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Wir lieben das Ausgefallene


Zum Beispiel: Speisen wie Wachtelei im Nest mit Garnelen, eine Ausstellung mit Werken von Salvador Dali oder Beth Ditto live im Konzert.
Nun sind wir aber in einer Situation, wo das Ausgefallene zum Normalfall geworden ist und da hört der Spaß dann doch auf!

SARS-CoV-2


So mussten wir gestern auf die etwas ausgefallene Lisa Eckhard verzichten. Der Abend mit ihr fiel dem Coronavirus zum Opfer. Dabei hatten wir uns über die Karten sehr gefreut.
Noch schlimmer, unsere Flüge nach Barcelona müssen wir aus gleichem Grund umbuchen, auf einen noch zu findenden neuen Termin, und meinem Freund Werner werde ich heute noch benachrichtigen, dass es mit unserem Kartenspiel am Donnerstag wohl auch nichts wird.
Nicht zuletzt lässt der „mdr“ den traditionellen Osterspaziergang ausfallen! Ein No-Go in unserer Gegend.
Immerhin war Heidi und mir nach Talkshows mit drei verschiedenen aber führenden Virologen klar, es geht nur indirekt um die Gefährlichkeit des Virus, ihr kennt den Namen. Das Problem sind die relativ wenigen aber schweren Verläufe und die dann eventuell nicht vorhandenen Intensivbetten der Krankenhäuser.
Am Donnerstag traf sich dann endlich auch unsere Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten/innen der Länder.
Es gab im Anschluss aber keinen gemeinsamen und abgestimmten Fahrplan für die Pandemie, der für alle gleichermaßen gegolten hätte.
Am Freitag und Samstag äußerten sich 16 Regierungschefs mit ihren Maßnahmeplänen, die sich zwar im wesentlichen kaum unterschieden, aber es lebte der feine Unterschied. Nur gut, dass nicht jedes Bundesland noch ein eigenes Verteidigungsministerium unterhält. 😉
Na, dann wünsche ich euch mal viel Gesundheit und falls das nicht klappt, immerhin 60-70% Risiko, dann wenigstens einen milden Verlauf. Wenn ihr mehr Zeit habt als das üblicherweise der Fall ist, lest mal wieder, zum Beispiel „Der Medicus“ von Noah Gordon.

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Halloweensuppe


Vor zwanzig Jahren war Halloween ein mir relativ unbekannter Begriff. Ja, irgendwie hatte ich in amerikanischen Filmen schon mal davon erfahren. Nun hat die Werbebranche auf Betreiben der großen Handelsketten, diesen ursprünglich aus Irland stammenden Brauch, fest in unserem Bewusstsein verankert. So gehört Halloween wohl zu den Werten, die es gegen IS und Taliban auf das entschiedenste zu verteidigen gilt!
Man kann solch archaischen Bräuchen aber auch etwas positives abgewinnen. So spielt der Kürbis in seinen vielfältigen Ausprägungen eine gewisse Rolle. Schon als Kind fand ich die teilweise riesigen Kürbisse in Großvaters Garten beeindruckend. Doch die Suppen und Marmeladen, die meine Oma daraus fertigte, waren absolut nicht mein Geschmack. Seit aber der japanische Hokkaido-Kürbis selbst in unserem Garten wächst, bereiten wir in den letzten Jahren im Herbst öfter ein leckeres Süppchen zu.

Was wird benötigt:
– einen Hokkaido-Kürbis (etwa1kg)
– 500 ml Brühe
– 100 ml Crême fraîche
– 50 ml Kokosmilch
– asiatische Gewürzmischung ((Geschenk von Claudia!) (Chili, Ingwer; Senfsaat, bunter Pfeffer, Szechuan Pfeffer, Zitronengras))
– etwas Knoblauch
– etwas Petersilie
-etwas Kürbiskernöl
Handwerkszeug:
Küchenbrett, ausreichend großer Topf, Schnitzmesser, Sägemesser (Brotmesser) Stabmixer
Es geht Los:
Kürbis waschen und unansehnliche Stellen entfernen. Danach den Kürbis mit dem Sägemesser wie oben aufschneiden. Der Kürbis muss nicht geschält werden. Er ist aber sehr fest und erfordert ein gutes Messer mit dem aufmerksam umgegangen werden sollte.
Nun werden die Kerne entfernt, der Kürbis in handliche Stücke geschnitten und im Topf mit Brühe etwa 20 Minuten gekocht. Mit dem Stabmixer wird alles fein zerkleinert, so dass eine sämige Konsistenz entsteht.

