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Straßennamen haben weit mehr als nur eine postalische Bedeutung


Entschuldigen sie. Können sie mir vielleicht weiterhelfen? Ich suche die Trommsdorffstraße!“
„Moment – ach ja, sie gehen geradeaus in Richtung „Sportcheck“ und dann rechts am Ursuklinenkloser vorbei. Dort angekommen sind sie bereits am Ziel“.
„Vielen Dank und einen schönen Tag“.
„Ebenfalls, ihnen auch“.

Trommsdorff, wer war das doch mal?
Ach, da gibt es in der Bahnhofstraße die Schwanenapotheke“. Die befand sich früher am Anger und fiel dem Bau des gewaltigem Postgebäudes Ende des 19. Jahrhunderts zum Opfer. Das war Trommsdorffs Apotheke.
Seine Verdienste wurden in Erfurt immer geachtet.
Zum Gedenken wurde damals eine Tafel angebracht.
Am 9. Oktober 2007 ließ die Deutsche Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie eine Trommsdorff-Ehrung folgen. An der Hauptpost ist seither ein Medaillon zu sehen, das einer Portraitmedaille von 1835 nachempfunden wurde.

Eine große Trommsdorff-Ehrung am 9. Juni 1990 bildete den Höhepunkt der 3. Tage der Alten Universität Erfurt, dem heutigen Hochschulstraßenfest. Im Barocksaal der Statthalterei am Hirschgarten beging man feierlich den 220. Geburtstag Trommsdorffs.

Eine Goethe und Schillerstraße gibt es ja fast in jeder deutschen Gemeinde und dazu fällt einem hoffentlich etwas Wesentliches ein.
Denkt mal an die vielen Namen von denen ihr schon hörtet aber deren Bedeutung mehr oder weniger unklar ist. Dazu kommen noch jene, von denen ihr nicht einmal gehört habt.
Einige Straßennamen waren im Laufe der Geschichte aus gesellschaftlicher Überzeugung nicht mehr zeitgemäß. Dazu gesellen sich nun neuerdings sogenannte „Aktivisten“, die ordnend in unsere heutigen gesellschaftlichen Prozesse eingreifen wollen. Die „Mohrenstraße“ in Berlin ist so ein Beispiel und hier zu Ort streitet man um das „Boyneburgufer“.
Kurzum, Straßennamen haben weit mehr als nur eine postalische Bedeutung.
Zurück zu der anfangs gesuchten Straße.
Neulich besuchten wir, was wir häufiger tun, das Stadtmuseum in der Johannesstraße. Jeden ersten Dienstag im Monat ist das sogar kostenlos möglich!!! Dort hat man sich viel Mühe gemacht, Einheimischen wie Touristen, nachstehendes Thema näher zu bringen:
„Wer war Johann B.? – Trommsdorff und der Aufbruch in die Moderne“
Eine sehr sehenswerte Ausstellung, die nun etwas verlängert werden soll (Corona geschuldet).
Abschließend noch zwei Dinge, welche verdeutlichen, dass Trommsdorff nicht einfach ein Pharmazeut war.
Im Privatinstitut von Johann Bartholomäus Trommsdorff erwarb Emanuel Merck grundlegende Kenntnisse der Pharmazie. In der Schau sind Abschlusszeugnis und Mikroskop von Merck zu sehen (Im Jahr 2020 Mitarbeiter MERCK KGaA : 58.096 Umsatz: 17,534 Mrd. € ). Soviel zur heutigen Pharmaindustrie.
Zum 50. Geburtstag von Trommsdorff im Jahre 1820 fanden sich 800 Gäste in seiner Heimatstadt aus ganz Europa ein. Für die damalige Zeit eine gigantische Zahl.
Also beim nächsten Stadtbummel, schaut mal auf die Straßenschilder in eurer Heimat. Das kann durchaus sehr interessant sein.
„Vater der Wissenschaft Pharmazie“


