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War das nun der sogenannte Wonnemonat?


Fast jeden Abend summte der Teekessel, was es in dieser Häufung bei uns im Monat Mai noch nicht gab. Die Niederschläge waren ja o.k. aber die Temperaturen schon recht niedrig. Nun soll jetzt Schluss mit Bibbern sein! Hoch „Waltraud“ heizt Deutschland ein!? So verkündeten es zumindest verschiedene Meteorologen.
Heidi hatte uns an einem der wenigen sonnigen Vormittage bei der BUGA angemeldet (dies ist momentan nicht mehr notwendig).
Nachdem wir das alte Ausstellungsgelände der „IGA“ bereits besucht hatten, waren wir auf die Neugestaltung des Petersberges sehr gespannt.
Über der Erfurter Altstadt erhebt sich die Zitadelle Petersberg – eine der größten und einzig weitgehend erhaltene barocke Stadtfestung Mitteleuropas. Kommt man aus der Marktstraße in Richtung Domplatz, so ist sie rechterhand des Ensembles von Dom und Severikirche zu sehen. Im 12. Jahrhundert war die Anhöhe über der Stadt schon besiedelt. Zu sehen sind heute noch Teile der Peterskirche. Sie war Klosterkirche des damaligen Benediktinerklosters St. Peter und Paul. Dieses Kloster hatte aufgrund enger Beziehungen zu der nebenan gelegenen Pfalz auf dem Petersberg verschiedene Male die Ehre, deutsche Kaiser und Könige zu beherbergen.
Es lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch dieses geschichtsträchtigen Ortes. Der Zugang zum Festungsgelände wurde neugestaltet. Ein Personenaufzug an der Festungsmauer zum oberen Plateau erleichtert den Aufstieg. Auch der Panoramaweg, der am Domplatz beginnt, ermöglicht es, die Zitadelle selbstständig und ohne weitere Hilfsmittel zu erreichen.
Neben der sehr sehenswerten Gestaltung des weitläufigen Geländes, beeindruckte uns, dass wir in einer Speisekarte verschiedene Mahlzeiten auswählen konnten, einer netten Bedienung unsere Wünsche mitteilen durften und alles wurde appetitlich angerichtet serviert (Ich hoffe ihr könnt euch erinnern).

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Normalität sieht anders aus…BUGA 2021


Die Dauerkarten hatte Heidi schon zum Jahreswechsel besorgt. Natürlich hatten wir so eine Ahnung, dass es schwierig werden könnte mit dem Besuch der Bundesgartenschau. Die letzte Klarheit bestand dann endlich mit dem Tag der Eröffnung. Hier genügte noch eine Anmeldung im Onlineportal. Am folgenden Wochenende wurde noch zusätzlich ein Test mit 24-stündiger Gültigkeit fällig. Also Anmeldung per Internet, negativer Schnelltest und natürlich eine Eintrittskarte wurden benötigt!
Da wir den Sonntag nutzen wollten, brauchten wir eine Testmöglichkeit, welche bis zum Mittag noch gültig war.
Das klappte dann auch recht gut in einer Apotheke in der Innenstadt. Das Ergebnis war nach etwa 30 Minuten online abrufbar. NEGATIV für uns beide!

Mittlerweile ist für Besucher eine Testmöglichkeit an der angrenzenden Messe eingerichtet.
Da wir im April ein ähnliches Klima wie auf Spitzbergen hatten, war das Grün noch etwas unterentwickelt. Das sollte sich nun aber bald ändern.
Heidi und ich besuchten das Gelände der ehemaligen internationalen Gartenbauausstellung von 1961 „Iga„. Der Park entstand zwischen 1958 und 1961 als „Erste internationale Gartenbauausstellung der sozialistischen Länder“. Die Anlage zählt zu den wenigen Gärten, die in der DDR errichtet wurden und bis heute erhalten sind. Mit der Konzeption war der Landschaftsarchitekt Reinhold Lingner betraut.
Besitzt man eine Dauerkarte, sind natürlich die verschiedenen Außenstandorte nacheinander in Ruhe zu besuchen. Besonders sind wir auf die Gestaltung des Petersberges gespannt.  Die Zitadelle Petersberg ist eine der größten und einzig weitgehend erhaltene barocke Stadtfestung Mitteleuropas.
Bevor wir uns dorthin begeben, besuchen wir aber noch verschiedene kleinere Standorte. Schlosspark Molsdorf haben wir bereits besucht und wollen als nächstes zum Landgut Holzdorf. Dort gab es keine besonderen Formalitäten zu beachte, was natürlich angenehm ist. Hier die 25 BUGA-Außenstandorte!
In der Hoffnung auf bessere Zeiten, einige schöne Stunden auch für euch auf der BUGA 2021.

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Winter in Venedig


Falls ihr von Erfurt nach Venedig reisen möchtet, liegt eine Strecke von etwa 943 km mit dem Auto vor euch. Hier in meiner Heimat, genießen wir den Luxus, dass wir beispielsweise vom Domplatz in wenigen Minuten ebenfalls Venedig erreichen!
“Klein Venedig”, das – wie der Name schon andeutet – ein ganz besonderes Flair auszeichnet. Durch eine parkähnliche Wohngegend fließt die Gera, welche durch ihre vielfachen Verzweigungen an diesem beschaulich-schönen Ort kleine Inseln bildet. Ein Spaziergang am Flussufer, das gesäumt ist von Bäumen und den liebevoll gestalteten Gartenterrassen der Anwohner, führt in die kleinen Kopfsteinpflastergassen bis hin zur bekanntesten Brücke in Thüringen.
Bei so herrlichem Winterwetter konnte man vor nunmehr elf Jahren letztmalig diese Idylle genießen. Wenn ihr mögt, könnt ihr mir von der Großen Ackerhofsgasse in Richtung Krämerbrücke folgen.

