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Wer ist denn Ernst Eiswürfel?


Das Schöne am online Zeitunglesen ist, man kann , vorausgesetzt die Kommentarfunktion ist verfügbar, sehen was der geneigte Leser denn so denkt. Sollte er wirres Zeug denken ist es natürlich nicht lesbar.
Als Nichtzahler bin ich zwar hin und wieder ausgesperrt; nichtsdestotrotz ist mir “Ernst Eiswürfel” ans Herz gewachsen! Er ist quasi der Wolfgang Bosbach der hiesigen Lokalzeitung.
Wie Herr Bosbach kaum eine Talkshow auslässt und zu jedem Thema eine dezidierte Meinung hat, selbst für Alice Schwarzer wäre er eine exzellente Vertretung, so ist Ernst Eiswürfel in jeder Diskussionsrunde gleich welchem Themas in der “Thüringer Allgemeinen” zu finden. Ähnliches trifft auch in etwa für:
neuGera, Es geht voran mit Thüringen, Friedhofwärter, Emilio, ingrimm, Bürger Sven zu. (Nicknamen der Kommentatoren)
Im Laufe der Zeit hat sich so eine Art Familienidyll gebildet und ich glaube, man vermisst sich gegenseitig bei Urlaub und Krankheit.
Auffallend ist, dass kaum Frauen an der Diskussion beteiligt sind, auch ist die Auseinandersetzung meist recht sachlich. Nicht das ihr hier einen Zusammenhang vermutet.Zwinkerndes Smiley Ich glaube es liegt eher am fortgeschrittenen Alter der Diskutanten.
Für ein Beispiel habe ich mal das “Snipping Tool” verwendet.
Das Thema:

Eiswürfel5

Die Diskussion (kleiner Ausschnitt):

Eiswürfel1 Kopie
Ihr seht, bei uns im Freistaat geht es recht kuschelig zu. Hier erfährt der Journalist noch Achtung und der Bürger hat kein durch Zornesfalten entstelltes Gesicht!Zwinkerndes Smiley
Wie ich mich nun so mit meinem Protagonisten Ernst Eiswürfel befasste, stieß ich auf mehrere Clips bei “Youtube”.
Da gab es tatsächlich eine Comedy-Serie der ARD, die zwischen 1989 und 1991 in 36 Kurzepisoden lief. Jetzt ist mir auch klar wie E.E. zu seinem Namen kam.
Auch keine Ahnung mehr? Schaut mal rein!

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Veröffentlicht in Gesellschaft, Humor

