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Freikarten


Für ein Thema muss ich mich nun mal entscheiden. Wir haben ereignisreiche Tage hinter uns und damit einige Themen, die ich an dieser Stelle mal erörtern könnte.
Wie im vergangenen Beitrag bereits erwähnt, besuchten wir Ostsachsen, genauer die Stadt Görlitz. Da die Sachsen aber momentan medial überrepräsentiert sind,
will ich mich nur mit einigen Bildern unserer Reise diesem Thema widmen.

(Das ist auch Görlitz!  Die Stadt ist nach der Wende um  etwa 40% geschrumpft und hat noch  etwa 54000  Einwohner. Bei Klick aufs Bild zeige ich aber nur die schöne Seite dieser sehenswerten Stadt.)

Vergangenes Wochenende hatten wir Gelegenheit mit der Deutschen Bahn an einer Testfahrt mit dem neuesten Fernverkehrszug des Unternehmens, dem ICE 4 teilzunehmen. Wir fuhren von Göttingen bis Fulda mit und durften unsere Eindrücke bei einer Onlinebefragung zum Ausdruck bringen. Auch hier haben die Medien schon reichlich berichtet (Bei Interesse benutzt obigen Link). Gestern besuchten wir wie fast jährlich, im Rahmen des sogenannten Herbstleseprogramms mal wieder eine Buchlesung, die uns viel Freude bereitete. Doch auch sie soll heute nicht Gegenstand meines Beitrags sein.
Nach unserer zu tiefst demokratischen Familientradition habe ich mich für dieses Thema entschieden: “Freikarten”!
Sicher wisst ihr kaum wer Herr Rombach ist. Nun, Herr Rombach ist Präsident des hiesigen Fußballklubs “FC Rot-Weiß Erfurt”. Und dieser war tatsächlich mit seinem Pressesprecher, Herrn Mohren in unserem Wohngebiet unterwegs, um den Anwohnern Freikarten für das Fußballspiel gegen den “FC Magdeburg” zu überreichen! Mit vielen Anwohnern sei es dabei auch zu längeren und inhaltlich interessanten Gesprächen gekommen.
Wie andere Einwohner, wohnen wir nur wenige Minuten Gehzeit vom Stadion entfernt. Tatsächlich muss man schon ein glühender Fan des Fußballs und insbesondere des hiesigen Vereins sein, um die alle vierzehn Tage stattfindenden polizeilichen Maßnahmen, die teils fragwürdige Fankultur und das Verkehrschaos klaglos zu ertragen. Das sah nun der Verein ebenso und wollte mit dieser doch etwas ungewöhnlichen Aktion für entgegenkommendes Verständnis werben.
Ein Gespräch mit dem Präsidenten des Fußballklubs war uns zwar nicht vergönnt, doch befand sich in unserem Briefkasten eine Freikarte für erwähntes Spiel. Da Heidi gerne das Ereignis ebenfalls live erleben wollte, fehlte uns aber eine weitere Karte. Eine ältere Dame überließ uns die ihrige, da der  Enkelsohn nicht den erwarteten Gebrauch machte.
So machten wir uns am Sonnabend gemeinsam auf, um ein spannendes Spiel im fast fertigen neuen Stadion zu sehen.
VLUU L100 / Samsung L100
Ja, wir haben ein neues Stadion! Es verhält sich wie bei Großprojekten üblich, der Fertigstellungstermin wurde nicht eingehalten. Ich denke aber bei einer Bausumme
von 40 Millionen € (Es fehlen sicher noch einige Nachträge), ist ein viertel Jahr Verzögerung schon als Erfolg zu sehen!
Normalerweise benötigen wir fünf Minuten um zum Stadion zu gelangen. Ein martialisch ausgerüstetes Polizeiaufgebot machte uns aber unmissverständlich klar, auch 15 Minuten Weg sind in Anbetracht der brisanten Lage keine Zumutung.
Mit dem Vorzeigen und entwerten der Eintrittskarte ist es noch nicht getan. Es folgt ein gründliches Abtasten nach verbotenen Gegenständen. Dann endlich dürfen wir den für uns vorgesehenen Block betreten. Das Bier, welches zum Stressabbau nun unabdingbar ist, enthält natürlich keinen Alkohol, was es aber nicht preiswerter macht.
Als endlich das Spiel begann, war unsere Erwartungshaltung doch einigermaßen gedämpft. Letztlich kam irgendwie kurz vor Abpfiff ein Tor zu Stande! Da es auf der richtigen Seite fiel, gingen wir einigermaßen versöhnt nach Hause.
Bis zum nächsten Stadionbesuch wird es sicher eine Weile dauern. Es muss schon ein sehr besonderes Spiel stattfinden um eine Karte käuflich zu erwerben.Zwinkerndes Smiley
Trotzdem, nichts für ungut und besten Dank Herr Rombach!

