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Es ist Ruhe eingekehrt!


Unsere beiden Jungs sind nun bereits in ihrer zweiten Heimat Spanien gelandet. Durch den Streik der Lokführer brachte Heidi Fritz schon zwei Tage früher nach Frankfurt. Oscar war nicht nochmal zu uns gekommen, sondern bei Mutti geblieben, da er sich einen kleinen Infekt eingefangen hatte.
Unsere wichtigste Aufgabe ist es, jedes mal Beschäftigungen zu finden, die es leicht machen auf die verschiedenen elektronischen Kommunikationsmittel wenigstens kurzzeitig zu verzichten.
Bewährt haben sich da Ausflüge zu spannenden Zielen, die eine interessante Geschichte erzählen.
Das sind zum Beispiel alte Burg-und Klosterruinen oder Mordsteine und Sühnekreuze.
So machten wir uns auf nach Paulinzella. Hier findet ihr eine alte Klosterruine, von wo der Weg zu einem Sühnekreuz führt, welches mitten im Wald versteckt, auf halbem Weg nach dem kleinen Ort Singen, einer tragischen Geschichte gewidmet ist.

Solche oder ähnliche Geschichten findet ihr überall im deutschsprachigen Raum und sie sind nicht nur für Kinder eine interessante Bereicherung. Falls ihr mal nach einem passendem Ziel in eurer Gegend sucht, Mordsteine und Sühnekreuze findet ihr hier!

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BUGA 2021 Bendeleben


Zur BUGA, in Erfurt 2021 vom 23. April bis 10. Oktober, ist das Barockdorf Bendeleben offizieller Außenstandort.
Der Ort liegt in einem der ältesten deutschen Siedlungsgebiete, dem Unstruttal. Bedächtig schlängelt sich die Unstrut durchs Thüringer Becken. Sie durchfließt seit Jahrhunderten eine Landschaft deutscher Geschichte von Kefferhausen im Eichsfeld bis nach Naumburg, wo sie in die Saale mündet.
Hier wurde die Himmelsscheibe von Nebra gefunden, das Leubinger Fürstengrab entdeckt, der deutsche Bauernkrieg hatte dort sein Zentrum und Kaiser Barbarossa sitzt seit Juni 1190 in einer Höhle unter dem Kyffhäusergebirge.
Das sind unter anderem so die Dinge, die einem einfallen, wenn man an diese Gegend denkt. Neben diesen gibt es aber eine Reihe von Kleinoden und Geschichten, die es hier zu entdecken gibt. Deshalb finden wir die Idee, über die Verteilung einiger, wenn auch nicht üppiger Finanzmittel auf 25 BUGA-Außenstandorte Aufmerksamkeit zu erwecken, eine gute Sache.
Wir hatten bisher von Bendeleben und seiner historischen Schlossparkanlage, wie der ältesten noch erhaltenen Orangerie im Rokoko Stiel, nie gehört.
Wenn ihr Zeit findet, ich verspreche euch, es lohnt sich einen Abstecher zu machen. Dabei entstehen euch außer den Fahrtkosten keine weiteren Aufwendungen.
Folgt mir einfach ein Stück!

Wir fuhren am Nachmittag weiter nach Bad Frankenhausen zum Kaffee. Unterwegs machten wir noch Station in Gorsleben. Das Dorf wurde einst durch vier Rittergüter beherrscht deren Gebäude teilweise noch gut erhalten sind. Besonders ist aber eine Sonnenuhr. Sie ist eine absolute Rarität! Der Gorslebener Steinmetz Andreas Borns, der sie im Jahr 1698 über die Eingangstür zum Friedhof in die Friedhofsmauer eingepasst hat, tat dies mit großer Kunstfertigkeit.

Der Tod von Gorsleben

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Heidelberg, Speyer, Worms


Diese Städtenamen kenne ich schon aus Kindertagen. Teils tauchten sie im Geschichtsunterricht auf oder sie spielten in Opas dicken Wälzer „Deutsche Heldensagen“ eine wichtige Rolle.
Jedenfalls hatten wir für diese Urlaubswoche Deutschlands geschichtsträchtigsten Orte gewählt.
Unser Übernachtungsort Speyer war auch genau richtig. Von hier erreichten wir Heidelberg wie Worms in weniger als 45 Minuten Fahrzeit mit der S-Bahn.
Da wir für längere Reisen in der Regel die Bahn nutzen, hatten wir auch Wert auf die Lage des Hotels gelegt und trafen mit dem Gästehaus „Maximilian“ in der Karmeliterstraße genau die richtige Wahl. Es liegt mitten in der Altstadt. Der Weg zum Bahnhof beträgt etwa 10 Minuten und zum Dom benötigt man die gleiche Zeit. Am Dom vorbei erreichten wir in 20 Minuten das Rheinufer, wo man in zwei guten Restaurants, mit Blick auf die vorbeigleitenden Schlepper gut essen und trinken kann.
Gefrühstückt haben wir immer auf dem Marktplatz, was sehr angenehm war. Marktplätze haben ja auch einen hohen Unterhaltungswert, denn irgend etwas passiert dort seit hunderten von Jahren immer.
Solltet ihr nach Rheinland-Pfalz kommen, so ist die „LUCA“ App zu empfehlen. Sie findet hier verbreite Anwendung. Es geht aber auch überall mit Zettel ausfüllen. Um die Krypta im Dom zu Speyer zu besichtigen, immerhin sind hier vier Kaiser und vier Könige des Mittelalters bestattet, unterlasst den Versuch Karten über das Internet zu buchen. Die fragten da nach einer Unmenge persönlicher Daten. Einfach den Dom aufsuchen und für 7,50€ erhaltet ihr mit LUCA App Einlass (Eintrag in Liste geht aber auch).
Was immer ihr unternehmt, es mögen schöne und entspannte Tage oder Wochen sein.
Bevor ich einen kleinen Bildbeitrag poste, bitte nachstehenden Hinweis beachten!