Beliebt


„Wie wir Deutschen ticken“, eine Studie des Wissenschaftsjournalisten Christoph Drösser kommt zu dem Schluss, dass die Thüringer die beliebtesten Bundesbürger sind.
In einem Kommentar in der “Thüringer Allgemeinen” las ich dazu: Die richtige Schlagzeile wäre natürlich -wie sich aus dem Text ergibt – „Thüringer sind die am wenigsten unbeliebten Bundesbürger“!
Also, Glas halbvoll oder halbleer?
Heidi ist der Meinung, ich hätte auch eindeutig bayrische Verhaltensmuster (die Bayern, Sachsen und Berliner belegen nämlich die letzten Plätze)Zwinkerndes Smiley.
Bei unseren vielen Reisen haben wir aber meist nette Bayern, Sachsen und auch Berliner kennengelernt.
Wie entstehen dann solche Auffassungen? Möglicherweise sind es nicht die kleinen Leute, welche für dieses Bild sorgen.
So hatten die Bayern doch verschiedene Landesväter, die sich in ihren Ansichten und Auftreten den übrigen Deutschen nicht so recht erschließen konnten.
Zum Beispiel Ludwig II., der sich in geistiger Verwirrtheit das Leben nahm oder den gewichtigen F.J. Strauß, welcher in einer Nacht- und Nebelaktion dem Magazin “Der Spiegel” den Kampf ansagte, nicht zuletzt den sich häufig vergaloppierendem Rhetoriker Stoiber.
Ludwig scheiterte an Preußen und letztere an Deutschland. Nun, bei Seehofer muss man noch abwarten.
Ganz anders die Thüringer. E
lisabeth von Thüringen war schon zu Lebzeiten ein Symbol selbstloser Nächstenliebe. Nur vier Jahre nach ihrem Tod wurde sie im Jahr 1235 von Papst Gregor IX. heilig gesprochen.
Martin Luther studierte an der ältesten deutschen Universität in Erfurt und übersetzte auf der Wartburg bei Eisenach die Bibel in die deutsche Sprache. Goethe erhielt eine Anstellung beim Weimarer Herzog Ernst August. So lebte er wie Gunter Sachs; hinterließ aber ein weitaus beachtlicheres Lebenswerk.
Nach verschieden Stationen seiner Flucht fand Schiller letztlich politisches Asyl auf Gut Bauerbach bei Meiningen in Thüringen.
Zu Berlinern und Sachsen erspare ich mir mal einige Ausführungen.
Es sind aber wohl eher die über Generationen gepflegten Vorurteile, die uns Thüringer in der Beliebtheitsskala ganz oben stehen lassen.
Es dürfte also recht schwierig für die Letztplatzierten sein das ramponierte Image kurzfristig aufzupolieren.
Derartige Studien sollten wir aber auch nicht überbewerten. Von ihnen leben vor allem jene, die sie “wissenschaftlich” erarbeiten und natürlich schlagzeilengeile Journalisten.
Am Besten man betrachtet die Dinge wie Rainald Grebe, mit Selbstironie und Humor!
In diesem Sinne eine fröhliche Woche.Zwinkerndes Smiley
Rainald Grebe – Thüringen

 



