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Gleich um die Ecke das Bauhaus


Grundsätzliches

Wir hatten uns vorgenommen das neue Bauhausmuseum, welches zum Jubiläum 100 Jahre Bauhaus in Weimar, als Neubau eröffnet wurde, zu besuchen.
Den ersten Ansturm warteten wir aber erst einmal ab. Außerdem gab es im hiesigen Angermuseum eine Ausstellung „Bauhausmädels“ , welche wir sehr ansprechend fanden. Lange waren die Schülerinnen der legendären Bauhaus-Designschule vergessen.  Eine Würdigung war längst überfällig.
Nun lenkten wir aber am Donnerstag unser Auto in Richtung Weimar. Das Museum war immerhin in letzter Minute fertiggestellt, was ja für deutsche Bauleistungen nicht unbedingt selbstverständlich ist.
Solltet ihr das Auto benutzen, „Greta“ würde euch dringend zur Bahn raten, was natürlich ebenfalls möglich ist. Ihr könnt im Weimarer „Atrium“ parken. Das ist eines der zahllosen Einkaufszentren, von dem ihr nur wenige Minuten zum Bauhausmuseum benötigt.
Habt ihr das geschafft, steht ihr vor dem grauen Betonkubus, den ich hier als erstes Bild zeige.
Ich hatte ja einige Beiträge von Besuchern auf Google Maps gelesen und war mit einer gewissen Skepsis aufgebrochen. Lest selber! Es gibt derzeit 622 Berichte und eine Note von 3,8. Wenn ihr das Museum besucht, werdet ihr schnell feststellen, dass es schon immer eine Polarisierung gegeben hat. Über Geschmack lässt sich nun bekanntlich nicht streiten. Also lasse ich es auch.
Ungeachtet dessen würde ich aber einen Besuch empfehlen. Ihr bekommt nicht nur für schlappe 11,00 € Eintritt in das Bauhausmuseum, sondern auch in das “ Neue Museums Weimar“ und in das „Haus am Horn„. Dazu erhaltet ihr die „Bauhauscard„. Diese hat eine Gültigkeit von zwei Tagen. Wir haben übrigens die Karten online erworben. Da besteht die Möglichkeit eine entsprechende Uhrzeit zu buchen. Dadurch erspart man mögliche Wartezeiten.
Das „Neue Museum“ dient der Präsentation zeitgenössischer Kunst, mit derzeit einer Ausstellung „Van de Velde, Nietzsche und die Moderne um 1900“.
Das „Haus Am Horn“ ist die einzige Architektur, die das Bauhaus in Weimar realisiert hat.
Hierhin könnt ihr mit dem Auto fahren oder mit der Buslinie 1, die unmittelbar am Atrium erreichbar ist. Natürlich kann man auch in Richtung Schloss durch den Ilmpark, am Fluss entlang in Richtung Belvedere, zu Fuß gehen. Links oberhalb des Bienenmuseums findet ihr dann nach etwa einer Stunde „Das Haus am Horn“.
Bauhaus ist aber nicht nur Weimar. Hier einige Stationen, welche vielleicht in eurer Nähe zu finden sind: BAUHAUS ARCHITEKTUR 24 STATIONEN.

Falls euch das Bauhaus egal ist, das Cafe Frauentor solltet ihr auf jeden Fall besuchen!

Cafe Frauentor mit dem leckersten Kuchen der Stadt!

