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Ungewöhnliche Orte


 zum Adventskalender    zum Weihnachtsmarkt

Was sind eigentlich ungewöhnliche Orte? Wir machen sie erst zu solchen, in dem wir Dinge tun, die für gewöhnlich dort nicht stattfinden.
Es liegt weiß Gott schon viele Jahre zurück. Zu Hause war es manchmal nicht ganz einfach. Die Familie war recht groß und die Geschwister noch klein. Auch wohnte der Großvater mit uns unter einem Dach und dann noch, wenn auch unausgesprochen: was sollen denn die Nachbarn sagen? Um diese Fragen zu umgehen trafen wir uns, besonders in der wärmeren Jahreszeit, gerne im nahegelegenen Stadtpark. Die Sommerzeit war noch nicht erfunden und so begann nach 20 Uhr bereits die Dämmerung. Es waren viele lauschige Ecken mit bequemen Parkbänken zu finden. Selbst bei Regenwetter konnte man unter einer Pergola Schutz finden.
Anfangs war es immer eine etwas beschwerliche Fummelei , doch dann klappte es! Endlich empfingen wir im 49 Meterband, auf Kurzwelle “ RTL”  in englischer Sprache und hörten auf unserem Kofferradio Little Richard, Pat Boone, Wanda Jackson oder wer sonst die US- Hitparade bestimmte.
(Die Fummelei bestand insbesondere im ausrichten der Antenne).
Für unsere Musik waren wir zu äußersten Anstrengungen bereit.  Für meinen Freund “W”, der unter Aufbringung aller finanziellen Kräfte seiner Familie, in den Besitz eines eigenen Tonbandgerätes kam, war es eine Selbstverständlichkeit sich den Wecker nachts zu stellen, um ein oder zwei Titel vom UKW Sender NDR 2 aufzunehmen. Mehr war damals von unserer Musik auf deutschen Radiostationen nicht zu hören. Nach etwa einem halben Jahr war er aber im Besitz einer Stunde hochwertiger Aufnahmen unserer Stars. Es war kein Problem damit vier Stunden Party zu feiern und die Beliebtheitswerte meines Freundes stiegen weit über die Grenzen unserer Klicke.
Nun hatte Heidi für den zweiten Advent Karten für ein Konzert der Thüringen Philharmonie Gotha erstanden und dies sollte ebenfalls an einem ungewöhnlichen Ort stattfinden.
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Was ihr hier seht ist die Abfertigungshalle unseres Provinzflughafens “Airport Erfurt-Weimar” und genau hier fand am zweiten Advent ein Konzert statt. Es handelte sich um kein klassisches Adventskonzert, sondern wir erlebten eine musikalische Europareise.
Nun ist so eine Veranstaltung in Frankfurt sicher nicht so einfach zu organisieren wie hier. Denn im Winter gibt es bei uns  nicht all zu viele Starts und Landungen.
Wir wollen uns aber nicht unbedeutender machen als wir sind! Immerhin landete hier auch die Air Force One mit US Präsident Obama 2009 und nicht zu vergessen die Landung des Papstes mit einem Airbus der Bundeswehrstaffel 2011.
Papst wie US Präsident landeten gewissermaßen ebenfalls an einem ungewöhnlichen Ort. Denn in aller Regel sind ihnen ja die Airports der Metropolen vorbehalten.
Heute ist nun der vierte Advent und ich hoffe, ihr habt stressfrei alle Dinge erledigt, die euch für ein schönes Weihnachtsfest wichtig sind.  In knapp einer Woche ist dann Heiligabend. Dieses Fest repräsentiert ja wie kein anderes Ereignis einen ungewöhnlichen Ort. Der Stall von Bethlehem würde keinen Menschen interessieren, gäbe es nicht dieses denkwürdige Ereignis der Geburt Christi.
Wie immer ihr die Feiertage begeht, nehmt euch einfach etwas Zeit für euch und eure Lieben. Dafür eignen sich, wie ihr seht, auch ungewöhnliche Orte.

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Einen Tusch für den Adventskalender


