Veröffentlicht in Familie, Gesellschaft, Natur, Ostern, Photo

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche…


Ich will hier keine Breaking News verkünden! Ich hoffe ihr erinnert euch an die Tortur diesen Text auswendig gelernt zu haben. Na ja so schlimm war es eigentlich nicht.
Im Deutsches-Schulportal las ich: In den Schulen werden kaum mehr Gedichte gelernt! Ich hatte das vermutet und deshalb mal gegoogelt ob ich richtig liege. Offenkundig war meine Einschätzung nicht falsch; was ich allerdings sehr bedaure.
Ungeachtet dessen möchte ich euch ein schönes Osterfest wünschen und solches Wetter, das ihr Freude an einem Osterspaziergang habt.
Zufrieden jauchzet Groß und Klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein!

Mögen die letzten beiden Zeilen des Gedichtes auch euer Fazit eines fröhlichen von der Sonne beschienen Osterfestes sein.

Zur Erbauung noch einige Impressionen von unserem Spaziergang vom letzten Wochenende.

Veröffentlicht in Familie, Gesellschaft, Gesundheit, Kultur & Veranstaltungen

Straßennamen haben weit mehr als nur eine postalische Bedeutung


Entschuldigen sie. Können sie mir vielleicht weiterhelfen? Ich suche die Trommsdorffstraße!“
„Moment – ach ja, sie gehen geradeaus in Richtung „Sportcheck“ und dann rechts am Ursuklinenkloser vorbei. Dort angekommen sind sie bereits am Ziel“.
„Vielen Dank und einen schönen Tag“.
„Ebenfalls, ihnen auch“.

Trommsdorff, wer war das doch mal?
Ach, da gibt es in der Bahnhofstraße die Schwanenapotheke“. Die befand sich früher am Anger und fiel dem Bau des gewaltigem Postgebäudes Ende des 19. Jahrhunderts zum Opfer. Das war Trommsdorffs Apotheke.
Seine Verdienste wurden in Erfurt immer geachtet.
Zum Gedenken wurde damals eine Tafel angebracht.
Am 9. Oktober 2007 ließ die Deutsche Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie eine Trommsdorff-Ehrung folgen. An der Hauptpost ist seither ein Medaillon zu sehen, das einer Portraitmedaille von 1835 nachempfunden wurde.

Eine große Trommsdorff-Ehrung am 9. Juni 1990 bildete den Höhepunkt der 3. Tage der Alten Universität Erfurt, dem heutigen Hochschulstraßenfest. Im Barocksaal der Statthalterei am Hirschgarten beging man feierlich den 220. Geburtstag Trommsdorffs.

Eine Goethe und Schillerstraße gibt es ja fast in jeder deutschen Gemeinde und dazu fällt einem hoffentlich etwas Wesentliches ein.
Denkt mal an die vielen Namen von denen ihr schon hörtet aber deren Bedeutung mehr oder weniger unklar ist. Dazu kommen noch jene, von denen ihr nicht einmal gehört habt.
Einige Straßennamen waren im Laufe der Geschichte aus gesellschaftlicher Überzeugung nicht mehr zeitgemäß. Dazu gesellen sich nun neuerdings sogenannte „Aktivisten“, die ordnend in unsere heutigen gesellschaftlichen Prozesse eingreifen wollen. Die „Mohrenstraße“ in Berlin ist so ein Beispiel und hier zu Ort streitet man um das „Boyneburgufer“.
Kurzum, Straßennamen haben weit mehr als nur eine postalische Bedeutung.
Zurück zu der anfangs gesuchten Straße.
Neulich besuchten wir, was wir häufiger tun, das Stadtmuseum in der Johannesstraße. Jeden ersten Dienstag im Monat ist das sogar kostenlos möglich!!! Dort hat man sich viel Mühe gemacht, Einheimischen wie Touristen, nachstehendes Thema näher zu bringen:
„Wer war Johann B.? – Trommsdorff und der Aufbruch in die Moderne“
Eine sehr sehenswerte Ausstellung, die nun etwas verlängert werden soll (Corona geschuldet).
Abschließend noch zwei Dinge, welche verdeutlichen, dass Trommsdorff nicht einfach ein Pharmazeut war.
Im Privatinstitut von Johann Bartholomäus Trommsdorff erwarb Emanuel Merck grundlegende Kenntnisse der Pharmazie. In der Schau sind Abschlusszeugnis und Mikroskop von Merck zu sehen (Im Jahr 2020 Mitarbeiter MERCK KGaA : 58.096 Umsatz: 17,534 Mrd. € ). Soviel zur heutigen Pharmaindustrie.
Zum 50. Geburtstag von Trommsdorff im Jahre 1820 fanden sich 800 Gäste in seiner Heimatstadt aus ganz Europa ein. Für die damalige Zeit eine gigantische Zahl.
Also beim nächsten Stadtbummel, schaut mal auf die Straßenschilder in eurer Heimat. Das kann durchaus sehr interessant sein.
„Vater der Wissenschaft Pharmazie“


