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Auf Clueso’s Spuren


Thomas Hübners Eltern dürften sich beim hören des Songs “Junge”, ursprünglich von den “Ärzten” und vor kurzer Zeit sehr erfolgreich gecovert von Heino, an sorgenvolle Tage zurück erinnern.
Nun, er hat es Lehrern und Eltern bewiesen.
Man kennt ihn mittlerweile als “Clueso” und hätte es den Film “Fuck ju Göhte” nicht gegeben, läge sein Bekanntheitsgrad möglicherweise noch vor dem des Geheimrates aus Weimar.Zwinkerndes Smiley

Vergangenen Sonnabend begaben wir uns nun auf Spurensuche. Das Wetter ist ja seit mehr als drei Wochen  erbarmungslos schlecht und da schien uns das Jubiläum, 15 Jahre “Zughafen”, eine lohnende Alternative zum Ausflug in die Natur.
Da die Möglichkeit an einer Führung teilzunehmen bestand, konnten wir mal hinter die Kulissen des “Zughafens” schauen.
Patrick, ein äußerst freundlicher, etwas schlaksig daherkommender Typ, der die Anfänge im jahrelang leerstehenden Bürogebäude der Bahn mitgestaltet hat, begrüßt die etwa 15 Gäste, die sich neben vielen anderen für einen Rundgang interessierten. Er stellt sich als Musiker vor, der sein Projekt “LilaBungalow” betreibt.
Sein Bericht von der Umsetzung, der von Clueso und dessen Manager Andreas Welskop entwickelten Idee, hier ein kulturelles Netzwerk zu schaffen, stieß auf lebhaftes Interesse. Er sprach über die Mühen und tausende Stunden Eigenleistung, die kaum vorhandene Förderung und die Genugtuung über das Erreichte.
Gegenwärtig beherbergt das Haus 40 kleinste und kleinere Firmen, die etwa 200 Mitarbeiter beschäftigen. Das geht über Lichtdesign, Siebdruck, Merchandising, Musik, Holzbearbeitung und einiges mehr.
Clueso haben wir hier nicht getroffen. Er hat sich von vielen Dingen getrennt und so heißt sein neues Album folgerichtig “Neuanfang” (über 4,7 Millionen Klicks auf You Tube).
Doch seine Spuren nahmen wir hier überall war. Sein Name wurde auch bei unserem Rundgang immer wieder genannt.
Als wir uns von Patrick verabschiedeten, wünschten wir viel Glück. Sie brauchen für das Anwesen einen neuen Mietvertrag, denn der bestehende läuft zum Jahresende aus. Also drückt auch mal eure Daumen, damit uns solche Kleinode erhalten bleiben.


Macht weiter liebe Zughafencrew, trotz Neuanfang!

15 Jahre Zughafen Erfurt – 21.-23. April 2017 – mit Visual Artist Dirk Rauscher und Lotus Lumina – Musik und Sounddesign von Clueso

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Vom Eise befreit sind Strom und Bäche…


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Ihr kennt natürlich das Gedicht von Johann Wolfgang Goethe. Deshalb will ich den Text hier nicht weiter ausführen. Eigentlich handelt es sich ja um einen Monolog aus dem “Faust”.
Über die Jahre hat der “Osterspaziergang” sich aber als eigenständiges Gedicht etabliert. So hoffen wir jedes Jahr auf schönes Wetter um unseren ganz eigenen Osterspaziergang zu erleben.
In unserer Gegend gab es nicht viel Natur, die vom Eise befreit werden musste. Gerade eine Woche bescherte hier der Winter eine geschlossene Schneedecke.
Die Aussichten für das Osterwetter sind wie oft recht trübe in diesem Jahr. Deshalb nutzen wir, wann immer es geht, das gerade vorhandene Wetter. So haben Heidi und ich unseren Osterspaziergang quasi schon hinter uns.
Da, wo wir zu Hause sind  gibt es natürlich, dem Geheimrat zu Ehren, einen Goethewanderweg. Er verläuft von Weimar über  Vollersroda – Buchfart – Saalborn – Schwarza – Neckeroda nach Großkochberg. Für die gesamte Strecke benötigt ihr etwa sieben Stunden (28,4 km).
Wir sind den Weg neulich nicht abgelaufen, denn unser Ziel war das am Wege gelegene Saalborn, wo ein alter Schulfreund in herrlicher Umgebung sein zu Hause hat.
In etwa dreijähriger Bauzeit ist hier ein Golfplatz geschaffen worden, der im Jahr 2013 eröffnet wurde.
Nun gehören wir in keiner Weise zu denen, die diesem Sport und seiner Klientel in irgend einer Weise nahe stehen. Trotzdem, möchten wir euch diese Anlage als Osterspaziergang empfehlen. Sie bettet sich wunderschön und harmonisch in die Landschaft zwischen Bad Berka und Blankenhain ein. Ein denkmalgeschützter alter Gutshof wurde gelungen zu einer geschmackvollen Hotelanlage umgebaut. Alles ist frei zugänglich und die Restaurantpreise sind moderat.
Wenn ihr in der Nähe weilt, schaut einfach vorbei, genießt die Natur und anschließend einen Espresso oder Prosecco, ja warum auch nicht beides!?
Jedenfalls für alle ein schönes Osterfest, so wie ihr es euch vorstellt .

