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Was ich noch zu Sevilla zeigen wollte


Da sind natürlich die reichlich entstandenen Fotos. Einige habe ich nun ausgewählt, sortiert und teilweise auch etwas bearbeitet. Auch erklärende Worte findet ihr nun im Fotoalbum.
Das Festival der darstellenden Künste von Sevilla (FEST) haben wir besucht und ich dachte es könnte von allgemeinem Interesse sein. Genau wie Sevilla Fiction, das Film-, Serien- und TV-Festival welchem wir unsere Aufmerksamkeit widmeten, ist durch einige Aufnahmen dokumentiert. Oscar hat dort an einem Videoworkshop teilgenommen. Das Ergebnis ist im Clip zu sehen.

Ansonsten findet ihr das was man auf solchen Reisen so fotografiert. Hier die Plaza de España. Wir fanden übrigens auch das Haus des Barbiers von Sevilla, Rossinis berühmtester Oper. Es soll sich in der Calle Vida, 7 befunden haben.

Mit Klick aufs Bild oder Fotos Sevilla könnt ihr unsere Eindrücke nachvollziehen.
Na dann Olé! Schöne Pfingsttage bei herrlichem Wetter.

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Sevilla


Wir hatten einen so schönen April wie seit Jahren nicht. Eigentlich war ein wichtiger Grund für den Trip ins sonnige Spanien entfallen. Dazu war es für diese Jahreszeit in Sevilla recht frisch. Vom Atlantik wehte ständig ein kühler Wind, welcher die Temperaturen, trotz blauem Himmels, nicht über 20 Grad steigen ließ.
Wir flogen am Donnerstag nach Barcelona. Da Oscar und Fritz bis Freitagabend Schule hatten und sie natürlich mitreisten, nahmen wir nach einem Zwischenstopp einen Inlandsflug, der uns freitags von Barcelona, leider mit einer Stunde Verspätung, um 0:00 Uhr in Sevilla landen ließ.
Sevilla, das Doppel “ll“ wird übrigens wie ein “J“ gesprochen, ich wurde wegen der nicht immer korrekten Aussprache mehrfach berichtigt, ist Andalusien, ist maurische Geschichte, ist Stierkampf, ist Flamenco, ist Leidenschaft und Temperament.
Bezüglich des Temperaments erhielten wir im Taxi zum Hotel gleich eine Demonstration. Unser Fahrer übte, bei sehr zügiger Fahrweise, ständig lautstark und gestikulierend Kritik an den anderen Autofahrern. An einer Ampel öffnete er sogar das Beifahrerfenster und beschimpfte den neben uns haltenden Fahrer mit “el tonto“. Wenn wir auch bisher wenig verstanden hatten, diese Vokabel war uns geläufig. Wir hatten sie im freundschaftlichem Disput bei Oscar und Fritz schon vernommen. Damit bezeichnet man im spanischen einen Dummkopf oder Idioten. Glücklicherweise schaltete die Ampel auf grün, so kam es nicht zum Äußersten. Für die unterhaltsame Fahrt von 15 Minuten entrichteten wir einen Pauschalpreis von 25,00 €.
Das Hotel “Novotel“ beherbergte uns für 70,00 € pro Nacht und Zimmer (Normalpreis ab 110 € pro Person). Das “small Breakfast“ war mit 7,00 € sehr üppig und gut.
Wer mit Kindern reist ist hier richtig. Wir hatten so eine Art Familiensuite, das heißt die letzten zwei Zimmer auf dem Gang waren durch eine zusätzliche Tür vom Korridor getrennt. Dadurch entstand ein zusammenhängender Wohnbereich in dem mit Aufbettung 6 Personen reichlich Platz finden. Auch Spielmöglichkeiten für Kinder sind vorhanden.

