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„Eins, zwei, drei im Sauseschritt eilt die Zeit – wir eilen mit.“ (Wilhelm Busch)


Schon wieder ist es Weihnachten und wenige Tage trennen uns bis zum neuen Jahr.
Ich verkneife mir große Rückblicke in das, was hinter uns liegt und von guten Vorsätzen halte ich auch nicht viel.
Mir folgt hier aber so eine kleine, treue Leserschaft, der ich in meinem letzten Beitrag des Jahres 2022 alles erdenklich Gute wünschen möchte. Also bleibt gesund und optimistisch. Genießt einfach die Tage zwischen den Jahren.
Falls ich es mir nicht noch anders überlegen sollte, werde ich auch im kommenden Jahr den einen oder anderen Einblick aus meinem Alltag hier an dieser Stelle ermöglichen.
Nun erlebt noch einige weihnachtliche Impressionen. Folgt mir dazu in die Gänge unterhalb des Domberges.
Seit mehr als 30 Jahren präsentiert der Egapark Erfurt seine traditionelle Weihnachtsausstellung „Florales zur Weihnachtszeit“ im historischen Felsenkeller an besagter Stelle.

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Der Baum steht!


Jedes Jahr wird unter reger Teilnahme der Menschen hier in der Stadt der Weihnachtsbaum auf dem Domplatz aufgestellt.
Das Ritual erfolgt immer einen Tag nach Martini. Seit über 200 Jahren wird das Martinsfest in Erfurt gefeiert und fünfzig Jahre ist es her, dass beide Kirchen diesen Tag als ökumenisches Fest gemeinsam begehen. Die Katholiken feiern den heiligen Martin und die Protestanten den Geburtstag Martin Luthers.
Hier eine historische Postkarte (Stadtarchiv)

Am diesjährigen 11. November ist nun eine Fichte von ca. 80 Jahren und etwa 24 Meter Höhe sowie einem Stammumfang von 2,65 Metern auf dem Domplatz, mit Hilfe eines 80 Tonnen Autokranes, aufgerichtet worden.
Das Wetter lies bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um 15 Grad eher das nahende Osterfest als das bevorstehende Weihnachten vermuten.
Nach den Corona-Einschränkungen soll es auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt wieder ein buntes Treiben mit Festbeleuchtung und Glühwein wie in alten Zeiten geben.
Hier einige Impressionen des diesjährigen Spektakels:

Für euch gefunden:

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Wir lassen es krachen, egal wie es kommt!


Das war offenkundig der Titel, unter dem gestern Tausende das Oktoberfest auf dem Domplatz feierten.
Eigentlich wurde früher ein Herbstfest durchgeführt, welches ohne alkoholgeschwängertes Festzelt auskam.
Dann gab es irgendwann ein Citymanagement und damit natürlich auch Eventmanager. Laut der eigenen Webseite, erfolgte 2011die Metamorphose Herbstfest zu Oktoberfest und natürlich ein stattliches Festzelt war nun der Magnet. Den Rekord gab es 2018 mit 800.000 Besuchern, die zum Domplatz strömten. In diesem Jahr wurden bereits zur Eröffnung 70.000 vermeldet.
Schon auf meinem gestrigen Weg dorthin, bei fast sommerlichen Temperaturen, waren die Plätze der Außengastronomie durch ein hungriges und gut gelauntes Publikum gefüllt.
Dann auf dem Domplatz ein Gewusel von Alten und Jungen bei lauter Schlagermusik, grellen farbigen Licht und über allem der Dunst von allerlei Gebackenem und Gebratenem. Die Maß Bier ist mit 11,50 Euro einen Euro teurer als 2019 – aber damit immer noch mindestens zwei Euro günstiger als auf dem Oktoberfest in München. Bei den Stromkosten bin ich allerdings überfragt. Es schien auch nur von untergeordnetem Interesse.
Ich selbst wollte ja nur diese Stimmung aufsaugen und einige Bilder schießen. Doch die Masse wollte natürlich feiern und hatte sich in Unkosten gestürzt, um in einer typisch bayrischen Tracht zu erscheinen.
Dann kommt mal mit. Heute ist der letzte Tag!

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Zweimal versetzt!


