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Mir geht der Stoff aus!


Seit Jahren schreibe ich hier vierzehntägig einen Beitrag über Reisen, Familie und kulturelle Veranstaltungen. Hin und wieder wird auch mal etwas aus der Küche berichtet oder über die Eliten unseres Landes gemeckert.
Mit letzterem Thema könnte ich natürlich zu täglichen Beiträgen wechseln 😉 Das will ich aber mir und euch gleichermaßen ersparen.
Sehr beliebt sind auch Foodblogs. Ich lese auch regelmäßig einige, die oft recht kreativ und optisch ansprechend gestaltet sind. An den zahlreichen Likes ist deren Beliebtheit ablesbar. Doch möchte ich eigentlich meine thematische Ausrichtung, wegen der gegenwärtigen Einschränkungen nicht verändern. Ich habe durchaus bemerkt, dass es mir nicht allein so geht.
Was tun in dieser Situation?
Ich nutze für die Archivierung meine zahlreichen Bilder Google Fotos. Da ich sehr viele Schnappschüsse zurückliegender Jahre dort gespeichert habe, bekomme ich fast jeden Morgen, bei der Lektüre der News, in der Statusleiste meines Tablets angezeigt, was sich zum gegenwärtigen Datum vor „x“ Jahren ereignete.
Momentan würde auf dem Domplatz ein großes Frühlingsfest, wie in vielen Jahren zuvor stattfinden.

Diese Bilder entstanden vor zwei Jahren, und keiner hätte sich die gegenwärtige Tristes vorstellen können.
In diesem Jahr, am 23. April soll nun die Bundesgartenschau eröffnet werden. Da sehen Heidi und ich noch etliche Fragezeichen. Drückt mal die Daumen, dass unsere erworbenen Dauerkarten ihr Geld wert sind.
Es kann nicht sein, dass wir die schönen Dinge des Lebens nur noch in Fotoalben entdecken können!

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Easter Greetings, Frohe Ostern


Vergangene Woche überlegten Heidi und ich: fahren wir Ostern wie geplant ins Sauerland um wenigstens einen Teil der Familie zu Treffen?
Die Konfusität der Regierenden samt ihrer Berater und der Medien haben den Entschluss reifen lassen zu Hause zu bleiben.
Nun, da wir so entschieden haben, stellen wir uns die Frage, ob wir besser unserem Verstand und einem optimistischem Bauchgefühl hätten folgen sollen. Ich glaube, wir sind da nicht ganz allein.
Jetzt feiern wir bereits das zweite Jahr Ostern unter diesen unwirklichen Bedingungen. Ein Ende sehen wir noch nicht.
Immerhin kann ich dadurch für meinen Beitrag das Layout des Vorjahres verwenden.
Die nachstehenden Bilder entstanden vor nunmehr fünf Jahren in Tarragona. Eines der bedeutendsten Ereignisse der Region ist die Karwoche, in der die Karfreitagsprozession eine Hauptrolle spielt. 4000 Menschen sind an Organisation und Durchführung der Veranstaltung beteiligt. Knapp drei Stunden bewegte sich der Prozessionszug durch die engen Gassen und Straßen der Altstadt. Auch wenn man der Katholischen Kirche nicht nahesteht, spürt man die Bedeutung, die dieses Fest noch immer für die Menschen hat.
Ich hoffe, ihr feiert trotz der vielen Einschränkungen ein schönes Osterfest. Bleibt gesund und zuversichtlich.

Karfreitag 2016 Prozession in Tarragona, Spanien

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OHNE WORTE (fast)


Emmanuel Marcon ist offenbar sauer auf Frankreichs Top-Corona-Wissenschaftler, weil ihm diese nichts empfehlen würden außer Einschließen, um so die Infektionen zu senken.
(von: Dirk Müller Bild Zeitung, veröffentlicht am19.02.2021 )

Stadtbummel
(größer mit Klick aufs Bild)

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Winter in Venedig


Falls ihr von Erfurt nach Venedig reisen möchtet, liegt eine Strecke von etwa 943 km mit dem Auto vor euch. Hier in meiner Heimat, genießen wir den Luxus, dass wir beispielsweise vom Domplatz in wenigen Minuten ebenfalls Venedig erreichen!
“Klein Venedig”, das – wie der Name schon andeutet – ein ganz besonderes Flair auszeichnet. Durch eine parkähnliche Wohngegend fließt die Gera, welche durch ihre vielfachen Verzweigungen an diesem beschaulich-schönen Ort kleine Inseln bildet. Ein Spaziergang am Flussufer, das gesäumt ist von Bäumen und den liebevoll gestalteten Gartenterrassen der Anwohner, führt in die kleinen Kopfsteinpflastergassen bis hin zur bekanntesten Brücke in Thüringen.
Bei so herrlichem Winterwetter konnte man vor nunmehr elf Jahren letztmalig diese Idylle genießen. Wenn ihr mögt, könnt ihr mir von der Großen Ackerhofsgasse in Richtung Krämerbrücke folgen.

