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Ich hab noch Sand in den Schuhen….


Ich hab noch Sand in den Schuhen aus Hawaii, so begann ein erfolgreicher Schlager, den die Älteren noch aus der Hitparade mit Bata Illic kennen und die Jüngeren von Dieter Thomas Kuhn bei einem seiner Konzerte auf der Waldbühne.
Bis Hawaii sind Heidi und ich nicht gekommen, aber vergangene Woche weilten wir auf der wunderschönen Insel Rügen. Wenn wir in früheren Jahren nach einem Inselurlaub wieder zu Hause waren, stellte der Sand in den Koffern und damit natürlich in der Kleidung immer ein Problem dar. Es empfahl sich das Reisegepäck auf dem Balkon oder anderswo im Freien auszupacken. Damit ließ sich eine großflächige Verteilung des Ostseesandes in der Wohnung verhindern. Diese Gefahr besteht heute kaum noch. Von Sellin bis Thiessow führt entlang der Küste eine breite Uferpromenade und ebenfalls ein durchgängiger asphaltierter Radweg. Das waren die etwa 15 km Strandabschnitt, die wir besuchten und durch das angenehme Wetter in bester Erinnerung behalten werden.
Eine Sache fanden wir besonders charmant. In den Bussen auf der Insel hatten Kinder das Kommando. Zumindest durften sie den Fahrgästen die Haltestellen und Umsteigemöglichkeiten ansagen und damit es gerecht zuging, kam an jedem Halt ein anderes Kind zu Wort. Eine sehr nette Idee!
Falls ihr noch etwas Urlaub und ein wenig Geld habt, überlegt nicht ewig. Auch bei Sturm und Regen lassen sich schöne Tage auf Deutschlands größter Insel verbringen!

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BUGA 2021 Bendeleben


Zur BUGA, in Erfurt 2021 vom 23. April bis 10. Oktober, ist das Barockdorf Bendeleben offizieller Außenstandort.
Der Ort liegt in einem der ältesten deutschen Siedlungsgebiete, dem Unstruttal. Bedächtig schlängelt sich die Unstrut durchs Thüringer Becken. Sie durchfließt seit Jahrhunderten eine Landschaft deutscher Geschichte von Kefferhausen im Eichsfeld bis nach Naumburg, wo sie in die Saale mündet.
Hier wurde die Himmelsscheibe von Nebra gefunden, das Leubinger Fürstengrab entdeckt, der deutsche Bauernkrieg hatte dort sein Zentrum und Kaiser Barbarossa sitzt seit Juni 1190 in einer Höhle unter dem Kyffhäusergebirge.
Das sind unter anderem so die Dinge, die einem einfallen, wenn man an diese Gegend denkt. Neben diesen gibt es aber eine Reihe von Kleinoden und Geschichten, die es hier zu entdecken gibt. Deshalb finden wir die Idee, über die Verteilung einiger, wenn auch nicht üppiger Finanzmittel auf 25 BUGA-Außenstandorte Aufmerksamkeit zu erwecken, eine gute Sache.
Wir hatten bisher von Bendeleben und seiner historischen Schlossparkanlage, wie der ältesten noch erhaltenen Orangerie im Rokoko Stiel, nie gehört.
Wenn ihr Zeit findet, ich verspreche euch, es lohnt sich einen Abstecher zu machen. Dabei entstehen euch außer den Fahrtkosten keine weiteren Aufwendungen.
Folgt mir einfach ein Stück!

Wir fuhren am Nachmittag weiter nach Bad Frankenhausen zum Kaffee. Unterwegs machten wir noch Station in Gorsleben. Das Dorf wurde einst durch vier Rittergüter beherrscht deren Gebäude teilweise noch gut erhalten sind. Besonders ist aber eine Sonnenuhr. Sie ist eine absolute Rarität! Der Gorslebener Steinmetz Andreas Borns, der sie im Jahr 1698 über die Eingangstür zum Friedhof in die Friedhofsmauer eingepasst hat, tat dies mit großer Kunstfertigkeit.

Der Tod von Gorsleben

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Heidelberg, Speyer, Worms


Diese Städtenamen kenne ich schon aus Kindertagen. Teils tauchten sie im Geschichtsunterricht auf oder sie spielten in Opas dicken Wälzer „Deutsche Heldensagen“ eine wichtige Rolle.
Jedenfalls hatten wir für diese Urlaubswoche Deutschlands geschichtsträchtigsten Orte gewählt.
Unser Übernachtungsort Speyer war auch genau richtig. Von hier erreichten wir Heidelberg wie Worms in weniger als 45 Minuten Fahrzeit mit der S-Bahn.
Da wir für längere Reisen in der Regel die Bahn nutzen, hatten wir auch Wert auf die Lage des Hotels gelegt und trafen mit dem Gästehaus „Maximilian“ in der Karmeliterstraße genau die richtige Wahl. Es liegt mitten in der Altstadt. Der Weg zum Bahnhof beträgt etwa 10 Minuten und zum Dom benötigt man die gleiche Zeit. Am Dom vorbei erreichten wir in 20 Minuten das Rheinufer, wo man in zwei guten Restaurants, mit Blick auf die vorbeigleitenden Schlepper gut essen und trinken kann.
Gefrühstückt haben wir immer auf dem Marktplatz, was sehr angenehm war. Marktplätze haben ja auch einen hohen Unterhaltungswert, denn irgend etwas passiert dort seit hunderten von Jahren immer.
Solltet ihr nach Rheinland-Pfalz kommen, so ist die „LUCA“ App zu empfehlen. Sie findet hier verbreite Anwendung. Es geht aber auch überall mit Zettel ausfüllen. Um die Krypta im Dom zu Speyer zu besichtigen, immerhin sind hier vier Kaiser und vier Könige des Mittelalters bestattet, unterlasst den Versuch Karten über das Internet zu buchen. Die fragten da nach einer Unmenge persönlicher Daten. Einfach den Dom aufsuchen und für 7,50€ erhaltet ihr mit LUCA App Einlass (Eintrag in Liste geht aber auch).
Was immer ihr unternehmt, es mögen schöne und entspannte Tage oder Wochen sein.
Bevor ich einen kleinen Bildbeitrag poste, bitte nachstehenden Hinweis beachten!

