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never ending silvesterparty


Sie ist noch nicht vorbei, denn Oscar und Fritz fliegen erst morgen zurück nach Spanien.
Bevor sie Neujahr anreisten, besuchten wir am Silvesterabend die „Himmelspforte“ in der Marktstraße. Es handelt sich um eine der zahlreichen Kleinkunstbühnen hier in der Stadt. Das war eine gute Vorbereitung auf das folgende Kinderprogramm.
Es war laut, es war schrill, ja halt Klamauk von der witzigen aber durchaus sehens- und hörenswerten Sorte.
Winnetou – Blutsbrüder des Baumarkts„, so die sinnreiche Erklärung der beiden Darsteller für das auf der Bühne Dargebotene. Besser kann ich es nicht so recht erklären. Falls ihr in diesem Jahr nach Erfurt kommen solltet, im Hofe des Angermuseums sind einige Vorstellungen geplant.

Mehr war mit Handy und schlechtem Licht nicht möglich!
Winterleuchten auf der „ega“ mit Oscar und Fritz.

Das sind nun die beiden Protagonisten die, für die anhaltende Silvesterstimmung hier im Hause sorgen. Mit ihnen, Silke, Susan und Heidi waren wir bei ungemütlichem Wetter gestern unterwegs um das Spektakel aus Licht und Farbe zu bestaunen.
Übrigens wurde ich Weihnachten reichlich beschenkt! Beispielsweise erhielt ich ein grandioses Buch! Würde ich jeden Tag ein Gramm darin lese, könnte ich es nach rund 11,5 Jahren aus der Hand legen! Falls ihr mehr wissen möchtet: „Beyond the Wall“!
Gute Vorsätze für das bereits begonnene Jahr habe ich wie immer nicht! Meine Familie weis was gut für mich ist! 😉
Nun Schluss! Es drängt die Zeit! Ich werde als Begleitung zum Eishockey benötigt!

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Da hatten wir wohl die richtige Entscheidung getroffen!


Sonnabends gehen wir fast immer zum Markt auf dem Domplatz. Dabei geht es nicht vorrangig um die Lösung von Versorgungsfragen, es ist so ein kleiner Ausflug in die Geschichte des Handels; Erwerb von Dingen für Küche und Haushalt ohne Account bei Amazon, bezahlbar sofort mit Geld aus dem Portmonee.
Dabei führt uns unser Spaziergang immer an drei Kleinkunstbühnen vorbei und das sind beileibe nicht alle hier in der Stadt. Die erste Adresse, die wir passieren, ist das oder die “Mehlhose” in der Löberstraße 12. Es stehen nur noch wenige der ehemaligen alten Häuser dieser Straße und besagtes dient also nun kleineren Veranstaltungen für ein buntes Publikum. Die hier auftretenden Künstler haben noch nie eine Einladung zu einer der zahlreichen Talkshows der ARD  gehabt. Entweder wird man durch Mundpropaganda zum Erwerb einer Eintrittskarte animiert oder ein Blick auf das Programm macht einen neugierig.
“Lesen für Bier” stand auf dem Programm! Das wollten wir nun endlich einmal genau wissen. Heidi besorgte Karten und ließ sich vorher den Programmablauf erklären.
Die Lesen-für-Bier-Regeln sind einfach: Friedrich Herrmann und sein Gast Flemming Witt lesen, was auch immer mitgebracht wird. Ob alte Liebesbriefe, die Menükarte eures Lieblingsdöners oder Sartre – eben Texte aller Art.
Nach jedem Vortrag entscheidet der Applaus, ob der Text oder die Performance besser war. Hat die Performance überzeugt, geht das Bier an die Lesenden auf der Bühne. War der Text besser, erhält der Besucher das Bier, der den Text zur Verfügung gestellt hat.
Das kann schon recht lustig werden! So wurde uns die Einleitung zur Gebrauchsanweisung der Nähmaschine “VERITAS” aus dem Jahr 1967 verständlich und ohne Anglizismen zu Gehör gebracht. Ein durch männliche Demonstration unterstützter Vortrag , “Anleitung zur selbständigen Brustuntersuchung der Frau”, fand auch bei den Herren viel Beachtung und entsprechenden Applaus.
Eine Kindergärtnerin hatte einen eigenen Text aus ihrem Berufsalltag verfasst.
Jeder konnte auch Wünsche zur Art der Präsentation des Textes äußern und die Protagonisten bemühten sich um entsprechende Umsetzung.
bmd
Als ich unseren Text überreichte, bat ich Flemming Witt dem Ganzen eine Hörsaalatmosphäre zu verpassen und den wissenschaftlichen Anspruch der Thesen zu unterstreichen.
“Zur soziologischen Psychologie der Löcher” ist eine Satire aus dem Jahre 1931 von Kurt Tucholsky. Der Vortrag war gut und mit Enthusiasmus wie Überzeugungskraft vorgetragen. Doch das vorwiegend recht junge Publikum wählte den Text! So kam ich zu einem Bier und Tucholsky zu Ehren. Die Jungs auf der Bühne mussten aber nicht verdursten, es gab noch genügend Texte, wo die Performance den Text übertraf.
Letztlich folgte nach etwa zweieinhalb Stunden eine Endauswertung über den besten Text.
Gewinner war Tucholsky mit seiner tiefsinnigen Auseinandersetzung über das Loch und dessen Plural die Löcher!
So bin ich auch noch in den Besitz eines Gutscheins von 20€, einzulösen im “FRANZ MEHLHOSE”, gelangt.
Sehr verehrter Kurt Tucholsky,
irgendwie ist mir die Sache etwas peinlich. Es ist ja eigentlich nicht mein Verdienst. Nun- ich mache jetzt erst einmal Ferien. Falls Sie meinen Text hier lesen, den Gutschein würde ich Ihnen gerne überlassen. MfG Ihr S.W.
(Das Video ist leider nicht sehr gut aber der Vortrag, damit ihr wisst  über was ich hier überhaupt geschrieben habe)