Veröffentlicht in Gesellschaft, Jahreswechsel, Kunst, Politik

 All You Need Is Love


Irgendwie sollte das neue Jahr hoffnungsvoll und optimistisch beginnen. Da fällt mir leider von den gegenwärtigen Weltlenkern kein vernünftiges Zitat ein! Sicher könnte man die Bibel bemühen und würde bestimmt fündig. Die möchte ich aber weiterhin den Pfaffen überlassen.
Den obigen Titel des heutigen Beitrages habe ich mir bei den Beatles entliehen. Das Lied war Großbritanniens Beitrag zu „Our World“, der ersten globalen Live-Fernsehübertragung und stammt aus dem Jahr 1967. Die Sendung wurde über Satellit ausgestrahlt und von über 400 Millionen Zuschauern in 25 Ländern gesehen. Lennons Text war absichtlich einfach gehalten um für das multinationale Publikum verständlich zu sein.
„Alles was du brauchst ist Liebe“, ist nicht der einzige Song der Beatles, welcher heute noch seine Gültigkeit hat und menschliche Sehnsüchte benennt.
„Give Peace a Chance“ ist ein Antikriegslied, welches von John Lennon geschrieben wurde und mit Yoko Ono in Montreal, Québec,Kanada, aufführte.
Nicht zu vergessen „Imagine“ ein Aufruf für den Frieden, schlechthin die Hymne der Friedensbewegung. (die alten „Grünen“ werden sich schmerzlich erinnern)

ImagineThe Beatles‎

Stell dir vor, es gäbe keinen Himmel,
Es ist einfach, wenn du es versuchst.
Keine Hölle unter uns,
Über uns nur Firmament.
Stell dir vor, alle Leute lebten nur für den Tag.

Stell dir vor, es gäbe keine Länder,
Das ist nicht schwer.
Es gäbe nichts wofür man töten oder sterben müsste,
Und auch keine Religion.
Stell dir vor, alle Leute lebten ihr Leben in Frieden.

Du, du kannst sagen, ich wäre ein Träumer,
Aber ich bin nicht der einzige.
Ich hoffe, eines Tages wirst du dich uns anschließen,
Und dann wird die Welt wie eine einzige sein.

Stell dir vor, es gäbe kein Eigentum,
Ich frage mich, ob du das kannst.
Es gäbe keine Notwendigkeit für Gier oder Hunger,
Die Menschen wären Brüder.
Stell dir vor, alle Menschen würden sich die Welt gemeinsam teilen.

In diesem Sinne, ein Jahr nach euren Wünschen und Träumen!

Veröffentlicht in Familie, Gesellschaft, PHOTOGRAPHIE

Post von Google


Hin und wieder erhalte ich lobend Worte per Mail übermittelt. Diesmal von dem allgegenwärtigen IT Konzern Google.
Insgesamt 1.500.000 Aufrufe für Deine Fotos, heißt es da.
Ich will nicht prahlen, doch irgendwie freut es einen schon ein wenig. Erstaunlicherweise haben nicht die gelungensten Fotos die meisten Klicks. Es sind so allerwelts Bilder, die nicht einmal bearbeitet wurden. Oft mit dem Handy mal schnell gepostet. So richtig erschließt sich für mich noch nicht wie diese Zahlen zustande kommen. Ich wurde schon einmal, kurz nach einem Post, von Google unterrichtet, dass mein Bild auf exponierter Stelle erscheinen wird. Also neben den Benutzern, sorgen auch Algorithmen für die Zahl von Besuchern. Ich werde euch mal einige Bilder im Beitrag zeigen, welche die meisten Klicks bei mir erhielten. Vielleicht habt Ihr ja eine Erklärung.