Nun ist ja, dieses Winterwetter nicht unbedingt jedermanns Sache. Die aufwändige An- und Auszieherei, unwegsame, schlecht geräumte Straßen und dann das Streugut, welches an den Schuhen haftet und das Parkett verunstaltet. Diese Dinge mag ich auch nicht. Trotzdem habe ich mir so ein kindliches Gemüt bewahrt und schaue gerne früh morgens aus dem Fenster und bestaune wie nachts der Schnee eine Idylle in Weiß gezaubert hat.
In diesem Jahr gab es aber noch eine Besonderheit, die 15 Minuten Tagesschau standen durch die Wetterunbilden nicht nur den Virologen und Ministerpräsidenten zur Verfügung! Also bitte liebes Wetter, noch mehr Schnee und Eis!

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Was ist denn ein Promenadologe?


Wenn ihr dazu eine stimmige Erläuterung habt, mein Respekt! Ich wusste das bisher nicht. Am Dienstag stieß ich zufällig auf diese Bezeichnung und nach kurzer Recherche, dachte ich, gibt vielleicht Stoff für einen Beitrag an dieser Stelle.
Abends im ZDF „heute-journal“ werde ich dann plötzlich in einem Beitrag erneut mit diesem Begriff konfrontiert. Auch diesen Redakteuren war der Promenadologe bisher unbekannt.
Blöd – dachte ich, jetzt kommen die mir noch zuvor. Ich schmeiß doch meine mühselige Recherche nun nicht in den Papierkorb!
Also, falls ihr eure berufliche Karriere noch planen solltet, es handelt sich um einen „Spaziergangwissenschaftler“. Es gibt an der Universität Kassel sogar eine ernsthafte Zuwendung zu diesem Thema!
 Im Spazierengehen steckt mehr als man denken mag. Das gemütliche Schlendern ist nicht nur willkommene Abwechslung, sondern hat sogar gesundheitliche Einflüsse. Auch die Wissenschaft belegt die positiven Wirkungen des Spazierengehens.
Wie komme ich auf das Thema?
Heidi und ich gehen sehr gerne spazieren und in diesen Zeiten der Lockdowns und der Isolation ist es eine der wenigen Möglichkeiten Entspannung zu finden. Es war auffallend, wie viele Menschen man plötzlich an eher einsamen Stellen traf, die ebenfalls einfach in Wald und Flur unterwegs waren. Selbst Kinder konnten zu solch unnützen Tun überredet werden, was durch die Schneefälle der letzten Tage nicht sonderlich schwer gefallen sein dürfte.
Als Flaneur in den Geschäftsvierteln der Städte zu bummeln ist keine gute Idee. Die Boulevards sind verweist, Reisen ist praktisch nicht möglich und so gibt es so eine Art Rückbesinnung auf das Spazierengehen.  
Könige, Zaren und Fürsten ließen sich gigantische Parkanlagen erbauen, um nichts anderes zu tun als darin, ungestört vom gemeinen Volk, spazieren zu gehen und dem Müßiggang zu frönen.
Bevor ich euch auf einen kleinen Winterspaziergang mitnehme, noch der Hinweis: Nicht alle Bundesländer sehen Spaziergänge als grundsätzlich gesundheitsförderlich an und haben zu unserem Schutz mannigfache Regeln erstellt. Also erst informieren und dann die Schuhe anziehen!
STAZ Augsburg: Im Zuge der Kontrollmaßnahmen sei wiederholt aufgefallen, dass viele Menschen das grundsätzlich erlaubte Spazierengehen dazu nutzen, sich auf Parkbänken oder anderen Sitzgelegenheiten im Freien niederzulassen, so die Polizei, die betont:
„Dies ist nicht erlaubt!“ 🙂
Bleibt gesund! Vielleicht treffen wir uns völlig unbeschwert zum Osterspaziergang.

Rennsteig Thüringer Wald