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Must-have! meinte die grüne Ministerin


Wir leben hier in einer sehr angenehmen Wohngegend. Vorwiegend besteht unser Viertel aus alten Gründerzeithäusern, deren Vorgärten gerade in dieser Jahreszeit eine wahre Blütenpracht entfalten. Deshalb hält mancher an dem geschmiedeten Gartenzaun, der den Vorgarten umgibt, inne und betrachtet was da so blüht und duftet.
Der morgendliche Weg zum Bäcker ist hier keine existentielle Notwendigkeit, sondern ein entspannter Spaziergang, der nicht unbedingt die kürzeste Strecke nahelegt. Wir haben auch einen kleineren und einen aus einem alten Friedhof hervorgegangenen größeren Park, in dem unter alten Bäumen Kinder auf einem Spielplatz toben.
Kurzum hier ist es so schön, dass sich auch die Politik mit wichtigen Institutionen wie dem Landtag und dem Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz angesiedelt haben.
Besagtes Ministerium verfügt, wie hier fast jedes Gebäude, über reichlich Vorgartenfläche. Diese bestand bisher aus Rasen und einigen Sträuchern und war wenig ansehnlich. Doch dies hat sich seit einigen Wochen entscheidend verändert. Direkt neben dem Eingang, auf der wie schon gesagt wenig ansehnlichen Rasenfläche, erhebt sich nun eine schwarz grüne Konstruktion mit einer Höhe von drei Metern. Zwölf Blütenblätter stilisieren eine etwas überdimensionierte Blüte.

Dieses Monument schien der „Thüringer Allgemeinen“ den Artikel mit der Überschrift: Selbstvermarktung im Sonnenschein wert. Weiter ist zu lesen: Vor dem Arbeitsort der Bündnisgrünen Umweltministerin Siegesmund steht neuerdings eine Solarblume – warum eigentlich?
Bei der Inbetriebnahme unterstrich die Ministerin die Symbolik für den wachsenden Anteil der Sonnenenergie im Mix der erneuerbaren Energien in Thüringen.
Da sind doch 12.800€ für die Anschaffung und 5.000€ für die Inbetriebnahme gut angelegtes Geld. Die jährlichen Kosten für Wartung sind da noch nicht benannt.
Die Frage der Presseleute nach dem Anteil der durch die Sonnenblume erzeugten Energie am Gesamtbedarf des Ministeriums erbrachte diese Antwort: „Der Jahresverbrauch des Ministeriums beträgt ca. 257.000 Kilowattstunden.“ Der Zweck der Solarblume sei der Bezug zur Energiepolitik, nicht die Einspeisung. „Das tut sie zwar auch, ist aber für den Gesamtbedarf sicher sehr gering und erst bezifferbar, wenn die ersten Zählermessungen vorgenommen wurden.“
Hatten wir nicht nach der gerade stattgefundenen Europawahl wieder einige Journalisten und Politiker, welche auf die Frage, warum die „Grünen“ im Osten so vergleichsweise schlechte Ergebnisse erzielen, achselzuckend eine Antwort suchten?
Solange der Artikel online ist: Thüringer Allgemeine

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Ein Abend mit Alexander Bojcan


Nun haben wir den letzten Gutschein, von denen mir zu meinem Geburtstag etliche überreicht wurden, in Kultur umgesetzt. Nochmals vielen Dank für diese Art Geschenke.
Ihr investiertet 44€ pro Person in einen unterhaltsamen Abend. Dafür mühte sich „Kurt Krömer“ zwei Stunden, um seine Art von Spaß, dem zahlreichen Publikum näher zu bringen. Kurt erklärte uns natürlich auch seinen Namen, bei dem es um die Bezeichnung einer Kunstfigur geht. Es war einfach unumgänglich sagte er, da kein „Schwein“ seinen richtigen Nachnamen „Bojcan“ aussprechen kann, inclusive seiner eigenen Person.
Nun mag der eine oder andere einwenden, was denn ein solcher Abend mit „Kultur“ im weitesten Sinne zu tun habe? Gut, ihr wisst ja über Geschmack lässt sich trefflich Streiten. Also jedem seine Meinung.
Ich gebe zu, einige Späße erschienen uns auch etwas unter der Gürtellinie. Das ist halt wie in der Politik.
Immerhin erhielt Herr Krömer 2011 den Grimme-Preis.