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Wir haben dann mal gebucht!


Nun haben wir uns trotz der permanenten Warnungen vor der „Δ“ Variante, durch den Experten K. Lauterbach und anderer omnipräsenter Fachleute entschlossen zwei Hotelaufenthalte zu buchen! Zuerst werden wir nach Speyer reisen und im Herbst dann an die Ostseeküste.
Eigentlich hatten wir schon im vergangenen Jahr einen Aufenthalt in Heidelberg vorgesehen. Der fiel, wie ihr schon denken könnt, Corona bedingt ins Wasser.
Als wir diese Reise nun erneut planen wollten stellten wir fest, dass es ratsam ist die Coronaverordnungen der Kommunen und Kreise genau zu studieren.
Speyer, in Rheinland-Pfalz gelegen, geht mit den Regelungen, die zu unserem Wohl erlassen wurden, anders um als Heidelberg in Baden-Württemberg. Auf die Details will ich mal verzichten, da diese sich schnell ändern können.
Für uns waren die unterschiedlichen Regelungen Grund uns für Speyer zu entscheiden. Von dort gelangen wir auch in einer Stunde zum eigentlich geplanten Zielort und die Hotelpreise waren sogar günstiger.
Für den Oktober hoffen wir mal wieder einen Flieger nach Barcelona nutzen zu können. Doch da warten wir noch mit einer Buchung.
Vorerst freuen wir uns auf die Hundertwasserausstellung in Apolda. Die kleine Industriestadt ist nur wenige Kilometer entfernt. Ein überaus engagierter Kunstverein sorgt durch seine Aktivitäten immer wieder für überregionales Aufsehen.
Falls ihr in meiner Region zu Hause seid oder einen Besuch planen solltet, dann ist die „Buga“ schon irgendwie Pflicht! Empfehlen möchte ich aber auch die interessanten Außenstandorte, von denen wir einige bereits besucht haben.

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Eifel zu Fuß


Wir sind trotz der angrenzenden Risikogebiete, Belgien und Niederlande, in die Eifel gefahren! Das hatten wir schon für den Mai geplant, doch diesmal haben wir uns nicht durch das Corona-Chaos beirren lassen.
Untergekommen sind wir in Eicherscheid einem Ortsteil von Simmerath. Das war nicht unbedingt das Wunschziel, aber hier hatten wir günstig, im“ Haus Gertrud“, Quartier bekommen und wurden hervorragend verköstigt! Da wir mit dem Auto anreisen konnten, war das auch kein Problem. Normalerweise legen Heidi und ich so weite Strecken in öffentlichen Verkehrsmitteln zurück, dies war aber hier keine zu empfehlende Option. Wir konnten jedoch mit Freunden im Auto mitfahren. So hat die ganze Reise auch Sinn für uns gemacht.
Das Wetter kann man sich ja nun mal nicht aussuchen, aber es gibt bekanntlich kein schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Kleidung. Kurzum, die Fotografen waren nicht ganz begeistert, doch die Wanderer kamen kaum ins Schwitzen und waren zufrieden. Wir haben bei angenehmen Wanderwetter 87 km zu Fuß zurückgelegt und am letzten Tag flohen wir, Sturm und Regen bedingt, nach Aachen.
Die Eifel ist mit 5.300 km² wohl das größte Mittelgebirge in Deutschland. Die meisten Berghöhen liegen so um die 500m, Ausnahme im westlichen Teil. Einzelne bis 700 m hohe Bergrücken wie Schneifel und Hohes Venn sind hier zu finden.
Wir liefen durch ausgedehnte Mischwälder, welche überwiegend durch Buchen und Eichen geprägt waren.
Die baumlosen Eifelhochflächen (um 500 m) östlich des Hohen Venns im Grenzland zu Belgien sind im Winter starken, eiskalten Westwinden ausgesetzt. Hier haben sich die Menschen schon in früher Zeit etwas Beeindruckendes einfallen lassen. Bis zu 300 Jahre alte und 8m hohe Buchenhecken schützen die Häuser vor diesen Unbilden.

altes Haus mit Hecke in Eicherscheid

Falls ihr Spaß an Natur und Wandern habt, besorgt euch den Rother Wanderführer Eifel.
Mit Hilfe dieses Taschenbuches waren wir eine Woche ohne Irrungen und Wirrungen unterwegs. Die Wanderwege im Nationalpark sind hervorragend gekennzeichnet und stimmen auf Punkt und Komma mit den Routen im von mir empfohlenen Büchlein überein.
Nun hoffe ich, ihr kommt aus keinem Risikogebiet und findet wie wir freundliche Aufnahme bei leckerer deutscher Hausmannskost.

Das malerische Monschau in der Eifel, Drehort des TV-Mehrteilers Eifelpraxis und manch anderer Filme.

Unterwegs im herbstlichen Nationalpark Eifel