Pool auf dem Dach unseres Hotels “Novotel” Von dort Blick auf das Stadion vom FC Sevilla

Die Lage ist recht zentral in der Nähe zum Fernbahnhof und drei Minuten zur Metro. Der Weg zur sehenswerten Altstadt beträgt etwa 20 Gehminuten oder zwei Metrostationen. Die Metrokarte kann am Automaten mit 10 € Mindestguthaben gekauft werden. Eine Karte darf durch mehrere Personen genutzt werden. Der Guthabenstand ist bei der Nutzung an den Schranken zu den Gleisen ablesbar.
Wir konnten leider den Königspalast (Alcázar von Sevilla) und die Stierkampfarena (Real Maestranza) nicht besichtigen, da aufgrund der Nachfrage die Tickets ausverkauft waren. Nutzt also die Buchung über das Internet. Da wir noch außerhalb der Saison reisten, ist es sicher auch für das Flamencomuseum (nicht verpassen) und die Kathedrale (größte gotische Kirche Spaniens und eine der größten der Welt) zu empfehlen. Für estudiantes (Studenten) und pensionado (Rentner) gilt meist eine Ermäßigung, oft von 50%!
Durch wunderschöne Parks gelangt ihr bei einem Spaziergang von Hotel “Novotel” zum “Spanischen Platz“(Plaza de España). Er ist ein absolutes Muss. Hier sind auch immer Flamencoaufführungen zu erleben.
Ein Tipp noch zum Essen. Wir entdeckten gleich neben unserem Hotel so eine Art Fastfood Kette “100 MONTATTOS“. Hier aßen und tranken wir so lecker und preiswert wie noch nie auf der iberischen Halbinsel. Auf jedem Tisch stehen Karten, in welche die aus den 100 Sorten Mini Baguettes ausgewählten einzutragen sind. In gleicherweise verfährt man mit den Getränken. Letztlich trägt man seinen Namen ein und wenn in der nur etwa 8m² großen Küche alles erledigt ist, ertönt der entsprechende Name. Abholen und bon Appetit!
bty
bty
Alles, inklusive Getränke für 13 €
Wenn ich meine Bilder sortiert habe, werde ich euch noch einige Eindrücke von dieser schönen und beeindruckenden andalusischen Metropole vermitteln. Bis dahin weiterhin viel Sonnenschein.

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SPRING, FRÜHLING, PRIMAVERA


Alles ist Frühling! So hatten wir bereits ein Fest auf dem Domplatz namens “Altstadtfrühling”;  an diesem Wochenende findet der “Autofrühling”, eine Verkaufsschau an selbigem Ort statt. Die Insekten ernten Honig aus den Blüten der Frühlingsblüher, beim Chinesen kann man die Frühlingsrolle im Biergarten genießen und ob dieses Angebotes werden auch Menschen von Frühlingsgefühlen heimgesucht. Selbst das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite, Sonne satt und entsprechende Temperaturen. Das ist für den Monat April in unseren Gegenden nicht der Normalfall!
So konnten Heidi und ich uns dieser Frühlingseuphorie  auch nicht verschließen.
Zuerst besuchten wir das Fest auf dem Domplatz. Es gab da eine Attraktion, die wir doch einmal gesehen haben wollten. Wer Frühling mit Nervenkitzel und Adrenalin verbindet, sollte sich auf diesem Kettenkarussell in 80m Höhe das bunte Treiben aus der Vogelperspektive betrachten. Wahlweise kann man sich auch bei der Firma von Frau von der Leyen bewerben (ich empfehle ersteres) .
Rummel (24)
Rummel (28)
Heidi und ich selbst, betrachten uns derartige Vergnügungen aus respektablen Abstand.
Wir lieben es aber, unabhängig von der Jahreszeit, unbekannte Orte aufzusuchen. So begaben wir uns zur “Schwedenschanze”. Das ist zwar kein unbekannter Ort, doch aufgesucht hatten wir ihn noch nie. Der schwedische König, Gustav Adolf der II., war durch die Kämpfe des dreißigjährigen Krieges hierher verschlagen wurden. Seinen Namen erhielt das Gelände daher aus der schwedischen Besatzungszeit von Erfurt 1631 bis 1650. Ein Bericht machte mich auf ein noch existierendes Bauwerk aus preußischer Zeit, die damals “bombensichere” Festungsküche aufmerksam. So begaben wir uns zum  Ausgangspunkt unserer kleinen Tour, mit der Straßenbahn, zum Hauptfriedhof. Durch verschiedene Kleingartenanlagen, entlang an Streuobstwiesen, erreichten wir nach etwa 3km besagtes Gebäude. Es war wie alle Tage dieser Woche ein wunderschöner sonniger Frühlingstag.
Schwedenschanze (7)
Schwedenschanze (9)
Hier befindet sich auch ein 1634 errichteter Brunnen von 57m Tiefe. Aber wie so oft, der Weg war das Ziel.