Neubau des Bauhausmuseums

Haus am Horn

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Das Beste am Norden


Es geht auch ohne Flieger. Wir besuchten den Norden der Republik und hatten eine hervorragende CO² Bilanz. Dank der Deutschen Bahn kamen wir auch dort an wo wir hin wollten. Ohne Fachwissen und grenzenlose Geduld, ich glaube, es wäre kaum gelungen. Das aber, ist ein gesondertes Thema!
In Bremerhaven trafen wir uns mit Susan und ihren Jungens im Hotel „Atlantic“. Ich kann dieses Hotel wärmstens empfehlen! Es verfügt über geräumige, große Zimmer, guten Service und Panoramafenster mit fantastischem Blick über die Wesermündung und den Hafen!
Eure Ökobilanz könnt ihr mit einer „grünen“ Zimmerreinigung aufbessern. Das bedeutet, ihr verzichtet auf frische Handtücher und Staubsaugen. Dafür erhält jeder einen Gutschein zur Aussichtsplattform (empfehlenswert).
Susan und die Jungs hatten das Klimahaus auf ihrer Agenda, während Heidi und ich im Internet bereits eine Überfahrt nach Helgoland gebucht hatten.

Blick vom Hotel in Richtung Wesermündung und Hafen

Helgoland ist nicht unbedingt ein „Muss“ schon allein wegen der Überfahrt, die von Bremerhaven aus fast drei Stunden dauert. Mit Rückfahrt sind also sechs Stunden zu veranschlagen. So hat man noch etwa drei Stunden für einen Inselrundgang und den Besuch einer der zahlreichen Shops mit zollfreien Waren. Trotzdem ist es durchaus interessant die Insel zu besuchen. Die Briten ließen ja durch ihre Bombenabwürfe von der ehemaligen Bebauung nichts mehr übrig. Die Bevölkerung wurde vertrieben und konnte erst 1952 zurückkehren.

Auf den Felsbändern des Lummenfelsen brüten dichtgedrängt Trottellumme
Einer der noch sichtbaren Bombentrichter

Interessant ist auch der Besuch des „Deutschen Auswandererhauses“ in Bremerhaven. Ihr dürft mit einer kostenpflichtigen Berechtigung auch nach Herzenslust fotografieren, Die Veröffentlichung der Bilder ist aber nicht gestattet. Erwachsene zahlen 15€ und Kinder 9€ Eintritt.
Ihr erhaltet einen Boarding Pass und eine Art Checkkarte mit der ihr an ausgewiesenen Stationen den Weg eines Emigranten bzw. Immigranten über Audiobeiträge nachvollziehen könnt. Ich folgte beispielsweise Carl Laemmle geboren 17.01.1867 und verstorben 24.09.1939. Es handelt sich immer um Geschichten realer Personen, welche ihr Glück in der Ferne suchten und oft nicht fanden.

Auf der Seebäderkaje, steht eine Skulptur, die eine Auswandererfamilie zeigt. Der amerikanische Bildhauer Frank Varga aus Detroit hat sie 1986 geschaffen.

Von Bremerhaven ging es mit der Bahn nach Bremen. Politisch gesehen bilden beide Städte ja das Bundesland Bremen. Und regiert wird hier mit einer gewissen Gelassenheit, die wohl ihren Ursprung aus den goldenen Zeiten der „Hanse“ hat. Jedenfalls geht man mit den angehäuften Schulden ganz locker um und scheut nicht die öffentliche Darstellung der Verbindlichkeiten.