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Von Schrittmachern und Stehern


Radrennbahn01Ich nehme euch heute einmal mit, auf die laut Wikipedia älteste noch genutzte Radrennbahn der Welt! Wir waren in diesem Jahr zu zwei Steherrennen. Zum letzten Wettkampf der Saison hatten wir auch Randolf und Evi überzeugt und da Susan für die Wartungsarbeiten ihrer Zähne locker mal 300 Km in Kauf nimmt, war sie zufälligerweise ebenfalls mit zum Rennen.
Wer nun keine Ahnung hat was ein Steherrennen ist, kurz ein Satz: Steherrennen sind Bahnrennen, bei denen der Radrennfahrer (der Steher) hinter einem Motorrad im Windschatten fährt. Wer es genauer wissen möchte klickt auf obigen Link!
In den 50er und 60er Jahren hatten diese Veranstaltungen einen hohen Beliebtheitsgrad. So gab es hier in Erfurt häufiger zehntausend begeisterte Zuschauer. Heute gibt es in Deutschland noch einige  Hochburgen unter anderem Erfurt, Nürnberg, Forst und Leipzig.
Was macht aber den Reiz dieser Veranstaltungen aus. Zuerst ist es eine faszinierende  Sportart, die leider durch die Medien kaum Beachtung findet. Demzufolge fehlen auch ausreichend Förderungen und internationale  Meisterschaften, von Olympischen Spielen träumt hier niemand.
Als Zuschauer findet man aber eine fast familiäre in sich ruhende Stimmung. Es gibt dort keine martialisch  auftretenden Polizeieinheiten. Nur ein zurückhaltend agierender Ordnungsdienst schaut schon mal in einen Rucksack.
Ich habe vom Säugling (mit Gehörschutz ausgerüstet) über Studenten,  bis zum Ehepaar,welches schon vor Zeiten Silberhochzeit feierte, alles angetroffen. Man kommt bei einem Bierchen schnell ins Gespräch und wenn es zufällig einer von den ganz alten Hasen ist, hört man auch schon mal von den tödlich verlaufenden Stürzen in den 50er Jahren.
Die Pausen zwischen den Rennen füllen dann Wettkämpfe der Kinder, welche vor der Kulisse von etwa 2000 Zuschauern natürlich besonders motiviert sind.
Vielleich konnte ich etwas Neugier wecken und ihr besucht irgend eine ähnliche Veranstaltung in eurer Nähe. Wenn Ihr Glück habt, könnt ihr möglicherweise auch mal ein Autogramm von Olympiasiegern ergattern, wie es Heidi bei Kristina Vogel gelangZwinkerndes Smiley
Steherrennen (19)

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schwarz-gelbes Wochenende


Sascha hatte seinen in die Tage gekommenen Onkel endlich zu einem Besuch überreden können. Längst überfällig, sollte er mal das Gefühl “Ruhrpott” und aufs Engste damit verbunden, Borussia Dortmund erfahren.
Da ich mit eingeladen war, machten wir uns am Freitag gemeinsam auf den Weg.
Sascha hatte den Ablauf unseres Besuches genauestens geplant und es sollte auch alles bestens funktionieren. Nur das Ergebnis des sonnabendlichen Spiels entsprach in keiner Weise seiner Planung.
Die Stadiontour mit Museumsbesuch am Freitag war aber sehr interessant und erlaubte Einblicke, die einem für gewöhnlich verborgen bleiben. So gibt es im Stadion einen Polizeibereich mit zwei Verwahrräumen für je etwa 20 Personen. Beeindruckend ist auch die flächendeckende Videoüberwachung. Letztlich erfährt man auch eine ganze Menge über Fußball und Geld.
BVB02
Dieser Artikel (vor etwa 40Jahren) bedarf sicher keines Kommentars.Zwinkerndes Smiley
Zur  Niederlage am Sonnabend kam nun auch ein weiterer Verweis von Trainer Klopp auf die Tribüne. Das ist aber nicht so schlimm. Ich habe hier mal eine passende und preiswerte Interimslösung!
Sigi-Wolf-BVB01
Allen eine Woche ohne unliebsame Überraschungen und schon gar keine Gehaltskürzungen! Nochmals Danke!!! an Sascha.

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Endlich wieder Fußball!


KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA
ERST WENN DER X`TE GROSSINVESTOR EINEN PLASTIKCLUB GESCHAFFEN HAT, DER LETZTE TRADITIONSVEREIN INSOLVENT GEGANGEN IST, DER LETZTE ECHTE FAN VON DEN RÄNGEN VERSCWUNDEN IST, JEDES SPIEL ZU GUNSTEN DER FERNSEHINDUSTRIE VERSCHOBEN WORDEN IST, WERDET IHR FESTSTELLEN, DASS DER VOLKSSPORT FUSSBALL ZU DEM ALLTAG VERKOMMEN IST, AUS DEM IHR URSPRÜNGLICH INS STADION GEFLOHEN SEID!

Die Ferien sind vorbei! Nein, nicht für den gemeinen Werktätigen. Wer aber den Beruf Fußballer ausübt, der muss sich in diesem harten Job, trotz der beginnenden Hundstage, nun höchsten Belastungen stellen. Für diesen Beruf habe ich übrigens noch nie Stellenanzeigen gelesen. Es ist auch einer der wenigen Tätigkeiten, wo keine langjährige Berufserfahrung wichtig ist. Hat der Fußballer diese nämlich vorzuweisen, ist es mit der Karriere schon vorbei und er wird aussortiert. Das ist für die Erfolgreichen in dieser Berufsgruppe kein Beinbruch. Es sollte für die restlichen Jahre einigermaßen reichen.
Vieles ließe sich zu diesem Thema schreiben und es wird auch sehr viel geschrieben. Deshalb will ich es mit meinem Klecks Senf auch hier belassen.
Ich fand nur interessant, was auf obigem Bild, von Fans auf diese Mauer gesprayt wurde. Heidi hatte mich schon vor Wochen darauf hingewiesen. Da dachte ich: Passt vielleicht ganz gut zum Saisonstart.
Wer sich für das Geld hinter diesem Sport interessiert, der sollte mal auf dieser Seite lesen:
http://fussball-geld.de/
Schöne Ferien und falls es noch nicht soweit ist, vielleicht könnt ihr ja den Chef zu seinem  Urlaub überreden.
Natürlich viel Glück für euren Verein; am 09.08. geht es dann endlich auch in der ersten Liga los!