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 All You Need Is Love


Irgendwie sollte das neue Jahr hoffnungsvoll und optimistisch beginnen. Da fällt mir leider von den gegenwärtigen Weltlenkern kein vernünftiges Zitat ein! Sicher könnte man die Bibel bemühen und würde bestimmt fündig. Die möchte ich aber weiterhin den Pfaffen überlassen.
Den obigen Titel des heutigen Beitrages habe ich mir bei den Beatles entliehen. Das Lied war Großbritanniens Beitrag zu „Our World“, der ersten globalen Live-Fernsehübertragung und stammt aus dem Jahr 1967. Die Sendung wurde über Satellit ausgestrahlt und von über 400 Millionen Zuschauern in 25 Ländern gesehen. Lennons Text war absichtlich einfach gehalten um für das multinationale Publikum verständlich zu sein.
„Alles was du brauchst ist Liebe“, ist nicht der einzige Song der Beatles, welcher heute noch seine Gültigkeit hat und menschliche Sehnsüchte benennt.
„Give Peace a Chance“ ist ein Antikriegslied, welches von John Lennon geschrieben wurde und mit Yoko Ono in Montreal, Québec,Kanada, aufführte.
Nicht zu vergessen „Imagine“ ein Aufruf für den Frieden, schlechthin die Hymne der Friedensbewegung. (die alten „Grünen“ werden sich schmerzlich erinnern)

ImagineThe Beatles‎

Stell dir vor, es gäbe keinen Himmel,
Es ist einfach, wenn du es versuchst.
Keine Hölle unter uns,
Über uns nur Firmament.
Stell dir vor, alle Leute lebten nur für den Tag.

Stell dir vor, es gäbe keine Länder,
Das ist nicht schwer.
Es gäbe nichts wofür man töten oder sterben müsste,
Und auch keine Religion.
Stell dir vor, alle Leute lebten ihr Leben in Frieden.

Du, du kannst sagen, ich wäre ein Träumer,
Aber ich bin nicht der einzige.
Ich hoffe, eines Tages wirst du dich uns anschließen,
Und dann wird die Welt wie eine einzige sein.

Stell dir vor, es gäbe kein Eigentum,
Ich frage mich, ob du das kannst.
Es gäbe keine Notwendigkeit für Gier oder Hunger,
Die Menschen wären Brüder.
Stell dir vor, alle Menschen würden sich die Welt gemeinsam teilen.

In diesem Sinne, ein Jahr nach euren Wünschen und Träumen!

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Vorfreude ist anders


Es ist grau, nass und mit vier Grad Celsius auch nicht gerade warm.
Blicke ich, wie häufig aus dem Fenster, steht da der japanische Kirschbaum und nichts lässt erahnen wie prächtig er zur Blütezeit aussieht.
Bis dahin vergeht aber noch reichlich Zeit. Nur zwei, irgendwie noch nicht zu Boden gefallene Blätter, bewegen sich leicht im Wind und trotzen widerborstig den Gesetzen der Natur.
Heidi und meine Widerborstigkeit ist nicht ganz so ausgeprägt. Die geplanten Flüge nach Barcelona haben wir gecancelt. Das dies vernünftig sei, wurde uns mehrfach bestätigt und nun glauben wir selbst auch daran.
Meine langjährigen Freunde ließen, aus eben diesen Vernunftgründen, unser monatliches Treffen zum Kartenspiel auch lieber ausfallen. Ausgefallen ist nach eingeschränkter Eröffnungsfeier und zwei tägigem bunten Treiben, auch der Weihnachtsmarkt.
Einige Requisiten hat man nun über die Stadt verteilt. Wenige Buden erhielten die Erlaubnis zur Öffnung. Natürlich ist Glühwein dabei passé.
Nun wollten wir am Mittwoch die Ausstellung „Florales zur Weihnachtszeit“ besuchen aber dies ist nicht mehr möglich gewesen, da auch dort kein Einlass mehr gewährt wird.
Um etwas Farbe in meinen tristen Alltag zu bringen, empfahl mir Heidi mal wieder ein Buch, welches sie kürzlich in der Bibliothek entliehen hatte. Es enthält 14 Kurzgeschichten, was ich ganz praktisch fand. Man ist nicht so im Stress unbedingt in einer bestimmten Zeit das Ende zu erreichen. Die Geschichten widmen sich jedoch ausschließlich dem Thema: Der alternde Mensch auf den letzten Metern des Lebens. Das ist natürlich nicht unbedingt stimmungsaufhellend. Es sind aber herzliche Storys, die einen durchaus, das eine oder andere Lächeln bescheren („Die Küche ist zum Tanzen da“ von Marie Sabine Roger).
Einen Lichtblick aber gab es doch! Herr Gysi und Herr Platzeck erschienen gut gelaunt zur Veranstaltung im Rahmen der Erfurter Herbstlese: „Gysi trifft Zeitgenossen“.
Die Veranstaltung dauerte zwar eine Stunde länger als geplant (halt Politiker), aber es war kurzweilig und informativ.
Mit den nachfolgenden Impressionen vom Rennsteig, bei herrlichem Winterwetter am gestrigen Sonnabend, verabschiede ich mich für dieses Jahr von euch. Allen wunderschöne Feiertage, Gesundheit und ein Wiedersehen im Jahr 2022.