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Duck Racing


Da, wo ich zu Hause bin, tut man hin und wieder eigenartige Dinge und erfreut sich über alle Maßen daran. Zugereiste und Touristen schütteln bisweilen den Kopf und halten uns für behandlungswürdig. Eine völlig unbegründete Sorge!
Am Sonntag startete zum 25. Mal das Entenrennen. Keine Angst liebe Veganer und Tierschützer. Es handelt sich lediglich um Plastiktierchen, welche  in einigen Geschäften für 3€ erstanden werden können. Sie sind mit einer Nummer versehen, die zur Ermittlung des Siegers notwendig ist.
Verblüffend viele, nämlich 6000 Plastikenten, werden jährlich erstanden und zu Wasser gelassen. Dabei verwenden viele Teilnehmer Zeit und Farbe um den Tieren ein tolles Outfit zu verpassen.


Keine Ahnung wie viele Zuschauer das Spektakel verfolgten. Ich rechne mal drei pro Entchen,  so um die 20.000 könnten es bei dem herrlichen Wetter schon gewesen sein.
Also schaut mal, ob auf eurem Badewannenrand  so ein gelbes Quietscheentchen sitzt. Wenn euch kopfschüttelnde Kolleginnen oder Kollegen nichts ausmachen, wir können uns ja nächstes Jahr zum Entenrennen treffen!
(Für besonders interessierte noch ein kleines Filmchen)

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Schnupperkurs im Pflegeheim


oder: Jung sterben ist auch keine Lösung
Ich weiß nicht, warum wir keine Jahresmitgliedschaft für die Pfadfinder geschenkt bekamen?
Wie schon gesagt, Schnupperkurs im Pflegeheim war angesagt. Ihr müsst euch die Sache so vorstellen, einerseits der etwas renitente  über 70 jährige, der ein erlebnisreiches Leben nun im Pflegeheim, mit vielen Anekdoten, ausklingen lässt. Er hat sie schon hundertmal zu allen möglichen Anlässen zum Besten gegeben und er wird sie auch noch häufig vortragen. Also ähnlich wie die Frauen, die die Geburt ihrer Kinder immer wieder, einem mehr oder weniger interessierten Publikum, darbieten.
Der ältere Herr wird durch Sky du Mont verkörpert und zwar recht glaubhaft.
Als Pflegerin und Gegenpart fungierte Christine Schütze. Habt ihr noch nicht gehört? Ging uns ebenso. Eine tolle Künstlerin (KLAVIER & KABARETT)! Allein ihr Charme, machte die Vorstellung den Lebensabend in einem Pflegeheim zu verbringen, doch etwas erträglicher. Wir hatten natürlich auch einen entsprechenden “Pflegebeitrag” zu entrichten. Da es sich um ein Geschenk handelte, kamen wir um diese Kosten herum. Es wären pro Karte 28,90€ fällig gewesen. Das ist gemessen an den Tagessätzen in deutschen Pflegeheimen mit minimal 72,00€ durchaus ein Schnäppchen, auch wenn wir für unser leibliches Wohl selber sorgen mussten. Wir verbrachten einen unterhaltsamen Abend. Sky du Mont las aus seinem neuen Buch, Christine Schütze kontert singend am Klavier.
Aber irgendwie finden wir das Pfadfinderlager besser als den Ausflug ins Altenheim.
Siky du Mont

Die wenigen Klicks hat Frau Schütze nicht verdient! Überzeugt euch selber. Sicher habt ihr viel Spaß dabei!