Für unsere Übernachtung hatte sich Susan etwas Besonderes ausgedacht. Statt in Betten, nächtigten wir in Kojen des Schoners „Alexander von Humboldt“. Das Schiff wurde außer Dienst gestellt und liegt an der Schlachte 1a – Martinianleger auf der Weser.
Seit Mai 2015 steht die „Alexander von Humboldt“ der Öffentlichkeit für Übernachtungen und Veranstaltungen zur Verfügung.
Nur damit ihr mal eine Vorstellung habt, so eine Kabine bietet Platz für vier Kojen auf einer Fläche von etwa 8m². Mit zwei Personen, bei geöffnetem Bullauge, ist es für wenige Übernachtungen durchaus erträglich. Die angrenzende Kabine wurde übrigens als Bad umgebaut und so ist das schon O.K.
Die Lage unseres Schiffes war ideal zur Erkundung der Altstadt, da es nur wenige Minuten zum Marktplatz mit Rathaus, Dom und dem allseits bekannten Denkmal für die „Bremer Stadtmusikanten“ und natürlich dem historischen Roland waren.
Auch das Schnoorviertel war in einem kurzem Spaziergang erreichbar und darf bei einem Besuch der Hansestadt nicht versäumt werden.
Wer den ganzen Tag unterwegs ist, sollte natürlich auch gut essen und trinken. Da empfiehlt sich ein Restaurant, welches uns besonders gefiel. Es hat mit Bremer Tradition nicht viel zu tun, denn Idee, Getränke und Speisekarte kommen aus dem Rheinland. Selbst die Kinder fanden die „Ständige Vertretung“ aber obercool! Ihr bekommt hier neben Getränken und Speisen auch die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland serviert. Kaum ein Quadratzentimeter Wandfläche wurde ausgelassen um nicht ein historisches Foto zu platzieren.
Eine Reise nach Bremen könnt ihr euch dann ersparen, wenn ihr aus Berlin, Hannover oder Köln kommt, denn hier gibt es ebenfalls eine „Ständige Vertretung“.
Ihr seht, es lässt sich trotz völligem Verzicht auf Kerosin, eine ganze Menge erleben und berichten!

Die „Alexander von Humboldt“ das Schiff aus der Bierwerbung von „Becks“, unser Hotel!
Moderne Variante der Bremer Stadtmusikanten vor der Bremer Kunsthalle zum 200. Jahrestag der Skulptur auf dem Markt.

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Nochmal Oscar & Fritz


Das Bild ist zwar schon über 4 Jahre Geschichte, aber ich habe immer wieder Spaß beim Betrachten. Die Beiden haben nicht nur in der historischen Dorfschule im Museumsdorf Hohenfelden ihren Spaß, sondern auch im realen Schulalltag, in einem kleinen katalanisch Urlaubsort.
Der Große hat in der 5. Klasse durchaus ein respektables Pensum zu erledigen. Neben Spanisch stehen als Sprachen Katalanisch, Englisch und auch Französisch auf dem Lehrplan. Der Kleine hat noch kein Französisch.
Dabei müssen sie Deutsch, irgendwie nebenbei, durch Eltern und Verwandtschaft mit erledigen, was auch recht gut gelingt. Die Anforderungen sind schon recht beachtlich und nur mit einem ordentlichen Berg an Hausaufgaben zu erfüllen.
So hatte ein Elternverband 2016 in Spanien zum Protest gegen zu viele Hausaufgaben aufgerufen. Die Lehrerschaft zeigte aber kein Verständnis.
Oscar und Fritz stehen jedoch eher auf der Seite des Elternverbandes!
Noten erhalten die Kinder hier ab der ersten Klasse und die möchten sie auch wissen. Zusammen haben sie in diesem Jahr 15 mal ein „exzellent“ auf dem Zeugnis stehen (Note 1). Es gibt aber für die gleiche Leistung auch ( Sobresaliente ). Den Unterschied muss ich mir aber noch erklären lassen? Der Rest ist dann „notable“ (2 gut).
Was uns immer wieder beeindruckt, jeden Tag zum Unterrichtsanfang, zur Mittagspause wie zum Schulschluss ist die „Policia Lokal“ vor der Schule anzutreffen und sorgt für einen reibungslosen Zugang zur Schule.
Falls ihr einmal diese oder ähnliche merkwürdigen Zeichen auf der Straße sehen solltet, sie dienen zur Orientierung für die jüngsten Schüler, da geht’s entlang zur Schule.
Hier zu Lande ist das alles etwas schwieriger! Also, verliert nicht die Orientierung.

Schulweg für die Kleinen in Spanien
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Tenemos vacaciones escolares!