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Alles klar auf der Andrea Doria


Erinnert ihr euch noch was ihr am 24. September 2017 unternommen habt?
Gehörtet ihr nicht zu den rund 25% Nichtwählern, habt ihr im Laufe des Tages einen Spaziergang zum Wahllokal unternommen. Das muss einem nach so langer Zeit erst einmal einfallen. Da stellt sich doch zwangsläufig die Frage: ”Brauchen wir eine Regierung?” Gebt ihr diese Frage bei Google ein, habt ihr immerhin 31.700 Ergebnisse.
Die Schwierigkeit in den europäischen Staaten eine Regierung zu bilden sind nicht neu. Belgien brauchte nach den Wahlen vom Juni 2010 ganze 541 Tage um einen Regierungschef und die notwendigen Minister zu benennen. Unsere niederländischen Nachbarn brauchten im vergangenen Jahr fast sieben Monate zur Regierungsbildung. Es scheint auch ohne Regierung zu gehen, zumindest über eine verhältnismäßig große Distanz.
Bei meinem Suchmaschinenergebnissen stieß ich auf nachstehenden ganz witzigen Clip.

Nun hat die SPD ihren Meinungsbildungsprozess endlich beendet! Das Ergebnis entspricht den meisten Erwartungen. Wie schon gesagt, alles klar auf der Andrea Doria!
Die Frage ist, wie lange hält diese eheähnliche Gemeinschaft?
Falls die SPD ernsthaft eine Profilierung versucht, die sie als gesellschaftlichen Motor erkennbar macht, schätze ich so etwa zwei Jahre. Dann dürften die Gemeinsamkeiten aufgebraucht sein. Profilierung ist ja kein Selbstzweck. Die Frage ist, wer verliert als erster die Nerven oder erkennt durch Medien und Demoskopen befeuert seine Chance.
Da gibt es in Udo Lindenbergs Song von der Andrea Doria eine passende Textpassage:
…Es kommt mal wieder gar nicht darauf an
und Leda träumt von einem Pelikan.
Und überhaupt ist alles längst zu spät
und der Nervenarzt weiss auch nicht mehr wie’s weitergeht.
Aber sonst ist heute wieder alles klar auf der Andrea Doria.
Andrea Doria….
Bis dahin wird es aber noch zweimal Frühling und darauf sollten wir uns jetzt erst einmal freuen!

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Wer ist denn Ernst Eiswürfel?


Das Schöne am online Zeitunglesen ist, man kann , vorausgesetzt die Kommentarfunktion ist verfügbar, sehen was der geneigte Leser denn so denkt. Sollte er wirres Zeug denken ist es natürlich nicht lesbar.
Als Nichtzahler bin ich zwar hin und wieder ausgesperrt; nichtsdestotrotz ist mir “Ernst Eiswürfel” ans Herz gewachsen! Er ist quasi der Wolfgang Bosbach der hiesigen Lokalzeitung.
Wie Herr Bosbach kaum eine Talkshow auslässt und zu jedem Thema eine dezidierte Meinung hat, selbst für Alice Schwarzer wäre er eine exzellente Vertretung, so ist Ernst Eiswürfel in jeder Diskussionsrunde gleich welchem Themas in der “Thüringer Allgemeinen” zu finden. Ähnliches trifft auch in etwa für:
neuGera, Es geht voran mit Thüringen, Friedhofwärter, Emilio, ingrimm, Bürger Sven zu. (Nicknamen der Kommentatoren)
Im Laufe der Zeit hat sich so eine Art Familienidyll gebildet und ich glaube, man vermisst sich gegenseitig bei Urlaub und Krankheit.
Auffallend ist, dass kaum Frauen an der Diskussion beteiligt sind, auch ist die Auseinandersetzung meist recht sachlich. Nicht das ihr hier einen Zusammenhang vermutet.Zwinkerndes Smiley Ich glaube es liegt eher am fortgeschrittenen Alter der Diskutanten.
Für ein Beispiel habe ich mal das “Snipping Tool” verwendet.
Das Thema:

Eiswürfel5

Die Diskussion (kleiner Ausschnitt):

Eiswürfel1 Kopie
Ihr seht, bei uns im Freistaat geht es recht kuschelig zu. Hier erfährt der Journalist noch Achtung und der Bürger hat kein durch Zornesfalten entstelltes Gesicht!Zwinkerndes Smiley
Wie ich mich nun so mit meinem Protagonisten Ernst Eiswürfel befasste, stieß ich auf mehrere Clips bei “Youtube”.
Da gab es tatsächlich eine Comedy-Serie der ARD, die zwischen 1989 und 1991 in 36 Kurzepisoden lief. Jetzt ist mir auch klar wie E.E. zu seinem Namen kam.
Auch keine Ahnung mehr? Schaut mal rein!

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Beliebt


„Wie wir Deutschen ticken“, eine Studie des Wissenschaftsjournalisten Christoph Drösser kommt zu dem Schluss, dass die Thüringer die beliebtesten Bundesbürger sind.
In einem Kommentar in der “Thüringer Allgemeinen” las ich dazu: Die richtige Schlagzeile wäre natürlich -wie sich aus dem Text ergibt – „Thüringer sind die am wenigsten unbeliebten Bundesbürger“!
Also, Glas halbvoll oder halbleer?
Heidi ist der Meinung, ich hätte auch eindeutig bayrische Verhaltensmuster (die Bayern, Sachsen und Berliner belegen nämlich die letzten Plätze)Zwinkerndes Smiley.
Bei unseren vielen Reisen haben wir aber meist nette Bayern, Sachsen und auch Berliner kennengelernt.
Wie entstehen dann solche Auffassungen? Möglicherweise sind es nicht die kleinen Leute, welche für dieses Bild sorgen.
So hatten die Bayern doch verschiedene Landesväter, die sich in ihren Ansichten und Auftreten den übrigen Deutschen nicht so recht erschließen konnten.
Zum Beispiel Ludwig II., der sich in geistiger Verwirrtheit das Leben nahm oder den gewichtigen F.J. Strauß, welcher in einer Nacht- und Nebelaktion dem Magazin “Der Spiegel” den Kampf ansagte, nicht zuletzt den sich häufig vergaloppierendem Rhetoriker Stoiber.
Ludwig scheiterte an Preußen und letztere an Deutschland. Nun, bei Seehofer muss man noch abwarten.
Ganz anders die Thüringer. E
lisabeth von Thüringen war schon zu Lebzeiten ein Symbol selbstloser Nächstenliebe. Nur vier Jahre nach ihrem Tod wurde sie im Jahr 1235 von Papst Gregor IX. heilig gesprochen.
Martin Luther studierte an der ältesten deutschen Universität in Erfurt und übersetzte auf der Wartburg bei Eisenach die Bibel in die deutsche Sprache. Goethe erhielt eine Anstellung beim Weimarer Herzog Ernst August. So lebte er wie Gunter Sachs; hinterließ aber ein weitaus beachtlicheres Lebenswerk.
Nach verschieden Stationen seiner Flucht fand Schiller letztlich politisches Asyl auf Gut Bauerbach bei Meiningen in Thüringen.
Zu Berlinern und Sachsen erspare ich mir mal einige Ausführungen.
Es sind aber wohl eher die über Generationen gepflegten Vorurteile, die uns Thüringer in der Beliebtheitsskala ganz oben stehen lassen.
Es dürfte also recht schwierig für die Letztplatzierten sein das ramponierte Image kurzfristig aufzupolieren.
Derartige Studien sollten wir aber auch nicht überbewerten. Von ihnen leben vor allem jene, die sie “wissenschaftlich” erarbeiten und natürlich schlagzeilengeile Journalisten.
Am Besten man betrachtet die Dinge wie Rainald Grebe, mit Selbstironie und Humor!
In diesem Sinne eine fröhliche Woche.Zwinkerndes Smiley
Rainald Grebe – Thüringen