Ich denke einen Tusch verdient zu haben. Ursprünglich wollte ich den Kalender einer Firma verwenden, die sich mit Webdesign beschäftigt. Seit Jahren konnte dieser kostenlos genutzt werden.  Leider kann ich in diesem Jahr nicht deren sehr schöne Flash animierte Kalender  verwenden. Die Arbeiten wurden eingestellt.
Verzichten wollte ich aber auch nicht auf die Einbindung eines Adventskalenders auf meinem Blog. So stieß ich nach einiger Suche und mehreren Experimenten auf “Türchen.com” (sie beschäftigen sich wie zu erwarten mit Webdesign).
Wer ebenfalls jemanden eine kleine Freude mit einem ganz individuellen Weihnachtskalender machen möchte, benutzt den Link zu “Türchen com”. Vorkenntnisse benötigt ihr nicht. Je nach Gestaltung ist lediglich etwas Mühe erforderlich. Als Beispiel könnt ihr ja mal meinem Kalender ansehen. Mit Klick aufs Bild gelangt ihr dahin.
AK KopieErwähnen möchte ich noch, dass keinerlei Registrierung notwendig ist. Nur eure Links solltet ihr natürlich merken. Ihr könnt auch jederzeit Änderungen vornehmen.
Mit diesem kleinen Tipp wünsche ich euch eine wunderschöne Zeit bis Heiligabend. Denkt an eure Lieben, aber vergesst bei dem ganzen Stress nicht, auch ihr benötigt hin und wieder eine Pause! Die macht ihr am besten mit ein paar Freunden am Glühweinstand. Dann mal Prost!Bierkrug Zwinkerndes Smiley
Mit Heidi bummelte ich auch bereits diese Woche über den hiesigen Weihnachtsmarkt. Wenn ihr wollt, könnt ihr ihn nachvollziehen. Mit Klick auf nachstehendes Bild folgt ihr uns vom Bahnhof zum Domplatz.

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Wunschzettel



Dies sind die beiden Absender der Wunschzettel, die mich vor einigen Tagen erreichten. Das Bild ist noch gar nicht so alt um an Weihnachtswünsche zu denken. Doch als ich neulich einen Einkaufsbummel machte, sah ich die bereits angebrachten Lichterketten und sonstige Illuminationen in den Straßen. Letzte Hand wurde an weihnachtliche Schaufensterdekorationen angelegt und der Aufbau der Verkaufsstände für den Weihnachtsmarkt war in vollem Gange (vom 22.11.2016 bis 22.12.2016 in Erfurt).
Ich sah mich also veranlasst der kommenden Weihnachtszeit ins Auge zu sehen. Von der Post besorgte ich zwei Weihnachtspakete, das so genannte “Pluspäckchen”.
Für 5,99€  bekommt man einen weihnachtlichen Karton samt Porto und kann bis zu 10 kg  Geschenke darin verschicken.
Auch ein Schittchen und Baumkuchen besorgte ich bei der Gelegenheit. Nun muss ich am Wochenende noch die restlichen Gaben erstehen.
Natürlich habe ich den Jungen jeweils einen Brief zu ihren Wunschzetteln geschrieben.
Santa Claus Village  96930 Rovaniemi, Finnland verwendete ich als Absender. Ich glaube, sie können sich schon denken wer dahinter steckt!
Was wünschen sich zwei Rabauken in diesem Alter? Für mich war es keine Überraschung und ich glaube ihr werdet auch nicht wirklich erstaunt sein.
– Nitendo Wii
– Wi-Fi (für alle und überall)
– Tablet
– Dronenkamera
Das stand unisono, mehr oder weniger leserlich, auf zwei blauen Papierbögen als Weihnachtswunsch, inklusive einiger unbedeutender Kleinigkeiten.
Mit einigen pädagogischen Hinweisen in meinen Antwortbriefen, habe  ich die Wünsche an gewisse Abhängigkeiten geknüpft. Aber so wenig wie ich das ernst nehme, werden sie sich sicher auch nur amüsiert zurücklehnen.
Da ich nun schon einmal weihnachtlich inspiriert war, habe ich meiner Webseite auch gleich mal ein etwas winterliches Aussehen verpasst. Bei genauerem Hinsehen bemerkte ich, dass meine Adventseite ebenfalls einer Aktualisierung bedurfte. Termine stimmten nicht mehr, Links endeten im Nirwana  und den seit Jahren verwendeten Adventskalender konnte ich auch nicht mehr nutzen. Nun hatte ich dann doch einige Arbeit eine neue Plattform zu finden, die ich in meinem Blog nutzen kann.
Damit euch die Zeit nicht davon rennt,  seid nicht traurig über das schlechte Wetter, nutzt es um einige Kleinigkeiten für eure Lieben zum Weihnachtsfest vorzubereiten.

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Jauchzet, frohlocket!