mal ein kleiner Ausschnitt für die absolut Ahnungslosen…

Als ich mich über „Wikipedia“ noch etwas weiter über „Kurt Krömer“, der ja eigentlich mit Nachnamen „Bojcan“ heißt, informieren wollte, fiel mir ein Vermerk auf, den ich so auch noch nicht gesehen hatte:

Also schaut doch mal bei den euch betreffenden Einträgen in besagter Enzyklopädie nach! So etwas muss doch nicht sein. Vor allen Dingen genießt die herrliche Frühlingsluft!

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Frühling und Katrin Weber


Das Wetter der letzten Woche war so schön, dass es hier nicht unerwähnt bleiben soll. Die Märzenbecher im obigen Bild sahen das ebenso und zeigten sich zu einer Zeit in der eigentlich erst Schneeglöckchen und Winterlinge vom nahenden Frühling künden. Heidi und ich hatten die Vermutung in diesem Jahr etwas zeitiger unsere kleine Tour antreten zu müssen, um das Meer von Blüten nicht zu verpassen. Falls ihr in eurer Nähe ebenfalls einen Laubmischwald oder Auwald vorfindet, es wird also Zeit für einen Spaziergang.
Wir nutzen die Tage, an denen es eher grau, kalt und regnerisch ist, um unseren Bedarf an kulturelle Veranstaltungen zu erfüllen. So hatten wir Karten für Katrin Weber erstanden.
Ihr wisst nicht wer die Dame ist? Ich dachte es mir und habe natürlich mal bei „Youtube“ nachgesehen.

Falls ihr euch etwas Zeit für das Video genommen hattet, kämt ihr sicher kaum auf den Gedanken, zur einzigartigen Hochzeit von Sohn oder Tochter, Frau Weber als Küchenhilfe zu engagieren. Jedoch für die späteren Abendstunden könnte mancher Impuls für beschwingte Stimmung sorgen.
So erlebten wir gestern einen solchen Abend. Zwar weilte Frau Weber nicht bei uns, sondern wir besuchten sie zu ihrem Soloprogramm „Nicht zu fassen“ in der „Alten Oper“.
Katrin Weber ist das, was man unter einem Multitalent versteht. Sie ist Sängerin, Kabarettistin, Komödiantin und Entertainerin in einer Person und das im allerbesten Sinne.
Als Publikum ist man nicht nur davon begeistert was sie bringt, sondern vor allem, wie sie es bringt.
So ist in der Art von „My Fair Lady“ über „Die Anstalt“ und „Dinner for One“ alles geboten was unseren Alltag irgendwie ausmacht, ihn aber freundlicher erscheinen lässt als er oft daherkommt.
Also schaut mal, ob sie bei euch in der Nähe einen Auftritt hat. Ihr werdet sicher viel Spaß haben!

