Veröffentlicht in Familie, Fotos, Jahreswechsel, Kinder

Foto des Jahres


Dem Anfang geht ja immer auch ein Ende voraus. Das ganze zurückliegende Jahr habe ich wie immer eine Menge, mehr oder weniger gelungene, Fotos geschossen.  Das bemerkenswerteste Fot gelang mir aber am 27.12.2017 zu später Stunde. (siehe Bild 1)
Oscar-Fritz-Weihnachten (31)
Wir haben die Situation nur deshalb mitbekommen, weil absolute Stille herrschte. Normalerweise verursachen die Beiden einen Geräuschpegel als wenn Karneval und Silvester gleichzeitig stattfänden. So schaute Heidi vorsichtig nach, was wohl passiert seien könnte? Damit das Idyll nicht durch unbedachte Freudenausbrüche zerstört wurde, bedeutete sie mir, mit Zeigefinger auf ihren Lippen, absolute Ruhe zu bewahren. Da konnte ich den einmaligen Moment nicht nur bestaunen, es gelang mir auch unbemerkt meinen Fotoapparat zu holen und das Ergebnis zeige ich hier gern.
Unten (Bild 2) seht ihr etwa den Normalfall. Diese Art von Bildern habe ich zu hunderten und es werden immer mehr.
Oscar Fritz EGA (8)
Falls ihr noch keine guten Vorsätze für das neue Jahr habt, wie wär’s denn mit Familienplanung?
Meine Fotos sollten als Argumentationshilfe verstanden werden. Nicht zu vergessen, immerhin ist es hier zu Landen noch möglich ohne bürokratische Hürden den praktischen Teil dieser Angelegenheit zu regelnZwinkerndes Smiley (siehe Schweden).
In diesem Sinne, ein tolles Jahr 2018 für alle!

Advertisements
Veröffentlicht in Advent, Familie, Kinder, Kultur & Veranstaltungen

Nikolausüberraschung


AK KopieDía de la Constitución 06.12. (Tag der Verfassung) und Inmaculada Concepción 08.12. (Tag der Unbefleckten Empfängnis) sind in Spanien Feiertage. Durch Entgegenkommen der Schule wurde daraus eine Woche Ferien und so konnten Oscar und Fritz an einer wichtigen Familienfeier in Berlin teilnehmen. Vor dem Rückflug reichte es zu einem Abstecher hierher.  Am Abend vor Nikolaus holten wir sie vom Bahnhof ab. Ihre Schuhe stellten sie umgehend, akkurater als üblich ab, denn wenn sie auch ihren Lebensmittelpunkt in Spanien haben, sind ihnen unsere deutschen Bräuche doch nicht fremd. Fritz hielt es für notwendig noch eine handschriftliche Botschaft in seinen Schuh zu platzieren: ”Bitte Mega, Mega  viel hineinlegen!”
Erstes Ritual, bei Ihren Besuchen, ist meist der Gang zum Frisör. Das war natürlich so kurz vor Heiligabend auch dringend nötig.
Frisoer (21)
Und so sahen wir nach dem Prozedere aus:
Frisoer (26)
Unbedingt musste der Weihnachtsmarkt besucht werden! In dieser Form gibt es so etwas in Spanien nicht. Beim Autoscooter waren bei Fritz die Beine etwas zu kurz. Das sah er letztlich auch nach angemessener Diskussion ein. Oscar überließ ihm aber für eine Tour das Lenkrad und das war eine durchaus großzügige und nicht unbedingt selbstverständliche Geste. Das Riesenrad stellte da weniger spezifische Anforderung und der Blick über die Stadt, die vielen Buden und den Dom bei tief stehender Sonne war wunderschön.
(Dom ist links und hier nicht zu sehen. Was wir sehen ist eine Kathedrale des Rechtsstaates)
Weihnachtsmarkt RR(36)
Weihnachtsmarkt (53)…und die vielen Süßigkeiten, einfach toll…
Was besonders wichtig ist, ist das Eislaufen. Da waren wir dreimal. Das macht dann mal 50,0€. Es ginge auch etwas preiswerter aber eigene Schlittschuhe lohnen noch nicht, da jedes Jahr eine neue Schuhgröße auch neue Schlittschuhe erfordern würde. Die beiden Buben könnten auch alleine gehen, doch besitzen sie weder 100,0€ noch einen Personalausweis oder Führerschein als Pfand zum Ausleihen für die Schlittschuhe. Folglich muss immer ein Erwachsener gefunden werden welcher mitgeht.
Vom Eislaufen ist dann folgendes Video. Das verdient deshalb Erwähnung, weil Oscar seit Kurzem einen eigenen “Youtube” Kanal haben darf. Da hat er natürlich einen Clip erstellt.
(besonders für Freunde der spanischen Sprache)

Die besten Wünsche für ein wie auch immer geartetes Weihnachtsfest. Aber schön sollte es auf jeden Fall sein. Ich hoffe, ihr bekommt das auch ohne Regierung hin!Zwinkerndes Smiley

Veröffentlicht in Advent, Familie, Fotos, Kultur & Veranstaltungen, Weihnachten

Es weihnachtet sehr!