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Normalität sieht anders aus…BUGA 2021


Die Dauerkarten hatte Heidi schon zum Jahreswechsel besorgt. Natürlich hatten wir so eine Ahnung, dass es schwierig werden könnte mit dem Besuch der Bundesgartenschau. Die letzte Klarheit bestand dann endlich mit dem Tag der Eröffnung. Hier genügte noch eine Anmeldung im Onlineportal. Am folgenden Wochenende wurde noch zusätzlich ein Test mit 24-stündiger Gültigkeit fällig. Also Anmeldung per Internet, negativer Schnelltest und natürlich eine Eintrittskarte wurden benötigt!
Da wir den Sonntag nutzen wollten, brauchten wir eine Testmöglichkeit, welche bis zum Mittag noch gültig war.
Das klappte dann auch recht gut in einer Apotheke in der Innenstadt. Das Ergebnis war nach etwa 30 Minuten online abrufbar. NEGATIV für uns beide!

Mittlerweile ist für Besucher eine Testmöglichkeit an der angrenzenden Messe eingerichtet.
Da wir im April ein ähnliches Klima wie auf Spitzbergen hatten, war das Grün noch etwas unterentwickelt. Das sollte sich nun aber bald ändern.
Heidi und ich besuchten das Gelände der ehemaligen internationalen Gartenbauausstellung von 1961 „Iga„. Der Park entstand zwischen 1958 und 1961 als „Erste internationale Gartenbauausstellung der sozialistischen Länder“. Die Anlage zählt zu den wenigen Gärten, die in der DDR errichtet wurden und bis heute erhalten sind. Mit der Konzeption war der Landschaftsarchitekt Reinhold Lingner betraut.
Besitzt man eine Dauerkarte, sind natürlich die verschiedenen Außenstandorte nacheinander in Ruhe zu besuchen. Besonders sind wir auf die Gestaltung des Petersberges gespannt.  Die Zitadelle Petersberg ist eine der größten und einzig weitgehend erhaltene barocke Stadtfestung Mitteleuropas.
Bevor wir uns dorthin begeben, besuchen wir aber noch verschiedene kleinere Standorte. Schlosspark Molsdorf haben wir bereits besucht und wollen als nächstes zum Landgut Holzdorf. Dort gab es keine besonderen Formalitäten zu beachte, was natürlich angenehm ist. Hier die 25 BUGA-Außenstandorte!
In der Hoffnung auf bessere Zeiten, einige schöne Stunden auch für euch auf der BUGA 2021.

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Mir geht der Stoff aus!


Seit Jahren schreibe ich hier vierzehntägig einen Beitrag über Reisen, Familie und kulturelle Veranstaltungen. Hin und wieder wird auch mal etwas aus der Küche berichtet oder über die Eliten unseres Landes gemeckert.
Mit letzterem Thema könnte ich natürlich zu täglichen Beiträgen wechseln 😉 Das will ich aber mir und euch gleichermaßen ersparen.
Sehr beliebt sind auch Foodblogs. Ich lese auch regelmäßig einige, die oft recht kreativ und optisch ansprechend gestaltet sind. An den zahlreichen Likes ist deren Beliebtheit ablesbar. Doch möchte ich eigentlich meine thematische Ausrichtung, wegen der gegenwärtigen Einschränkungen nicht verändern. Ich habe durchaus bemerkt, dass es mir nicht allein so geht.
Was tun in dieser Situation?
Ich nutze für die Archivierung meine zahlreichen Bilder Google Fotos. Da ich sehr viele Schnappschüsse zurückliegender Jahre dort gespeichert habe, bekomme ich fast jeden Morgen, bei der Lektüre der News, in der Statusleiste meines Tablets angezeigt, was sich zum gegenwärtigen Datum vor „x“ Jahren ereignete.
Momentan würde auf dem Domplatz ein großes Frühlingsfest, wie in vielen Jahren zuvor stattfinden.

Diese Bilder entstanden vor zwei Jahren, und keiner hätte sich die gegenwärtige Tristes vorstellen können.
In diesem Jahr, am 23. April soll nun die Bundesgartenschau eröffnet werden. Da sehen Heidi und ich noch etliche Fragezeichen. Drückt mal die Daumen, dass unsere erworbenen Dauerkarten ihr Geld wert sind.
Es kann nicht sein, dass wir die schönen Dinge des Lebens nur noch in Fotoalben entdecken können!