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Im Wartesaal zum großen Glück


Es gibt so Sätze wie: „Das also war des Pudels Kern!“ oder „Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.“ In diesem Falle stammen sie, wie manch andere fast sprichwörtlich verwendete Weisheiten aus Goethes “Faust”, was ihr sicher unschwer erkannt habt. Gerne werden sie in Referaten oder öffentlichen Auftritten, wie die uns fast täglich heimsuchenden Talkshows, mehr oder weniger sinnvoll verwendet.
Mir kommt seit Jahren auch ein Vers zu der einen oder anderen Gelegenheit in den Sinn:
…” Im Wartesaal zum großen Glück
Da warten viele, viele Leute
Die warten seit gestern auf das Glück von morgen
Und leben mit Wünschen von übermorgen
Und vergessen, es ist ja noch heute…”

Ich denke, dieses Chanson mit obigem Text erstmals von Hildegard Knef gehört zu haben. Da ich immer, wenn mir die Zeilen in den Sinn kamen eine unglaubliche Aktualität spürte, andererseits aber auch eine erstaunliche Unendlichkeit, als hätten die Menschen schon vor Jahrhunderten diesen Wartesaal aufgesucht, wollte ich es nun doch genauer wissen.
Immerhin lieferte “Google” 4.350 Ergebnisse! Ein untrügliches Zeichen, dass ich nicht der einzige bin, den diese Zeilen interessierten.
Erstaunlich, was ich so alles entdeckte. “Gran Premio Eurovisione della Canzone Europea” so nannte sich im Jahre 1956 der erste “Eurovision Song Contest” der in Lugano in der Schweiz stattfand.
Ein gewisser Walter Andreas Schwarz  präsentierte dieses Lied als ersten deutschen Beitrag bei diesem, heute zum Superevent mutierten, Gesangswettbewerb. Es gab noch einen zweiten deutschen Teilnehmer, der im Gegensatz zu A. Schwarz  nach seinem Auftritt nicht in der Versenkung verschwand, Freddy Quinn.
Interessant ist, dass nur der Siegertitel von Lys Assia bekannt gegeben wurde. So bleibt es ein Gerücht das A.Schwarz  den zweiten Platz erreichte.  Die Bewertungsunterlagen können keinen Aufschluss mehr geben, denn sie wurden vernichtet.
Für besonders Interessierte die Version von Walter Andreas Schwarz 1956

Zurück zu unserem Ausgangspunkt. Sicher wart ihr am Sonnabend rechtzeitig in dem kleinen Laden der Zigaretten und Zeitungen verkauft. Damit etwas mehr an Einnahmenn hängen bleibt  werden hier auch Lottoscheine angenommen. Deswegen wart ihr wieder dort. Ihr kennt den älteren Herrn, der das Geschäft betreibt schon seit Jahren und er wünscht euch jedes Mal seither Glück. Die Zahlen habt ihr in der langen Zeit einmal geändert, was aber keinen Erfolg brachte. Die Enttäuschung am Sonntag nach der Ziehung wird sich in Grenzen halten. Ihr seid schon daran gewöhnt und habt euch im Wartesaal zum großen Glück fast häuslich eingerichtet.  Die Chance für den Gewinn des Jackpots bei 6 aus 49 liegt bei rund 1 zu 140 Millionen. Wahrscheinlich werdet ihr auch noch den nächsten Ladeninhaber kennenlernen.
Es gibt da ein fast 150 Jahre altes Kampflied der Arbeiter. Da wird eine Erkenntnis in folgenden Textzeilen verarbeitet:
…Es rettet uns kein höh’res Wesen,
kein Gott, kein Kaiser noch Tribun
Uns aus dem Elend zu erlösen
können wir nur selber tun!…
In diesem Sinne eine glückliche Woche. Im Wartesaal zum großen Glück könntet ihr ja mal Frühjahrsputz machen.Zwinkerndes Smiley

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Wart ihr schon mal in Altafulla?