AK KopieIch kann selbst dem grauen, nassen und kalten Schmuddelwetter des Novembers etwas abgewinnen. Wir besuchen dann häufiger Veranstaltungen wie Kino, Theater, Ausstellungen und Ähnliches.
So hatten wir uns Karten für die Buchlesung mit Sven Regener besorgt. Er stellte seinen neuen Roman „Wiener Straße“ vor. Dieser führt uns ins  West-Berlin der 80ziger Jahre und ist bunt und komisch, wie immer bei Sven Regener.
Seine Lesung begann er mit den Worten: “Ich werde jetzt 90 Minuten lesen. Lesen. Lesen. Lesen. Ohne Pause! Manche Leute gehen dann. Dann noch eine Zugabe und wir sind fertig.”
Gleich zu Beginn ein Satz, der nach immerhin 86 Zeilen sein Ende findet. Ob das ein Rekord darstellt weiß ich nicht, versucht aber mal so einen Satz zu lesen (laut und mit richtiger Betonung) .
Allein für diese Leistung verdiente er schon reichlich Applaus!
Mit ähnlichen Worten wie seine Lesung, leitet er auch seine Konzerte mit “Element of Crime” ein. (Sehr hörenswert!)

ForsthausBacken01
Dann war da noch unser handgefertigtes Roggenmischbrot, welches im alten Steinbackofen über Buchenholzfeuer gebacken wurde. Wir hatten es bei unserem letzten Besuch im “Forsthaus Willrode” bestellt.So begaben wir uns also, bei wie oben geschilderten Novemberwetter, auf den Weg. Das Anwesen wirkte durch den ersten Schnee wie mit Puderzucker bestäubt. Wir hielten uns diesmal nicht zu lange auf. Nach einem kleinen Schwätzchen mit dem Imker, der hier regelmäßig Honig anbietet, wärmten wir uns im Backhaus. Unser Brot war gerade aus dem Ofen gezogen worden. Es duftete im ganzen Raum nach den frischen Broten. Als wir die fälligen 3,50€ berappt hatten und das Brot im Beutel verstaut war, begaben wir uns zurück zum Auto, welches nun durch den Duft unseres erstandenen Backwerkes den Eindruck einer fahrenden Backstube vermittelte.
Heidis Kollegen, die nicht hier zu Hause sind und wegen ihrer Arbeit, die sie hierher verschlug, eine Zweitwohnung nutzen, treffen sich oft zu gemeinsamen Unternehmungen. Sie hatten schon in den zurückliegenden Jahren von der schönen Eröffnungsfeier des Weihnachtsmarktes auf dem Domplatz berichtet.
Obgleich es recht kalt war, folgten wir am Dienstag über anderthalb Stunden der wirklich gelungenen Veranstaltung. Zurück zu Hause brauchten wir dann aber doch dringend einen Glühwein.
Euch eine schöne Adventszeit und manch leckeres erwärmendes Getränk.
PS: Natürlich habe ich wieder einen Adventskalender für Euch. Einfach am Seitenanfang aufs Bild klicken, da ihr aber nun schon einmal hier angelangt seid: Sigis Adventskalender!

Oberbürgermeister Bausewein eröffnet den Weihnachtsmarkt in Erfurt

Veröffentlicht in Advent, Essen, Familie, Geburtstag, Genuss, Weihnachten

Heidi backt!


bty
Hier handelt es sich um Nürnberger Lebkuchen
Der  Monat November könnte, nach Absolvierung der vielen Geburtstage in unserer Familie, genau so überschrieben sein (Heidi backt!).
Die Geburtstagsfeierlichkeiten hielten sich in diesem Jahr aus verschiedensten Gründen im bescheidenen Rahmen. Erstmals seit Jahren haben wir zu Heidis Geburtstag ,diesmal wegen Gästemangels, auf den Besuch einer Gaststätte verzichtet.
Das war nur bedingt eine tolle Idee. Die drei Gänge, die wir auftischten, erfreuten zwar nicht nur unseren Gaumen, auch unsere Gäste schienen durchaus angetan. Wehrmutstropfen war der nicht unerhebliche Aufwand.
Die Vorbereitungen und Zubereitung des Mahls sorgt ja noch, in Erwartung eines fantastischen Genusses, für die Ausschüttung von reichlich Dopamin. Beim Anblick des Aufwaschs wurde die Produktion jeglicher Glückshormone jedoch umgehend eingestellt. Nach dem der letzte Teller oder Topf wieder seinen angestammten Platz gefunden hatte, kamen wir zu dem Schluss, dass die meisten Preise im Restaurant wohl doch ihre Berechtigung haben.
Nun haben wir eine völlig andere Situation. Betörender Duft aus der Küche strömt in mein Zimmer; denn wie schon erwähnt: Heidi backt!
Wir lieben diese Zeit. Sie hält vermutlich bis Anfang Dezember an. Dann erwarten wir Oscar und Fritz, die ebenfalls Spaß an dieser vorweihnachtlichen Beschäftigung haben. Sicher wird auch wieder ein neues Rezept ausprobiert und einige Kostproben müssen auch versandt werden.
Verschickt habe ich auch jedes Jahr einen Christstollen, der in unserer Gegend “Schittchen” heißt. Das gestaltet sich diesmal etwas schwieriger als in den zurückliegenden Jahren.
Der Verdrängungswettbewerb in der Backwarenindustrie hat hier zu einigen Insolvenzen geführt. So ist dem auch unser geliebtes  “Elmi-Schittchen” zum Opfer gefallen. Nach unseren umgehend eingeleiteten Verkostungen adäquater Backwaren aus der Region, haben wir die “Konditorei und Bäckerei Bauer” als tauglichen Ersatzlieferanten gewählt.
Nutzt die kühlen und nebligen Tage, macht  etwas, was euch und vielleicht auch Familie und Freunden Freude bereitet.
VLUU L100  / Samsung L100