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Applaus, Applaus…


Ich hatte Karten besorgt, weil es der Wunsch von Heidi war. Solcherlei Wünsche erfülle ich auch gerne, verbreiten sie doch nicht nur gute Laune beim Beschenkten. Auch ist das ignorieren derartiger Ansinnen meist kontraproduktiv.
So freuten wir uns gemeinsam auf “Faust für Einsteiger”.
Bekannter Weise verbrachte Dr. Faust eine Zeit in Erfurt.
An der alt, ehrwürdigen Alma mater Erfordensis applaudierten die Studenten seinen Vorträgen. Der Geistlichkeit hingegen war der selbstbewusste Gelehrte ein Dorn im Auge.
Naheliegend, dass die Vorführung im wiedererrichteten “Collegium Maius” der alten Universität stattfand. (heute Sitz des Landeskirchenamtes)
Da in Goethes “ Faust” Erfurt und seine Geschichte nicht stattfindet, wurden in diesem amüsanten Spektakel die Perspektiven wieder etwas gerade gerückt.
Was Annette Seibt mit ihren Handpuppen Marta und Liesbeth, unterstützt durch ihren Assistenten (Wagner) darbot, amüsierte das Publikum ein ums andere mal. So brandete schon nach kurzem Spiel der erste Beifall auf.
Das wäre ja nun nicht unbedingt berichtenswert, doch Applaus ist nicht gleich Applaus. Der Herr vor mir klatschte derart vehement in seine Hände, dass er die Aufmerksamkeit des gesamten Publikums erreichte. Anfangs dachte ich er hätte sich möglicherweise “verklatscht” und würde sich bei der nächsten Pointe dem Normalmaß des übrigen Publikums anschließen. Da lag ich aber völlig falsch. Er machte im Gegenteil, von seiner Steigerungsfähigkeit Gebrauch. Nun schaute ich mir die Sache genauer an. Links neben ihm war viel Platz, da dort die Stuhlreihe endete und rechts von ihm saß seine Gattin. Er war groß gewachsen und konnte so die gesamte Spannweite seiner Arme beim Applaudieren zum Einsatz bringen. Was er auch jedes Mal tat. Seine Frau ertrug diese Beifallexzesse mit Gelassenheit. Heidi hätte mir bei vergleichbaren Verhalten ihren Ellenbogen in die Seite gestupst. Das konnte ich aber nicht beobachten.
Zwangsläufig fragt man sich, wer ist der Mann? Arbeitet er unter ohrenbetäubenden Lärm in einem Stahlwerk? Ich hätte ihn eher als Dozent an einer Bildungseinrichtung oder als Beamten verortet. Es muss sich wohl um einen besonderen Ausdruck von Narzissmus handeln.
Als beklatschter Künstler würde ich mich fragen: ist das Sarkasmus, will der mich auf den Arm nehmen?
Wie ihr seht habe ich mir schon einige Gedanken zum Thema Applaus gemacht.
Ich erinnerte mich auch an die Gespräche meiner Eltern nach einem Premierenbesuch im hiesigen Theater.
Die Karten für ein Premierenabonnement sind ja überwiegend den geistigen und politischen Honoratioren vorbehalten. Der Rest geht dann in den freien Verkauf und da gab es stets eine begierige Käuferschar, welche mit dem Erwerb so einer Eintrittskarte auch eine gewisse Nähe zur Macht erstand.
Für die weniger Privilegierten war es immer eine gewisse Genugtuung, wenn zum Beispiel die Gattin des Bürgermeisters in der Ouvertüre zu Fidelio die Fermate als Ende erkannte und zu applaudieren begann.
Es ist gar nicht so einfach seiner Begeisterung an der richtigen Stelle zum Ausdruck zu bringen.Zwinkerndes Smiley
Im hiesigen Fernsehen existiert ja ein Übermaß an Talkshows mit Publikumsbeteiligung.
Dort machte ich die Beobachtung, dass Zuschauer bei völlig unterschiedlicher Bewertung des gleichen Sachverhaltes den Protagonisten gleichermaßen frenetischen Beifall spendeten.
Fiktives Beispiel: Herr Bosbach erklärt Wortreich und mit überzeugendem Pathos, dass er auf keinen Fall, selbst auf die Gefahr und…..!! Applaus!
Darauf Gregor Gysi, er verurteile die Auffassung von Herrn B. aufs schärfste und kritisiere diese….!! Applaus!
Meine Deutschlehrerin, Studienrätin Frank drückte es so aus: “Man muss von einer Sache nichts verstehen, man muss nur drüber reden können.”
Das also war des Pudels Kern!Nach oben zeigen

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Die Spiegel-Affäre


Gegen alle Regeln, saß Heidi in unserem Schlafzimmer an ihrer Nähmaschine und erledigte irgend eine kleinere Reparatur. Normalerweise wird das gute Stück nur bei Regenwetter und insbesondere in den trüben Herbstmonaten benutzt. Der Verstoß gegen dieses ungeschriebene Gesetz sollte sich noch rächen.
Wie ich nun, mit anderen Dingen des Haushaltes beschäftigt war, vernahm ich plötzlich Heidis eindringliche Forderung, mich ganz schnell mal im Schlafzimmer einzufinden.
Alles stehen und liegen lassend, eilte ich zu ihr. Und ehe sie mir ihre Wahrnehmung erklärt hatte, bemerkte ich ebenfalls den typischen Geruch nach verschmorten Kunststoff. Wir überprüften alle Steckdosen, Lichtschalter und Lampen. Nix! Auch die Sicherungen waren alle in Ordnung. Nicht nur, dass  wir nichts Brenzliges feststellen konnten, auch der Geruch war nicht mehr wahrnehmbar. Möglicherweise hatte er seinen Weg durch das offene Fenster ins Zimmer gefunden. Bei der Zigarette von Herrn “A” ist es ja ebenfalls immer so.
Bis zum Sonntagabend ging nun alles seinen gewohnten Gang. Wir genossen das schöne Frühlingswetter und hatten den merkwürdigen Geruch schon vergessen.
Als am Abend Heidi die Jalousien im Schlafgemach herunter lies, machte sie eine Entdeckung, die meine Anwesenheit unbedingt und schnellstens erneut erforderlich machte.
Am Fensterrahmen, der wie heute üblich aus Kunststoff besteht, war eine verbrannte Stelle?????