Crême fraîche und Kokosmilch zugeben und kräftig verrühren. Danach kommen noch die Gewürze in die Suppe. Nochmals aufkochen und wir sind fertig.Zwinkerndes Smiley Die Petersilie gebe ich erst zum Servieren auf die fertige Suppe.

Der Vorteil beim Kochen gegenüber dem Backen  besteht bekanntlich darin, dass ich mich nur ungefähr an ein Rezept halten muss. Etwas mehr Chili oder weniger Knoblauch kein Problem. Günstig ist es die Suppe vor dem Verzehr zwei Stunden ruhen zu lassen. Danach aufwärmen und servieren. So können sich die Gewürze besser entfalten. Also dann mal guten Appetit.

 

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Zurück aus dem Krankenhaus


Wenn ich mich schon nicht bei allen abgemeldet habe, so will ich mich doch auf diese Weise bei allen zurückmeldenZwinkerndes Smiley.
Helios SB 02
Hier mein Bett mit Barcode um Verwechselungen vorzubeugen. Künftig sollen die bunten Plastebändchen, wie ihr sie aus eurem All inklusive Urlaub kennt, zur Anwendung kommen. Dann funktioniert die Sache auch, falls ihr euch im Bett geirrt habt.
Als ich die Schwester, welche den Blutzuckerwert ermittelte, danach fragte, ob sie wisse bei wem sie gerade den Wert ermittelt habe; sagte sie: “nö” (das Zettelchen am Bett dient nämlich als Vorlage für den Scanner).
Helios 03
So sieht ein Mittagsmenü aus. Das entspricht etwa dem, was man bei der “Lufthansa” noch vor wenigen Jahren auf einem Mittelstreckenflug serviert bekam.
So ein Krankenhaus der Maximalversorgung, mit 1300 Betten ist es eines der größten im Heliosverbund, spiegelt so ziemlich die gesamte Bandbreite unserer Gesellschaft wieder.
Wenn man kein Einzelzimmer nimmt, sind die Einblicke in das wahre Leben sicher am nachhaltigsten. So teilte ich das Zimmer mit einem ungarischen Handwerker. Er lebt seit 30 Jahren in Deutschland. Seine überwiegend weiblich geprägte Familie sorgte sich liebevoll. Ihn hatte es arg erwischt. Zu seiner Anfangsdiagnose: Schlaganfall, kam nach Einsatz geballter Technik noch ein nicht bemerkter Herzinfarkt und Diabetes.
Das dritte Bett im Zimmer belegte “G”. Er ist trockener Alkoholiker. Haus, Familie und Job hat er so verloren. Nun leidet er unter Epilepsie und sollte medikamentös neu eingestellt werden.
Er konnte nachts so laut schnarchen, dass er die Landung des Rettungshubschraubers locker übertönte.
”G” lebt in einem Heim für Suchtkranke und träumt davon irgendwann mal wieder ein eigenes zu Hause zu haben. Wie man so sagt, ein armes Schwein.
Mit diesen Geschichten werden natürlich Ärzte und vor allem die Schwestern täglich konfrontiert. Dazu bringen wir unsere Ängste und Macken mit und erwarten, dass man uns immer gerecht wird.
Deshalb an dieser Stelle mein Dankeschön. Ich fühlte mich gut betreut. Bei einem Hotel würde ich sagen: “Ich komme gerne wieder”. Bei einem Krankenhaus will mir das nicht über die Lippen.
Eine schöne Woche und vor allem, bleibt gesund.