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Spill the Beans


Wir lieben ja die Kleinkunstbühnen hier in der Stadt und davon gibt es einige. Nur zehn Minuten von unserem zu Hause entfernt, erfreut sich das „Franz Mehlhose“ großer Beliebtheit. Da wir bei unserem letzten Besuch einen Gutschein gewonnen hatten, suchten wir schon eine Weile nach einer passenden Veranstaltung, um selbigen einzulösen. „Poetry-Slam“ stand auf dem Plan und wir hofften auf einen unterhaltsamen Abend. Was aber ein Dichterwettstreit, so etwa die Übersetzung, mit verschütteten Bohnen (Spill the Beans) zu tuen hat, erschloss sich uns nicht.
Sicher seid ihr da besser als ich, aber dank „Google“ ist die Wissenslücke nun geschlossen.
Wir hatten Evchen und Randolf noch überzeugt mit uns zu kommen und so war die Veranstaltung nicht nur ausverkauft, sondern durch unsere Teilnahme stieg das Durchschnittsalter der Besucher von zwei Jahre bis zur Masterarbeit auf drei Jahre nach Masterabschluss!
Diese Veranstaltungsform verbreitete sich ausgehend von Chicago in den 90er Jahren über den gesamten Globus und generierte im deutschsprachigem Raum eine zahlreiche Anhängerschaft.
Es gab drei Paarungen und eine Publikumsjury bewertete die maximal sechs Minuten dauernden Beiträge, ähnlich wie beim Eiskunstlaufen. Die drei siegreichen Teilnehmer traten nach der Pause zum Finale an.
Im „Mehlhose“ treten weder „A- B-oder C-Promis“ auf. Die Teilnehmer reisten zum Beispiel mit „FlixBus“ an. Die Gagen sind nicht üppig aber die Eintrittspreise auch nicht.
Als Gast erlebten wir übrigens Falk, Musikkabarettist und Liedermacher aus Berlin.
Eine Hommage an die deutsche Sprache im Lied. (Video)

Solltet ihr einmal hier nach Erfurt kommen und ihr habt den Abend noch nicht total verplant, im „Mehlhose“ werdet ihr auch satt und könnt natürlich durch die nette Bedienung einen coolen Drink serviert bekommen. Vielleicht lernt ihr nette Leute kennen und habt Glück ein Kulturprogramm zu erleben.
Das Lokal ist vom Zentrum der Stadt gut zu Fuß erreichbar.
Löberstraße 12, 99084 Erfurt
Noch ein Tipp: Poetry Slam – die deutschsprachigen Meisterschaften U2019 finden in Erfurt statt! ( 2. bis 5. Oktober 2019 )
Falls ihr noch keine rechte Vorstellung habt was euch bei einem „Poetry-Slam“ so erwartet, dann schaut mal den nächste Clip an. Luise Komma Klar war die Gewinnerin an diesem Abend!
In diesem Sinne, spill the Beans oder leg mal los, erzähl mal, wie der Deutsche sagen würde!

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never ending silvesterparty


Sie ist noch nicht vorbei, denn Oscar und Fritz fliegen erst morgen zurück nach Spanien.
Bevor sie Neujahr anreisten, besuchten wir am Silvesterabend die „Himmelspforte“ in der Marktstraße. Es handelt sich um eine der zahlreichen Kleinkunstbühnen hier in der Stadt. Das war eine gute Vorbereitung auf das folgende Kinderprogramm.
Es war laut, es war schrill, ja halt Klamauk von der witzigen aber durchaus sehens- und hörenswerten Sorte.
Winnetou – Blutsbrüder des Baumarkts„, so die sinnreiche Erklärung der beiden Darsteller für das auf der Bühne Dargebotene. Besser kann ich es nicht so recht erklären. Falls ihr in diesem Jahr nach Erfurt kommen solltet, im Hofe des Angermuseums sind einige Vorstellungen geplant.

Mehr war mit Handy und schlechtem Licht nicht möglich!
Winterleuchten auf der „ega“ mit Oscar und Fritz.

Das sind nun die beiden Protagonisten die, für die anhaltende Silvesterstimmung hier im Hause sorgen. Mit ihnen, Silke, Susan und Heidi waren wir bei ungemütlichem Wetter gestern unterwegs um das Spektakel aus Licht und Farbe zu bestaunen.
Übrigens wurde ich Weihnachten reichlich beschenkt! Beispielsweise erhielt ich ein grandioses Buch! Würde ich jeden Tag ein Gramm darin lese, könnte ich es nach rund 11,5 Jahren aus der Hand legen! Falls ihr mehr wissen möchtet: „Beyond the Wall“!
Gute Vorsätze für das bereits begonnene Jahr habe ich wie immer nicht! Meine Familie weis was gut für mich ist! 😉
Nun Schluss! Es drängt die Zeit! Ich werde als Begleitung zum Eishockey benötigt!