Wir haben schon unsere Taschen gepackt und sind auf dem Weg zu euch! Na toll! Heidi wird euch morgen in Frankfurt auf dem Flughafen abholen.
Oscar und Fritz haben nun Ferien. Und das bedeutet Kinderbetreuung für die nächsten 12 Wochen. Über das Jahr gibt es in Spanien, im Gegensatz zu Deutschland, nur wenige freie Schultage aber im heißen Sommer dann um so mehr. Da ist eine große und leistungsfähige Familie gefragt! In Deutschland kostet eine Woche Ferienlager so zwischen 250 und 300€. Das mal 12 Wochen und zwei Kinder, dürfte selbst für eine gut verdienende Familie ein stattlicher Betrag sein.
Wir haben auch schon Pläne für die nächsten Tage, doch ob die Jungens diese teilen, muss sich erst herausstellen? Die Hauptsache: das W-Lan ist verfügbar und lahmt nicht. Dann drückt mal die Daumen.

Wir haben Ferien!
Oscar Fritz Wir haben Ferien!
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Must-have! meinte die grüne Ministerin


Wir leben hier in einer sehr angenehmen Wohngegend. Vorwiegend besteht unser Viertel aus alten Gründerzeithäusern, deren Vorgärten gerade in dieser Jahreszeit eine wahre Blütenpracht entfalten. Deshalb hält mancher an dem geschmiedeten Gartenzaun, der den Vorgarten umgibt, inne und betrachtet was da so blüht und duftet.
Der morgendliche Weg zum Bäcker ist hier keine existentielle Notwendigkeit, sondern ein entspannter Spaziergang, der nicht unbedingt die kürzeste Strecke nahelegt. Wir haben auch einen kleineren und einen aus einem alten Friedhof hervorgegangenen größeren Park, in dem unter alten Bäumen Kinder auf einem Spielplatz toben.
Kurzum hier ist es so schön, dass sich auch die Politik mit wichtigen Institutionen wie dem Landtag und dem Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz angesiedelt haben.
Besagtes Ministerium verfügt, wie hier fast jedes Gebäude, über reichlich Vorgartenfläche. Diese bestand bisher aus Rasen und einigen Sträuchern und war wenig ansehnlich. Doch dies hat sich seit einigen Wochen entscheidend verändert. Direkt neben dem Eingang, auf der wie schon gesagt wenig ansehnlichen Rasenfläche, erhebt sich nun eine schwarz grüne Konstruktion mit einer Höhe von drei Metern. Zwölf Blütenblätter stilisieren eine etwas überdimensionierte Blüte.

Dieses Monument schien der „Thüringer Allgemeinen“ den Artikel mit der Überschrift: Selbstvermarktung im Sonnenschein wert. Weiter ist zu lesen: Vor dem Arbeitsort der Bündnisgrünen Umweltministerin Siegesmund steht neuerdings eine Solarblume – warum eigentlich?
Bei der Inbetriebnahme unterstrich die Ministerin die Symbolik für den wachsenden Anteil der Sonnenenergie im Mix der erneuerbaren Energien in Thüringen.
Da sind doch 12.800€ für die Anschaffung und 5.000€ für die Inbetriebnahme gut angelegtes Geld. Die jährlichen Kosten für Wartung sind da noch nicht benannt.
Die Frage der Presseleute nach dem Anteil der durch die Sonnenblume erzeugten Energie am Gesamtbedarf des Ministeriums erbrachte diese Antwort: „Der Jahresverbrauch des Ministeriums beträgt ca. 257.000 Kilowattstunden.“ Der Zweck der Solarblume sei der Bezug zur Energiepolitik, nicht die Einspeisung. „Das tut sie zwar auch, ist aber für den Gesamtbedarf sicher sehr gering und erst bezifferbar, wenn die ersten Zählermessungen vorgenommen wurden.“
Hatten wir nicht nach der gerade stattgefundenen Europawahl wieder einige Journalisten und Politiker, welche auf die Frage, warum die „Grünen“ im Osten so vergleichsweise schlechte Ergebnisse erzielen, achselzuckend eine Antwort suchten?
Solange der Artikel online ist: Thüringer Allgemeine