Veröffentlicht in Familie, Genuss, Gesellschaft, Natur, Politik

Die Einschaltquoten sind nicht eingebrochen.


Mein Blog hat natürlich keine Einschaltquoten sondern Klicks. Die machen aber ebenfalls deutlich, wer sich wann, für welche Themen so interessiert.
Nun werden wir ja durch zwei Ereignisse förmlich medial erdrückt. Da dachte ich, das würde auf das Interesse an meinen Beiträgen Auswirkungen haben. Meiner Eitelkeit nachgebend, stellte ich jedoch  Kontinuität fest.
Nun, Fußball stößt ja seit jeher auf großes Interesse. Doch mittlerweile dauert ja ein Fußballspiel nicht nur 90 Minuten, im Verlängerungsfall  120 Minuten. Unter drei Tagen intensivster Vorberichte und anschließenden Analysen auf allen Sendern, in Tageszeitungen und Nachrichtenmagazinen geht es nicht.
Selbst wo sich die Hände des gestressten Jogi Löw während des Spiels seiner Mannschaft, die ja auch die unsere ist, befanden, ist nicht zu billig um zum medialen Ereignis hochstilisiert  zu werden.
Als wenn der Fußball  nicht schon genug Schlagzeilen liefert, kommt nun auch zur gleichen Zeit der sogenannte “Brexit” ins Spiel.
Da wird völlig ohne Not von Herrn Cameron und seinen Konservativen mal eben eine Volksbefragung  inszeniert. So hat man schwups kein Problem gelöst sondern ein neues geschaffen.
Damit die Dinge sich in Übereinstimmung befinden, fliegt natürlich die englische Fußballmannschaft gleich im Achtelfinale aus dem Wettbewerb. Eine schwache Regierungsmannschaft und eine eben solche Fußballtruppe sind schon etwas beschämend für ein Land mit diesem Anspruchsdenken.
So hoffe ich, dass wir Deutschen wenigstens ein gut funktionierendes Fußballteam haben.
Nun ist es für Heidi und mich, trotz allem Interesse, kaum erträglich dermaßen von zwei solchen Themen beherrscht zu werden.
Es gibt so tolle Dinge, die viel zu oft nicht die nötige Aufmerksamkeit erfahren. Zum Beispiel:
“Wie kommt die Walderdbeere ins Marmeladenglas”?

Hier habe ich mal die Metamorphose der Fragaria vesca zum köstlichen Brotaufstrich dokumentiertZwinkerndes Smiley
Da uns, wie schon erwähnt, die gegenwärtigen Dauerthemen einfach nur nervten und das Wetter  ins Freie einlud, machten wir uns auf zum Sammeln besagter Früchte.
Wir hatten schon vor einigen Jahren eine ergiebige Stelle am Riechheimer Berg entdeckt.  Mit 513 m ist er die höchste Erhebung im Weimarer Land. So verbrachten wir nun in gebückter Haltung um möglichst keine der kostbaren Früchte zu übersehen. Nach zwei Stunden hatten wir eine bescheidene  Menge Beeren gesammelt. (Wir waren schon erfolgreicher)
Natürlich, es ist mühsam zu einem Gläschen Brotaufstrich zu gelangen. Doch es geht ja um mehr. Auf dem Muschelkalkboden wachsen zur Zeit wilde Orchideen (Knabenkraut) und viele andere Blüten erfreuen neben Schmetterlingen und weiteren Insekten auch das menschliche Auge. So befreiend der Toooor-Jubel seien mag, aber die Gesänge von Lärche und Stieglitz sind ein durchaus sinnliches Erlebnis. Nicht zu vergessen der Blick vom Kamm des Berges in die Weite der Landschaft.
Falls ihr nun ausreichend Walderdbeeren gesammelt habt, dann schaut doch mal bei “Chefkoch.de” wie ihr daraus eine Konfitüre bereitet. Dort geht man von einem Kilogramm Früchte aus. Lasst euch nicht entmutigen, wenn ihr nur 500 Gramm geschafft habt. Nehmt einfach die Hälfte Zucker!
Na dann, bon appétit.

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Wer ist denn Ernst Eiswürfel?