Veröffentlicht in Familie, Genuss, Natur

Wir lieben Krempel


Vergangenes Wochenende zog Sturmtief „Herwart“, ich glaube so war der Name, auch über unsere Region. Da war unser Plan, das alte Forsthaus, nicht weit von unserem Zuhause aufzusuchen arg in Gefahr. Nach dem Mittagessen, der Sturm hatte sich gelegt, setzten wir uns dann doch ins Auto und hofften unbeschadet unser Ziel zu erreichen. Wir mussten nur einem Ast, der auf der Straße lag, ausweichen und erreichten das alte Anwesen bei recht angenehmen Wetter.
Forsthaus-Willrode-Karte01 Kopie

dav
Wie ihr seht, liegt das Forsthaus Willrode unmittelbar an der A4 und ist leicht zu erreichen. Falls Ihr in Richtung Dresden unterwegs seid, könnt ihr Erfurt-West abfahren und über Egstedt seid ihr in 10 Minuten am Ziel. In Richtung Frankfurt, fahrt ihr Erfurt-Ost ab und erreicht über Schellroda, in eben dieser Zeit das Ziel. Um nicht vor verschlossenem Tor zu stehen, solltet ihr euch auf jeden Fall informieren das eine Veranstaltung stattfindet und ihr so Zugang zu dem sehenswerten historischen Kleinod bekommt (Veranstaltungskalender).
Wir waren schon als Kinder gerne in dem mitten im Wald gelegenen  alten Gemäuer. Damals grunzte noch ein Schwein im Stall und Hühner und Enten bevölkerten den weitläufigen Hof. Das Anwesen stand Besuchern ständig offen und man konnten Limonade, Bier und Bockwurst erhalten. Nach dem Tod des Hausherren fiel die Bockwurst aus dem Angebot, aber bis Anfang der 90-er Jahre war Bier und Brause immer erhältlich.
Heute ist das Tor nur zu Veranstaltungen offen. Es gibt einen Wildverkauf, man kann den Umgang mit der Motorkettensäge erlernen und manches mehr. Nun steht beispielsweise der Weihnachtsmarkt bevor und es werden Christbäume verkauft.
Glücklicherweise ist dieses Baudenkmal nicht, wie manches andere historische Gebäude, Spekulanten in die Hände gefallen, was in den Umbruchjahren der “Wende” keine Ausnahme war. Es wurde liebevoll restauriert und befindet sich in Besitz des staatlichen Thüringer Forstbetriebes.
So ist auch das alte Backhaus wieder instand gesetzt und es wird alle vier Wochen ein Backtag durchgeführt. Es ist schon allein ein Genuss den Duft von frischem Brot zu erfahren. Ist man dabei wenn  die Brote aus dem Ofen gezogen werden und man spürt die Wärme der frischen Brote, dann ist dies eine absolut sinnliche Erfahrung. Es war eigentlich nicht unsere Absicht, aber da die Gelegenheit da war, bestellten wir für Ende November ein so gebackenes Brot.
Unser eigentliches Anliegen war der Erwerb von etwas Honig. Nach Verkostung und einem lockeren Plausch entschieden wir uns für Buchweizenhonig und welchem von den Blüten des Löwenzahns. Heidi war eine hübsch bemalte alte Milchkanne am Stand unseres Imkers aufgefallen. “Ja,” sagte er auf Nachfrage, “ich habe eine Freundin und die bemalt diese mit Acrylfarben in zwei Schichttechnik. Für 85€ gehört sie ihnen.” So, nun steht sie bei uns und bereichert unseren  schon reichlich vorhandenen Krempel um ein weiteres vortreffliches Stück.
Milchkanne03
(Behaupte keiner es handle sich um Kitsch!)
Verein der Freunde und Förderer des Forsthauses Willrode e.V.