Nun ist es bald soweit und das Christkind oder je nach Region der Weihnachtsmann, überbringen die Gaben, für die viele von euch hart arbeiten mussten!
Manches könnte ich zu diesem Fest schreiben. So zum Beispiel warum wird das Friedenslicht von Betlehem in viele Länder gebracht, anstatt Frieden nach Palästina und weit darüber hinaus. (Es handelt sich übrigens um eine PR Aktion des Jahres 1986 vom Österreichischen Rundfunk.)
Ich erspare mir aber weitere Ausführungen so kurz vor Weihnachten hierzu.
In vielen Kirchen wird es ein Krippenspiel geben oder man lauscht im Familienkreis der Geschichte um die Geburt des  Christkindes. Ihr wisst ja wie die Weihnachtsgeschichte beginnt. Kaiser Augustus war wegen seiner anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen der Überblick über sein Volk abhanden gekommen.
Ich glaube unsere Kanzlerin hat ein ähnliches Problem. Wenn es bald zu einer Volkszählung kommt, wundert euch nicht. Dieses Thema möchte ich nun aber auch nicht vertiefen.
Dann wären da ja auch noch die drei Könige aus dem Morgenland gewesen. Damals brachten sie Gold, Weihrauch, Myrrhe als Geschenke.
Heute besitzen sie Ölquellen und gegen Panzer und Jagdflieger geben sie davon ab.
Nun, ihr seht es ist gar nicht einfach, ein besinnliches Weihnachtsfest zu feiern.
Euch allen frohe Feiertage. Nehmt euch Zeit für Eltern, Kinder, Enkel  und besucht mal wieder die Großeltern. Seid nett zueinander und um Himmelswillen, vermeidet obige Themen.
Wie schon gesagt: Jauchzet, frohlocket!


„Jauchzet frohlocket “ aus der Frauenkirche Dresden

 

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Vom Briefträger und der Briefzustellerin


Es ist der 24. Dezember. Ich höre wie fast jeden Morgen, das metallische klapp, klapp der zuschlagenden Briefkastenverschlüsse unten an der Haustür. Beim Blick aus dem Fenster sehe ich unsere Postfrau ihr Fahrrad in Eile zum nächsten Hauseingang schieben. Dort verschwinden in Windeseile ebenfalls die letzten Weihnachtsgrüße im Briefkasten und schon biegt sie um die Straßenecke und entschwindet meinem Blicken.
Scheiß Job, denke ich und mir fällt unser Briefträger Herr Salzmann, aus lang zurückliegender Kindheit ein.
Herr Salzmann trug eine recht preußisch anmutende, blaue Uniform mit Kragenspiegeln, die seinen Dienstrang zum Ausdruck brachten und eine Schildmütze. Zu seiner Ausrüstung gehörte weiterhin ein Dienstfahrrad und eine große schwarze Ledertasche. Dreimal am Tag konnte man ihn in der Regel in unserer Wohngegend antreffen. Morgens war er mit Zeitungen, Briefen und Postkarten unterwegs. Gegen Mittag brachte er die Päckchen, die er mit Hilfe seines Fahrrades gerade so transportieren konnte. Am Nachmittag fungierte er als Geldbriefträger, was wohl einer beruflichen Auszeichnung gleichkam.
Natürlich konnte man bei ihm auch Briefmarken kaufen und Briefe und kleinere Päckchen nahm er zum Weitertransport entgegen.
Herr Salzmann war ein geachteter Beamter. Ich habe ihn nie in Eile gesehen.
Insbesondere die Hausfrauen schätzten sein profundes Wissen über die Vorgänge und Ereignisse in der Nachbarschaft. Keine Taufe, kein Todesfall blieb ihm verborgen und die kleinen Streitigkeiten zwischen Nachbarn waren nicht selten Thema, bei den zahlreichen Gesprächen, die er so im Laufe eines Tages während seiner Postzustellung führte.
Am Heiligabend war er natürlich auch unterwegs. Das Besondere an diesem Tag war, dass er für jede Familie in unserem Haus und in seinem übrigen Tätigkeitsbereich eine Karte oder einen Brief zu übergeben hatte. An diesem Tag wanderten die Postsendungen aber nicht in die Briefkästen. Herr Salzmann ließ es sich nicht nehmen an jeder Tür zu klingeln und verbunden mit herzlichen Wünschen zum Fest, Briefe oder Karten zu überreichen. Manch kleiner Gelbetrag oder was damals noch sehr verbreitet war, ein Tütchen mit drei Zigaretten, wurden ihm als Dank für seine Mühen im zurückliegendem Jahr übergeben.
An einem solchen Heiligabend stellte sich  meiner Schwester und mir die Frage: “Wie ist das nur möglich, dass gerade an diesem Tag für jeden ein Brief zu zustellen ist?”
Meine Mutter, welche unser Gespräch verfolgt hatte, fragte: “Ach ihr wisst das nicht? Nun, er sammelt doch schon Tage vor Weihnachten die Post, damit er dann am 24. von jedem ein Trinkgeld bekommt.”
Also denkt mal an Eure Briefzustellerin, die täglich bei Wind und Wetter für wenig Geld, eure Post in den Briefkasten wirft.
Allen die sich ab und an hierher verirren, Frohe Weihnachten!

Ein Klick aufs Bild und ihr gelangt auf den Weihnachtsmarkt in Erfurt