Wir sind gerade wieder zurück aus Altafulla. Es handelt sich um einen etwas mehr als 5000 Einwohner zählenden Küstenort an der Costa Daurada, ohne riesige Hotelanlagen. Die Aussprache ist übrigens (Altafuja) . Nachdem ich von Oscar und Fritz mehrfach korrigiert wurde, spreche ich es nun meist richtig aus. Hier seht ihr die beiden bei der Ersteigung eines Monumentes zu Ehren der Castells (Menschenpyramide). Das wäre aber mal ein gesondertes Thema.

Warum reist man in diesen frühen Frühlingstagen nach Spanien, genauer gesagt in die Küstenregion von Katalonien? Natürlich zum Einen wegen der beiden Rabauken aber auch, wegen der bei angenehmen Temperaturen blühenden und duftenden Landschaften.
Der blau blühende Rosmarien duftet, ebenso die wild wachsende Freesien und die Mandelbäume stehen in voller Pracht von  zartem Rosa und strahlendem Weiß.

Da weder Susan, noch die Jungen das Kloster “Santa Maria de Montserrat” kannten, unternahmen wir einen Ausflug in diese bizarre Felsregion etwa 40 Km von Barcelona entfernt. In Monistrol de Montserrat hatte Susan für uns im Hotel “Guilleumes” Übernachtungen gebucht. Wir hätten den Besuch des Klosters auch ohne Übernachtung geschafft, aber Oscar und Fritz lieben Ausflüge mit Schlaf in fremden Betten.
Von hier gelangt man mit einer Zahnradbahn zur 721 m hoch gelegenen  Benediktinerabtei.
Das Kloster ist für die Katalanen der Pilgerort schlechthin. Verehrt wird dort die schwarze Madonna, Schutzheilige der Katalanen (La Moreneta). Was für den Touristen ohne katalanischen Bezug am meisten beeindruckt ist die bizarre Felsenlandschaft.

Spanien ist natürlich nicht nur Berge und Meer. Jede Region hat selbstverständlich ihre kulinarischen Spezialitäten.

Nicht ganz so üppige Schinkenberge dürft ihr mittlerweile auch in hiesigen Supermärkten sehen. Trotz der großen Auswahl von Schinkenspezialitäten  konnte ich eine Sorte nicht finden.
Falls ihr nicht die Absicht habt den Urlaub im sonnigen Spanien zu verbringen, könnt ihr das Geld fürs Flugticket auch in “Pata Negra de Bellota” investieren. Wenn ihr günstig bucht, erhaltet ihr etwa 500gr dieser Schinkenspezialität an Stelle des Flugtickets. Das Ganze ist dann beispielsweise wie  erwartbar bei “Amazon” abzuwickeln.
Was ist das Besondere an diesem Schinken? Grundlage ist das iberische schwarze Schwein, welches natürlich reinrassig sein muss. Nur diese Schinken (100% raza ibérica) dürfen die magische Bezeichnung eines „pata negra“ (Schwarzfuß) führen. Aufwachsen müssen diese Schweine bis zum Zeitpunkt der Schlachtung ausschließlich in freier Natur, wo sie sich in den Korkeichenwäldern von den dort vorkommenden Kräutern und Eicheln ernähren.
Je nachdem wie ihr euch nun entscheidet, gute Reise oder guten Appetit.Zwinkerndes Smiley

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Das alles ist Deutschland


Der Titel der “Prinzen” aus dem Jahre 2001 widmet sich dem Thema, wofür Deutschland steht und welche Erwartungen und Hoffnungen die Interpreten an Deutschland haben. Bei “Youtube” fand ich etliche bildlich unterlegte Versionen. Die nachstehende Videozusammenstellung war ein Schulprojekt,  welches fast 500 000 Klicks aufweist:


Nun sind einige Jahre seither vergangen. Da gibt es möglicherweise einen Ergänzungsbedarf. Was ich da allein in den letzten Tagen in unseren Medien fand, unterstützt meine Vermutung nachhaltig. Neulich, beispielsweise bekam ich von Susan diesen Link zugesandt:
Rathaus-Glockenspiel nach Veganer-Protest geändert
Falls der Link bald nicht mehr zum Ziel führt, um was ging es da eigentlich? Gegenüber dem Limburger Rathaus arbeitet eine Dame, die sich aus Gründen des Tierschutzes an den SPD-Bürgermeister wandte.
Das Glockenspiel vom Rathausturm intoniert verschiedene Volksweisen, darunter auch das Kinderlied “Fuchs du hast die Gans gestohlen”. Nicht der Diebstahl der Gans brachte die Dame auf, sondern die Drohung der Jäger würde gegebenenfalls den Fuchs erschießen. Der Bürgermeister gab ihrem Protest statt. Die Dame ist dem Vernehmen nach übrigens Veganerin.
Das alles ist Deutschland!

Wegen schräger Zeitungsanzeige gegen den Ex-Chef Strafanzeige

Anzeige TA01
Sonnabends bringt Heidi immer die aktuelle Ausgabe der hiesigen Lokalzeitung vom Bäcker mit. Das ist der Tag an welchem wir uns analoges Lesevergnügen und frische Brötchen leisten. Hier fanden wir diese nicht zu übersehende Anzeige. Da stellen sich einem natürlich einige Fragen.
Es soll sich wohl um ein Racheakt handeln und die Klinikleitung hat nun Strafanzeige wegen Verleumdung und Rufschädigung erstattet (der originale Link funktioniert nicht mehr).
Das alles ist Deutschland!

Kommt ein drittes Geschlecht für amtliche Dokumente?
Diese Schlagzeile fand sich in etlichen Magazinen und Zeitungen. Damit beschäftigt sich deutsche Politik ganz ernsthaft! Frau Schwesig (SPD) ist für den Eintrag eines dritten Geschlechtes in amtliche Dokumente. Das Innenministerium, welches eigentlich für das  Personenstandsrecht zuständig ist, sieht erhebliche Schwierigkeiten ein bestimmtes drittes Geschlecht festzulegen. Was tut man in einem solchen Falle? Man installiert eine Arbeitsgruppe. Die gibt es natürlich und wie nicht anders erwartbar, wird sie vor den Bundestagswahlen vermutlich kein schlüssiges Ergebnis präsentieren.
Das alles ist Deutschland!

Kinder sollen Analsex in der Schule spielen
Diese Nachricht ist nicht ganz so frisch aber sie passt exakt zum Thema. Es ist auch nicht nur ein Thema in NRW. Die “Welt” bezog sich aber in ihrem Beitrag auf das bevölkerungsreichste Bundesland. Hier können Kinder schon früh im Unterricht mit Sadomasochismus oder Darkrooms konfrontiert werden.
Frau Yvonne Gebauer, die schulpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, spricht von sexualpädagogischen Auswüchsen in NRW. Dabei bezieht sie sich auf sexualpädagogische Lehrmaterialien, die unter dem Titel „Schule der Vielfalt“ deutschlandweit Lehrern für den Unterricht angeboten werden. Erarbeitet wurden diese Unterrichtsangebote von Sexualpädagogen und
schwul-lesbischen Gruppen. Unter dem Titel „Spielerische Auseinandersetzung mit dem Thema Liebe und Sexualität“ werden „Begriffe aus dem Bereich Liebe, Sexualität und Partnerschaft“ aufgelistet, die von Schülern in der Klasse „pantomimisch dargestellt werden“ sollen. Schreibt Herr Till-Reimer Stoldt in seinem Beitrag.
Das alles ist Deutschland!
Das Wochenende ist Geschichte. Du kommt abgehetzt zu deinem Arbeitsplatz. Der Becher Coffee-to-go ist erst halbleer. Dein Kollege ist noch nicht da und du erfährst, die Grippe hat ihn aus dem Rennen geworfen. Also wird es keinen pünktlichen Feierabend geben. Schon vier Jahre arbeitest du für das gleiche Gehalt. Obwohl du es fest vorhattest, den Chef nach einer Gehaltserhöhung zu fragen, verkneifst du es dir erneut. Er muss ja die neue Toilette einbauen, für das dritte Geschlecht und das versteht du natürlich.
Das alles ist Deutschland!