Das Schöne am online Zeitunglesen ist, man kann , vorausgesetzt die Kommentarfunktion ist verfügbar, sehen was der geneigte Leser denn so denkt. Sollte er wirres Zeug denken ist es natürlich nicht lesbar.
Als Nichtzahler bin ich zwar hin und wieder ausgesperrt; nichtsdestotrotz ist mir “Ernst Eiswürfel” ans Herz gewachsen! Er ist quasi der Wolfgang Bosbach der hiesigen Lokalzeitung.
Wie Herr Bosbach kaum eine Talkshow auslässt und zu jedem Thema eine dezidierte Meinung hat, selbst für Alice Schwarzer wäre er eine exzellente Vertretung, so ist Ernst Eiswürfel in jeder Diskussionsrunde gleich welchem Themas in der “Thüringer Allgemeinen” zu finden. Ähnliches trifft auch in etwa für:
neuGera, Es geht voran mit Thüringen, Friedhofwärter, Emilio, ingrimm, Bürger Sven zu. (Nicknamen der Kommentatoren)
Im Laufe der Zeit hat sich so eine Art Familienidyll gebildet und ich glaube, man vermisst sich gegenseitig bei Urlaub und Krankheit.
Auffallend ist, dass kaum Frauen an der Diskussion beteiligt sind, auch ist die Auseinandersetzung meist recht sachlich. Nicht das ihr hier einen Zusammenhang vermutet.Zwinkerndes Smiley Ich glaube es liegt eher am fortgeschrittenen Alter der Diskutanten.
Für ein Beispiel habe ich mal das “Snipping Tool” verwendet.
Das Thema:

Eiswürfel5

Die Diskussion (kleiner Ausschnitt):

Eiswürfel1 Kopie
Ihr seht, bei uns im Freistaat geht es recht kuschelig zu. Hier erfährt der Journalist noch Achtung und der Bürger hat kein durch Zornesfalten entstelltes Gesicht!Zwinkerndes Smiley
Wie ich mich nun so mit meinem Protagonisten Ernst Eiswürfel befasste, stieß ich auf mehrere Clips bei “Youtube”.
Da gab es tatsächlich eine Comedy-Serie der ARD, die zwischen 1989 und 1991 in 36 Kurzepisoden lief. Jetzt ist mir auch klar wie E.E. zu seinem Namen kam.
Auch keine Ahnung mehr? Schaut mal rein!

Veröffentlicht in Gesellschaft, Politik

Kein Treffer bei Wikipedia?


weltgemeinschaft01
Ich möchte zwar nicht überall mitreden aber doch wenigstens informiert sein. Also mache ich es wie die meisten von euch und benutze die vielfältige Medienlandschaft.
Anfang des Monats berichteten alle Kanäle und einschlägigen Printmedien über die 9 Milliarden € oder $ (so genau weiß das niemand), die durch die Weltgemeinschaft in Aussicht gestellt wurden um humanitäre Hilfe für Syrien zu leisten.
Aha, endlich mal eine positive Meldung und die auch noch als Aufmacher. Schon allein der Begriff Geberkonferenz ist durch seine biblische Verbürgtheit “Geben ist seliger denn Nehmen” ausgesprochen positiv besetzt. Letztlich handelt es sich bei der Weltgemeinschaft doch sicher auch um etwas Positives?
Eines machte mich aber stutzig, wer oder was ist denn diese “Weltgemeinschaft”?
Es kam mir vor als hätte ich nicht bemerkt, dass das Periodensystem um ein neues Element bereichert wurde.
Alle Medien benutzten unisono diesen Begriff (soviel zur Vielfalt).
Wie ihr seht, gibt es in der Wikipedia nicht mal eine Definition.
Wie ist es da möglich, das von “Bild” über “Zeit”, “ARD” und “ZDF” um nur einige zu nennen, dieser Begriff zum journalistischen Handwerkszeug gehört?
Ich will ja nun nicht in die verbreitete Medienschelte einstimmen, aber fragen möchte ich schon mal.
Was mich weiterhin stutzig machte, bei der ARD war von etwa 70 Staaten die Rede. Schon das wage “etwa” machte mich nachdenklich, denn in der UN sind knapp 200 Staaten organisiert (Ich hab gleich mal geguckt also 193 laut Wikipedia).
Ich wollte es nun genauer wissen und habe weiter gegoogelt. Eine mehrfach auch auf anderen Seiten gepostet Erklärung fand ich hier:
Wer ist die Weltgemeinschaft überhaupt?
Da nichts Offizielles zu finden war, ist das immerhin ein Stück Erkenntnisgewinn.
Scheinbar ist es so ähnlich wie mit Mehrfruchtmarmelade. Es kann alles mögliche enthalten sein aber sie passt auf jeden Frühstückstisch.
Jetzt mache ich mir aber Gedanken um Herrn Seehofer! Gehört er mit dem Freistaat Bayern nach seinem Besuch bei Putin noch zu besagter “Weltgemeinschaft”?
Da quäle ich mich nun hier ab. Ihr könnt doch auch mal was sagen!
PS:
US-Delegation boykottiert Dinner bei Seehofer! (14.02.2016, 15:06 Uhr Spiegel Online)

Veröffentlicht in Familie, Gesellschaft, Politik, Weihnachten

Jauchzet, frohlocket!