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Der Adventskalender für 2021


Wenn ihr oben auf das Bild oder den Text darunter klickt, landet ihr auf meinem für euch erstellten Adventskalender. Den erstelle ich bereits seit einigen Jahren. Den Anbieter musste ich auch schon wechseln, da die Firmen ab und an ihre Dienste einstellen. Dieser Anbieter, „Tuerchen.com“ bietet schon seit drei Jahren eine einfach zu benutzende Plattform zur Gestaltung an. Sie steht Euch ebenfalls kostenlos zur Verfügung! Es reicht einfach eigene Bilder oder beliebige YouTube Videos einzubinden. Anschließend könnt ihr der Familie, Freunden und Bekannten über einen Link euer Kunstwerk zugänglich machen. Auch auf Facebook ist eine Einbindung möglich (habe ich aber nicht ausprobiert). Die Einbindung auf WordPress ist mir nur auf die hier praktizierte Weise gelungen (Falls es jemand hinbekommt, wäre ein Hinweis nett). Wenn euch die implementierte Werbung stört, ist ein Obolus zu entrichten.
Also versucht es einmal. Es ist allemal unterhaltsamer als immer die gleichen Talkshowgäste im Wohnzimmer rumsitzen zu haben. 😉
Ungeachtet der Unbilden, die scheinbar kein Ende finden, eine schöne und besinnliche Adventszeit.
Wenn ihr die Vorweihnachtszeit liebt, dann schaut auch auf meine aktualisierte Seite:
ADVENT

Es gibt ihn , den Weihnachtsmarkt 2021! Wie lange der Bürgermeister standhält, bleibt abzuwarten, denn Kritik gibt es reichlich.
Zwischenergebnis:
Nach zwei Tagen ist der Markt lt. Landesverordnung geschlossen. Bis Montag warten die Händler nun auf einen „weisen“ Richterspruch“.

Einige Bilder aus besseren Tagen!

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Es ist Herbst


Nicht jeder mag diese Jahreszeit, ist mit ihr doch so eine Art Endzeitstimmung verbunden. Die Tage werden kürzer, Nebelschwaden ziehen durch die Täler, das Laub der Bäume färbt sich in allen möglichen Gelb- und Rottönen, bevor es mit zunehmender Kälte zu Boden fällt und schließlich Raureif Felder und Wiesen überzieht.
Im Herbst begehen wir aber auch traditionell einige Feste. So wird an vielen Orten die Kirmes gefeiert, Erntedankfeste begangen und in unsere Familie fallen einige Geburtstage auf den November. Da bleibt oft kaum noch Platz für einen Arzttermin im Kalender.
Diese grau und etwas triste Jahreszeit verändert auch unsere Gewohnheiten in der Küche. Nicht allein, dass die Küche im Kontrast zum nasskaltem Wetter, als ein behaglicher Ort empfunden wird, stehen uns mit den vielen verschiedenen Kohlsorten, Knollengemüse wie auch Feldsalat und Brunnenkresse reichliche Alternativen zu wässrigen Zuchttomaten zur Verfügung.
Obwohl wir die italienische Küche lieben, tritt sie in dieser Zeit in den Hintergrund.
Besonders spannend ist es, auch immer wenn der japanische Kirschbaum, der etwa dreißig Meter entfernt durch unser Küchenfenster zu sehen ist, in diesen Tagen seine bunten Blätter fallen lässt. Nun können wir unseren Nachbarn wieder auf dem Balkon sehen, wie er frierend einige Züge an seiner Zigarette pafft um dann schnell wieder in der warmen Stube zu verschwinden. Eine ältere Dame kontrolliert die Wäsche auf dem Ständer, um festzustellen, sie ist noch zu feucht, was bei diesem Wetter nicht verwundert. Die schwarze Katze hat ebenfalls noch ihren angestammten Platz auf der Balkonbrüstungt.
Diese und andere Beobachtungen können wir bis in den April hinein machen. Dann sprießen erneut die Knospen auch bei dem japanischem Kirschbaum. Seine üppigen rosa Blüten und das dichte Blattwerk lassen die gegenüberliegende Fassade erneut für ein halbes Jahr verschwinden. Bis dahin ist nun aber noch reichlich Zeit.