Die Quelle des Geruchs war nun also gefunden. Wer hat hier aber gezündelt? Heidi hatte auch gleich einige Erklärungen für mein unverantwortliches Handeln und ich war überzeugt, sie habe Bügeleisen oder Föhn unsachgemäß zum Einsatz gebracht. Auch diesmal konnten wir der Sache nicht endgültig auf den Grund gehen.
Irgendwie ließ mich die Angelegenheit schlecht schlafen. In meinen REM-Schlafphasen tauchten immer wieder Begriffe wie konkav, konvex oder Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel auf.
Gegen Morgen hatte ich es dann endlich!!!
Noch vor dem Frühstück baute ich, nach streng wissenschaftlichen Vorgaben, eine Versuchsanordnung auf.

Ausgangspunkt war dieser Spiegel. Er dient uns sozusagen als analoger “Photoshop”. Da er konkav ist, also ein Hohlspiegel, kann man auf Grund der Vergrößerung pixelgenaue kleine Retuschen an Gesicht und Wimpern vornehmen. Bei größeren gesellschaftlichen Ereignissen, an denen wir gelegentlich teilnehmen, wird dann hin und wieder Hand angelegt. (Eitelkeit wäre ein gesondertes ThemaVor Lachen auf dem Boden wälzen)
Nun hatte dieser Spiegel, der gewöhnlich auf der Nähmaschine steht, aber bei Heidis Flickerei gestört. Also stellte sie ihn auf die Fensterbank. Das wäre auch noch kein Problem gewesen, wenn sie ihre Arbeiten wie üblich bei Regenwetter erledigt hätte. Da aber die Sonne schien und sie es fertigbrachte, den Spiegel so zu positionieren wie hier, war das Ergebnis wie beschrieben.

Höchstens zwei Sekunden dauerte es bis die ersten Rauchwölkchen aufsteigen!
„Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“
Könnt ihr euch noch erinnern? In diesem Sinne, eine schöne Woche.

 

 

 

Veröffentlicht in Gesellschaft, Humor

Steuer-CD gekauft!


Schwarzer Humor!!! dauert nur eine Minute und ist lustig.

Das ist bei uns schon seit vielen Jahren selbstverständlich. Jedes Frühjahr kaufe ich vom gleichen Dealer. Wir sind auch noch nie öffentlich durch die Medien gezerrt worden. Nein, wir pflegen fast einen freundschaftlichen Umgang mit den Finanzbehörden. Mit Hilfe meiner erworbenen CD erstelle ich dann eine Art Selbstauskunft. Diese bringe ich nach Fertigstellung, zu einem im Zentrum gelegenen Servicebüro des hiesigen Finanzamtes, und mit einer netten Dame besagter Behörde, schauen wir nochmal auf Vollständigkeit und Richtigkeit.
Es dauert dann etwa drei Monate und ich habe, wenn auch keinen netten, so doch einen sachlichen Brief in den Händen, wo mir mein Finanzamt mitteilt, dass sie einen Betrag auf das von mir angegebene Konto überweisen. (X-stellig, mehr kann ich aus Gründen des Steuergeheimnisses hier nicht sagen)
Also Frau Schwarzer, Herr Hoeneß und sonstige Hochdekorierte, das ist intellektuell schaffbar. Man hat zwar weniger mediale Aufmerksamkeit, aber vielmehr ruhige Nächte.
In diesem Sinne allen ein erfolgreiches SteuerjahrZwinkerndes Smiley
PS: Vergesst oben das kleine Video nicht! Es handelt sich sozusagen um schwarzen Humor.