Nun ist es bald soweit und das Christkind oder je nach Region der Weihnachtsmann, überbringen die Gaben, für die viele von euch hart arbeiten mussten!
Manches könnte ich zu diesem Fest schreiben. So zum Beispiel warum wird das Friedenslicht von Betlehem in viele Länder gebracht, anstatt Frieden nach Palästina und weit darüber hinaus. (Es handelt sich übrigens um eine PR Aktion des Jahres 1986 vom Österreichischen Rundfunk.)
Ich erspare mir aber weitere Ausführungen so kurz vor Weihnachten hierzu.
In vielen Kirchen wird es ein Krippenspiel geben oder man lauscht im Familienkreis der Geschichte um die Geburt des  Christkindes. Ihr wisst ja wie die Weihnachtsgeschichte beginnt. Kaiser Augustus war wegen seiner anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen der Überblick über sein Volk abhanden gekommen.
Ich glaube unsere Kanzlerin hat ein ähnliches Problem. Wenn es bald zu einer Volkszählung kommt, wundert euch nicht. Dieses Thema möchte ich nun aber auch nicht vertiefen.
Dann wären da ja auch noch die drei Könige aus dem Morgenland gewesen. Damals brachten sie Gold, Weihrauch, Myrrhe als Geschenke.
Heute besitzen sie Ölquellen und gegen Panzer und Jagdflieger geben sie davon ab.
Nun, ihr seht es ist gar nicht einfach, ein besinnliches Weihnachtsfest zu feiern.
Euch allen frohe Feiertage. Nehmt euch Zeit für Eltern, Kinder, Enkel  und besucht mal wieder die Großeltern. Seid nett zueinander und um Himmelswillen, vermeidet obige Themen.
Wie schon gesagt: Jauchzet, frohlocket!

„Jauchzet frohlocket “ aus der Frauenkirche Dresden

 

Veröffentlicht in Familie, Gesellschaft, Politik

Fragen


Nun ist der erste Urlaub für 2016 gebucht. Wir wollen jetzt endlich nach Athen fliegen. Schon mehrfach wurde die Reise verschoben. Das wird im eigentlichen Sinne kein Urlaub sein, sondern eher eine Studienreise. Es ist so ziemlich die letzte europäische Hauptstadt, die wir noch nicht bereisten.
Das heißt, durch die zu tiefst demokratischen Umgestaltungsprozesse seit 1991 im ehemaligen Jugoslawien,  haben wir noch einige unerledigte Hauptstädte des Balkans auf unserer Agenda.
Athen genießt aber absolute Priorität!
Da seit Wochen in jeder Talkshow und den Leitmedien unsere “Werte” als unveräußerlich und absolut verteidigungswürdig im Focus stehen, wollen wir der Frage nachgehen: “Welches sind denn nun eigentlich diese viel beschworen Werte?”
Was liegt also näher als eine Reise nach Griechenland. Hier ist das Mutterland der Demokratie. Hier wirkten Plato und Aristoteles, zu einer Zeit, als in Europa das dunkle Mittelalter noch nicht einmal begonnen hatte. Wo soll sich sonst die Frage nach wenigstens einem der beschworen westlichen Werte, dem der Demokratie, erklären lassen.
Es gibt Menschen, die werden durch weitaus mehr Fragen geplagt als Heidi und ich.
So postete Jahn Böhmermann, in Folge der Ereignisse von Paris, ganze 100 Fragen. Ihm wurde es leicht gemacht. Umgehend beantwortete ein Herr Rosenfelder alle 100 Fragen!
Jener Herr hatte gar nicht bemerkt, dass nicht zwingend jede Frage eine Antwort erfordert, dass die Frage schon die Antwort ist!
Ich erinnerte mich an einen Aufsatz zu Schulzeiten, der wie folgt bewertet war: Thema verfehlt, mangelhaft. Ich fand das damals sehr peinlich.
Eine Frage nicht erschöpfend zu beantworten passiert, aber sie nicht einmal zu verstehen?
Herr Rosenfelder ist übrigens bei der “Welt” vom Axel-Springer-Verlag beschäftigt. Ihr habt es schon geahnt? Der Vollständigkeit halber sei es trotzdem erwähnt.
Der Post auf Facebook ist momentan nicht erreichbar. Versucht es bei Interesse hier: 100 Fragen von J.B.
Für alle, die Jan Böhmermann nicht kennen sollten, er stellt sich im nachstehenden Video vor.