich um Kitsch!)
Verein der Freunde und Förderer des Forsthauses Willrode e.V.