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 All You Need Is Love


Irgendwie sollte das neue Jahr hoffnungsvoll und optimistisch beginnen. Da fällt mir leider von den gegenwärtigen Weltlenkern kein vernünftiges Zitat ein! Sicher könnte man die Bibel bemühen und würde bestimmt fündig. Die möchte ich aber weiterhin den Pfaffen überlassen.
Den obigen Titel des heutigen Beitrages habe ich mir bei den Beatles entliehen. Das Lied war Großbritanniens Beitrag zu „Our World“, der ersten globalen Live-Fernsehübertragung und stammt aus dem Jahr 1967. Die Sendung wurde über Satellit ausgestrahlt und von über 400 Millionen Zuschauern in 25 Ländern gesehen. Lennons Text war absichtlich einfach gehalten um für das multinationale Publikum verständlich zu sein.
„Alles was du brauchst ist Liebe“, ist nicht der einzige Song der Beatles, welcher heute noch seine Gültigkeit hat und menschliche Sehnsüchte benennt.
„Give Peace a Chance“ ist ein Antikriegslied, welches von John Lennon geschrieben wurde und mit Yoko Ono in Montreal, Québec,Kanada, aufführte.
Nicht zu vergessen „Imagine“ ein Aufruf für den Frieden, schlechthin die Hymne der Friedensbewegung. (die alten „Grünen“ werden sich schmerzlich erinnern)

ImagineThe Beatles‎

Stell dir vor, es gäbe keinen Himmel,
Es ist einfach, wenn du es versuchst.
Keine Hölle unter uns,
Über uns nur Firmament.
Stell dir vor, alle Leute lebten nur für den Tag.

Stell dir vor, es gäbe keine Länder,
Das ist nicht schwer.
Es gäbe nichts wofür man töten oder sterben müsste,
Und auch keine Religion.
Stell dir vor, alle Leute lebten ihr Leben in Frieden.

Du, du kannst sagen, ich wäre ein Träumer,
Aber ich bin nicht der einzige.
Ich hoffe, eines Tages wirst du dich uns anschließen,
Und dann wird die Welt wie eine einzige sein.

Stell dir vor, es gäbe kein Eigentum,
Ich frage mich, ob du das kannst.
Es gäbe keine Notwendigkeit für Gier oder Hunger,
Die Menschen wären Brüder.
Stell dir vor, alle Menschen würden sich die Welt gemeinsam teilen.

In diesem Sinne, ein Jahr nach euren Wünschen und Träumen!

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“Kunsthaus Apolda Avantgarde”


Am vergangenen Mittwoch machten wir unser Vorhaben war und besuchten im Kunsthaus Apolda die Hundertwasserausstellung: „Schönheit ist ein Allheilmittel“.
Da für einen Aufpreis von nur zwei Euro auch die Privatsammlung Wahle: „The Art of John Lennon“ im Glockenmuseum zu besuchen ist, nahmen wir diese Gelegenheit natürlich war.
Auch der hochgeschätzte Geheimrat Goethe besuchte seiner Zeit die Stadt und äußerte sich wie folgt:

Hier ist ein bös Nest und lärmig, und ich bin aus aller Stimmung. Kinder und Hunde, alles lärmt durcheinander…

Gerecht war diese Äußerung bestimmt nicht. Die Stadt hat aber bis heute um ihr Ansehen zu kämpfen. Sie lag weder an einer der wichtigen Handelsstraßen noch gehörte sie zu den zahlreichen Thüringer Residenzstädten. Sie erreichte zwar durch ihre Glockengießer Kunst einige Berühmtheit. Gegossen wurde die berühmte Kölner Dom-Glocke mit einem Durchmesser von 3,22 Metern und einem Gewicht von
24 000 Kilogramm am 5. Mai 1923 im thüringischen Apolda von Heinrich Ulrich.
Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte die Umstellung der Strumpffabrikation auf die Herstellung von modischen Strick- und Wirkwaren. Damit wurde zwar ein Wachstumsschub ausgelöst, doch der größte Teil der Bevölkerung lebte in sehr bescheidenen Verhältnissen. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert.
Umso erfreulicher sind so die Aktivitäten des Kunsthauses zu bewerten. Blättert man das Gästebuch durch, stößt man auf wertschätzende Einträge aus den verschiedenen Regionen Deutschlands. Die jetzige Ausstellung hat bereits über 15.000 Besucher begrüßen können.
Friedensreich Hundertwasser hat uns ein umfangreiches Werk hinterlassen, welches hier eine angemessene Würdigung findet.
Nur wenige Meter vom Kunsthaus entfernt befindet sich das Glockenmuseum. Hier ist „The Art of John Lennon“ eine Privatsammlung von Michael Andreas Wahle, einem begeisterten John Lennon-Kenner, zu sehen. Seit Jahren trägt Wahle Erinnerungsstücke aus dem Leben Lennons zusammen.

„Stell Dir vor, alle Leute leben in Frieden. Du magst sagen, dass ich ein Träumer bin, aber ich bin nicht der Einzige…“

Dem Schöpfer dieser Liedzeile aus einem seiner populärsten Songs „Imagine“ war selbst kein friedliches Ende beschieden: Im Dezember 1980 wurde John Lennon auf offener Straße erschossen.

Solltet ihr in der Nähe weilen, nehmt euch die Zeit für einen Abstecher nach Apolda. Das letzte Mal besuchten wir die Stadt bei kaltem, stürmischem Regenwetter und mussten den Verlust eines Schirmes, der den Wetterunbilden nicht gewachsen war, hinnehmen. Diesmal konnten wir bei Sonnenschein die Stadt und ihre schönen Parkanlagen genießen.