Nun ist ja, dieses Winterwetter nicht unbedingt jedermanns Sache. Die aufwändige An- und Auszieherei, unwegsame, schlecht geräumte Straßen und dann das Streugut, welches an den Schuhen haftet und das Parkett verunstaltet. Diese Dinge mag ich auch nicht. Trotzdem habe ich mir so ein kindliches Gemüt bewahrt und schaue gerne früh morgens aus dem Fenster und bestaune wie nachts der Schnee eine Idylle in Weiß gezaubert hat.
In diesem Jahr gab es aber noch eine Besonderheit, die 15 Minuten Tagesschau standen durch die Wetterunbilden nicht nur den Virologen und Ministerpräsidenten zur Verfügung! Also bitte liebes Wetter, noch mehr Schnee und Eis!

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Was ist denn ein Promenadologe?


Wenn ihr dazu eine stimmige Erläuterung habt, mein Respekt! Ich wusste das bisher nicht. Am Dienstag stieß ich zufällig auf diese Bezeichnung und nach kurzer Recherche, dachte ich, gibt vielleicht Stoff für einen Beitrag an dieser Stelle.
Abends im ZDF „heute-journal“ werde ich dann plötzlich in einem Beitrag erneut mit diesem Begriff konfrontiert. Auch diesen Redakteuren war der Promenadologe bisher unbekannt.
Blöd – dachte ich, jetzt kommen die mir noch zuvor. Ich schmeiß doch meine mühselige Recherche nun nicht in den Papierkorb!
Also, falls ihr eure berufliche Karriere noch planen solltet, es handelt sich um einen „Spaziergangwissenschaftler“. Es gibt an der Universität Kassel sogar eine ernsthafte Zuwendung zu diesem Thema!
 Im Spazierengehen steckt mehr als man denken mag. Das gemütliche Schlendern ist nicht nur willkommene Abwechslung, sondern hat sogar gesundheitliche Einflüsse. Auch die Wissenschaft belegt die positiven Wirkungen des Spazierengehens.
Wie komme ich auf das Thema?
Heidi und ich gehen sehr gerne spazieren und in diesen Zeiten der Lockdowns und der Isolation ist es eine der wenigen Möglichkeiten Entspannung zu finden. Es war auffallend, wie viele Menschen man plötzlich an eher einsamen Stellen traf, die ebenfalls einfach in Wald und Flur unterwegs waren. Selbst Kinder konnten zu solch unnützen Tun überredet werden, was durch die Schneefälle der letzten Tage nicht sonderlich schwer gefallen sein dürfte.
Als Flaneur in den Geschäftsvierteln der Städte zu bummeln ist keine gute Idee. Die Boulevards sind verweist, Reisen ist praktisch nicht möglich und so gibt es so eine Art Rückbesinnung auf das Spazierengehen.  
Könige, Zaren und Fürsten ließen sich gigantische Parkanlagen erbauen, um nichts anderes zu tun als darin, ungestört vom gemeinen Volk, spazieren zu gehen und dem Müßiggang zu frönen.
Bevor ich euch auf einen kleinen Winterspaziergang mitnehme, noch der Hinweis: Nicht alle Bundesländer sehen Spaziergänge als grundsätzlich gesundheitsförderlich an und haben zu unserem Schutz mannigfache Regeln erstellt. Also erst informieren und dann die Schuhe anziehen!
STAZ Augsburg: Im Zuge der Kontrollmaßnahmen sei wiederholt aufgefallen, dass viele Menschen das grundsätzlich erlaubte Spazierengehen dazu nutzen, sich auf Parkbänken oder anderen Sitzgelegenheiten im Freien niederzulassen, so die Polizei, die betont:
„Dies ist nicht erlaubt!“ 🙂
Bleibt gesund! Vielleicht treffen wir uns völlig unbeschwert zum Osterspaziergang.

Rennsteig Thüringer Wald

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Toi, Toi, Toi für das Jahr 2021


Es ist ja Brauch , sich zu Beginn eines neuen Jahres alle möglichen guten Dinge wie Gesundheit, Glück und Erfolg zu wünschen. Mancher fast auch Vorsätze um Probleme, die ihn schon lange als Hypothek belasten, einer Lösung näher zu bringen. Also entschließt man sich zum wiederholten mal mit dem Rauchen aufzuhören, den Vorsorgetermin beim Arzt zu vereinbaren oder sich häufiger sportlich zu betätigen.
Es soll auch nicht an meinen guten Wünschen für euch fehlen. Möge alles so gelingen wie ihr es euch vorstellt.
Nun da sich die ersten Tage des Jahres schon in die Zeit gefressen haben, drängt sich der Spruch aus Faust auf: „Die Botschaft hör´ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“.
Die Beschwörer der Apokalypse sind schon wieder auf allen Kanälen zu vernehmen.
Ich will mich aber hier nicht auch noch in aller Ausführlichkeit echauffieren.
Heidi und ich versuchen das Thema so gut es geht zu verdrängen. So verschoben wir das Thema Urlaub vorerst auf einen Termin nach Ostern .
Wir haben zum Beispiel gestern mit Freunden einen Neujahrsspaziergang unternommen (zwei Familien vier Personen). Dabei ließen wir uns auch nicht durch gesperrte Wege und morastigen Untergrund abhalten. So erreichten wir Schloss Tiefurt bei Weimar. Unseren Proviant hatten wir natürlich dabei, denn die gastronomischen Einrichtungen stehen ja nicht zur Verfügung. Auf diese oder ähnliche Art, hoffen wir die nächsten Wochen zu bestreiten ohne größeren Schaden zu nehmen. In diesem Sinne nochmals alles Gute für das bereits begonnene Jahr!