Suchanfrage auf GUTE FRAGE.net

Wir ihr sehen könnt, haben andere ähnliche Fragen, doch so richtig überzeugende Antworten konnte ich nicht finden.
Hier seht ihr meine am häufigsten geklickten Bilder. Für das Parkhaus in Barcelona, welches mitten im Zentrum recht versteckt nahe der Sagrada Familia liegt, kann ich mir ja noch einen Reim machen, aber zum Beispiel das Schloss Neuschwanstein, wo allein chinesische Touristen jährlich Millionen Bilder posten?
Naja, wie schon gesagt: GUTE FRAGE.net fand auch keine plausible Antwort.
Also dann fotografiert fleißig, vielleicht trifft man sich ja mal auf Google Maps 😉

Veröffentlicht in Art, Familie, Gesellschaft, Kunst, Photo, Reisen

“Kunsthaus Apolda Avantgarde”


Am vergangenen Mittwoch machten wir unser Vorhaben war und besuchten im Kunsthaus Apolda die Hundertwasserausstellung: „Schönheit ist ein Allheilmittel“.
Da für einen Aufpreis von nur zwei Euro auch die Privatsammlung Wahle: „The Art of John Lennon“ im Glockenmuseum zu besuchen ist, nahmen wir diese Gelegenheit natürlich war.
Auch der hochgeschätzte Geheimrat Goethe besuchte seiner Zeit die Stadt und äußerte sich wie folgt:

Hier ist ein bös Nest und lärmig, und ich bin aus aller Stimmung. Kinder und Hunde, alles lärmt durcheinander…

Gerecht war diese Äußerung bestimmt nicht. Die Stadt hat aber bis heute um ihr Ansehen zu kämpfen. Sie lag weder an einer der wichtigen Handelsstraßen noch gehörte sie zu den zahlreichen Thüringer Residenzstädten. Sie erreichte zwar durch ihre Glockengießer Kunst einige Berühmtheit. Gegossen wurde die berühmte Kölner Dom-Glocke mit einem Durchmesser von 3,22 Metern und einem Gewicht von
24 000 Kilogramm am 5. Mai 1923 im thüringischen Apolda von Heinrich Ulrich.
Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte die Umstellung der Strumpffabrikation auf die Herstellung von modischen Strick- und Wirkwaren. Damit wurde zwar ein Wachstumsschub ausgelöst, doch der größte Teil der Bevölkerung lebte in sehr bescheidenen Verhältnissen. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert.
Umso erfreulicher sind so die Aktivitäten des Kunsthauses zu bewerten. Blättert man das Gästebuch durch, stößt man auf wertschätzende Einträge aus den verschiedenen Regionen Deutschlands. Die jetzige Ausstellung hat bereits über 15.000 Besucher begrüßen können.
Friedensreich Hundertwasser hat uns ein umfangreiches Werk hinterlassen, welches hier eine angemessene Würdigung findet.
Nur wenige Meter vom Kunsthaus entfernt befindet sich das Glockenmuseum. Hier ist „The Art of John Lennon“ eine Privatsammlung von Michael Andreas Wahle, einem begeisterten John Lennon-Kenner, zu sehen. Seit Jahren trägt Wahle Erinnerungsstücke aus dem Leben Lennons zusammen.

„Stell Dir vor, alle Leute leben in Frieden. Du magst sagen, dass ich ein Träumer bin, aber ich bin nicht der Einzige…“

Dem Schöpfer dieser Liedzeile aus einem seiner populärsten Songs „Imagine“ war selbst kein friedliches Ende beschieden: Im Dezember 1980 wurde John Lennon auf offener Straße erschossen.

Solltet ihr in der Nähe weilen, nehmt euch die Zeit für einen Abstecher nach Apolda. Das letzte Mal besuchten wir die Stadt bei kaltem, stürmischem Regenwetter und mussten den Verlust eines Schirmes, der den Wetterunbilden nicht gewachsen war, hinnehmen. Diesmal konnten wir bei Sonnenschein die Stadt und ihre schönen Parkanlagen genießen.