Das ich zweimal von derselben Dame versetzt wurde, war meiner Erinnerung nach ein Novum. Ja sie ist attraktiv, intelligent auch wortgewandt und blond.
Dies sollte aber doch ein solch abweisendes Verhalten nicht begründen?
Es gibt hier im Zentrum der Stadt einen bekannten Punkt, an dem man sich seit jeher zu Verabredungen traf. Von hier sind es nur kurze Wege zu den Kinos, Theatern und Bars wie Restaurants.
Damit man auch immer die Zeit im Blick hatte, brachte ein Geschäftsmann in den dreißiger Jahren eine knallrote Alpina Uhr mit Schlagwerk an. Irgendwann gab diese dann ihren Geist auf. Nach der Wende stiftete ein Liebhaber Erfurts aus Berlin-Kreuzberg einen neuen Zeitmesser, knallrot, aber funkgesteuert.
Es gab so eine ungeschriebene Regel für ein Rendezvous: maximal wurden 10 Minuten gewartet. Dann entfernte man sich vom vereinbarten Treffpunk. Eventuell blickte man im Gehen noch zweimal zurück, in der Hoffnung es könnte doch noch klappen.
Immerhin hat die Dame sich zweimal für ihr Fernbleiben entschuldigt.
So sollte, allen Vorsätzen zum Trotz, am vergangenen Sonntag, ein dritter Versuch folgen.
Und tatsächlich, da war sie pünktlich um 20:00 Uhr auf der Bühne der „Alten Oper“!

LISA ECKHART

Zu Lisa Eckart lässt sich eine Menge sagen. Das möchte ich mir ersparen. Gebt mal bei Google „Lisa Eckart umstritten“ ein. Da findet ihr die Meinung des Mainstreams. Aber wer ist in diesem Land nicht umstritten, sobald er nur eine eigene Meinung hat und diese gar noch öffentlich äußert.
Also lasst das mit dem Googeln und besorgt euch eine Eintrittskarte für einen Veranstaltungsort in eurer Nähe, bevor derartige Pläne, Corona oder neuestens einer Energiekrise zum Opfer fallen. Bei uns waren die drei Anläufe der Pandemie geschuldet, falls ihr euch erinnert. 😉

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Waren der Geheimrat und der Reformator rechtsradikal?


Rechte Wanderlust So ein Artikel von Timo Büchner in der „Zeit“ vom 20.05.2022!
In meiner Gegend gibt es einen Luther Wanderweg und auch einen Goethe Wanderweg um nur die beiden bekanntesten Wandersleute von hier zu benennen.
Wir sind ja häufig zu Fuß in Deutschland und darüber hinaus unterwegs und mein Blog lebt ja teilweise von den Erlebnissen unserer Touren. Ich werde nach obiger Lektüre aber erst eine Konsultations- und Nachdenkpause einlegen! Ihr könnt ja gerne den Artikel des Antiwanderer (Timo Büchner), Link siehe oben, lesen. Wenn ihr davon nicht sonderlich beeindruckt seid, dann hier die Daten zu den benannten Wanderwegen:
Goethe-Erlebnisweg (einer von vielen)
Lutherweg von Erfurt nach Weimar (ein Beispiel von mehreren)
Nun möchte ich mich mit euch der Kultur zuwenden. Wohl wissend, es ist ja ebenfalls ein vermintes Terrain, wie kürzlich in Kassel zur Documenta zu erleben war.
Folgt mir einfach in die Barfüßer Ruine in Erfurt. Es ist eine von drei Kirchen, die im zweiten Weltkrieg in dieser Stadt zerstört wurden. Das Gotteshaus ist nicht wieder aufgebaut wurden und kündet seither als Mahnmal vom Schrecken dieser Zeit. Sie gehörte zu den schönsten Bettelordenskirchen Deutschlands. Nun wird sie seit vielen Jahren im Sommer als Aufführungsort für vorwiegend Shakespeare Stücke und vielfältige musikalische Veranstaltungen genutzt. Gegenwärtig kann man sich an „Viel Lärm um nichts“ erfreuen. Das erinnert sicher Manchen an seinen Arbeitsalltag!
In diesem Jahr haben wir uns aber für ein Musikprogramm entschieden:
Par-ci, Par-là“ für mich noch auf deutsch: Hier und da. Genau das bekamen wir in virtuoser Weise dann zu hören. Von Bach zu Till Lindemann (Rammstein) und Klezmer war alles dabei. Die Instrumentation Bass, Klarinette, Trompete und Akkordeon lassen erahnen warum wir frenetisch Beifall spendeten.
Wenn keine Veranstaltung ist kann die Ruine besichtigt werden. Ein Weg führt um die Ruine und während der Sommermonate steht auch ab Nachmittag eine kleine Gastronomie zur Verfügung. Ein frisches Bierchen, einen Aperol Spritz oder Kaffee sind erhältlich.
Macht was aus dem Sommer; bald wird es Herbst und Herr Lauterbach ist wieder dran. 😉