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Durch Landgrafenschlucht und Drachenschlucht


Momentan nutzen Heidi und ich vorzugsweise das 9-Euro-Ticket. Doch unser befreundetes Paar, mit dem wir öfter gemeinsame Exkursionen unternehmen, ist von den Vorteilen solchen Reisens nicht zu überzeugen gewesen. Also stiegen wir mit in deren Auto und fuhren in Richtung Eisenach.
Wir parkten am verfallenen Jagdschloss „Hohe Sonne“. Dort gibt es einen Parkplatz, Imbiss und besonders wichtig: Toiletten! Mit einem 50 Cent Stück erhält man in seiner Not Zugang.

Um zur Landgrafenschlucht zu gelangen, überquert ihr die B19. Wenn ihr euch links haltet, findet ihr den gut ausgeschilderten Wanderweg. Nach rechts würdet ihr in einigen Metern den Rennsteig erreichen, doch das war ja nicht unsere Absicht.
Der Versuch mit einer Wander-App die Strecke zu erkunden, führt nur zu unnötigen Fragen und Diskussionen. Wir haben es erlebt und raten, haltet euch an die Wegweiser!
Es ist ein schöner schattiger Weg mit einigen wunderbaren Aussichten in Richtung Rennsteig.
Je nach Gehgeschwindigkeit kommt ihr nach etwa 1,5 Stunden oberhalb des Prinzenteiches an. Da seid ihr dann fast in Eisenach.
Nun überquert die B19 wieder auf die andere Seite und folgt dem Weg entlang der Straße bergauf und ihr erreicht in wenigen Minuten das Tor zur Drachenschlucht.
Das ist der etwas anstrengendere Teil der Tour, denn im Gegensatz zur Landgrafenschlucht, die ihr hinter euch habt, geht es nun nur bergauf bis zum Ausgangspunkt „Hohe Sonne“.
Die Route beträgt insgesamt etwa 11km und ist selbst an warmen Tagen sehr angenehm zu gehen, da durch den Schatten und die Feuchtigkeit in den Schluchten ein erfrischendes Klima herrscht.
Ihr könnt euch natürlich auch zuerst für die Drachenschlucht entscheiden oder auch vom Prinzenteich aus starten.
Egal von wo in Deutschland – ihr gelangt momentan mit nur neun Euro Einsatz, wenn ihr wollt nach in Eisenach.
Man kann die Route vom Bahnhof zu Fuß gehen oder den Stadtbus Linie 190 benutzen. Diese verkehrt etwa halbstündig vom Bahnhof.
Dann viel Spaß, egal was ihr so unternehmt.
Schwierigkeit: leicht
Strecke: 11,0 km
Dauer: 3:15 h
Aufstieg: 412 hm
Abstieg: 413 hm
Höchster Punkt: 458 hm
Tiefster Punkt: 247 hm

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Kinder an die Macht


Gebt den Kindern das Kommando…. So Herbert Grönemeyer im Jahre 1986. In Anbetracht der netten Präsente wie 9-Euroticket oder Tankrabat könnte man meinen, Grönemeyers nicht ganz ernst gemeinte musikalische Vision, ist Realität geworden. Ich bin an die Zeit meines Taschengeldes erinnert, welches ich monatlich von den Eltern erhielt. Da wurde zum Geburtstag von Vater oder Mutter auch mal eine Schallplatte gekauft und als Geschenk gereicht. Diese nahmen das Präsent, welches von ihrem Geld finanziert wurde, dann auch dankbar an. Mir fehlte nur die Möglichkeit durch Erhöhung einer nicht vorhandenen Taschengeldsteuer den Fehlbetrag wieder auszugleichen.
Nun haben wir in den zurückliegenden zwei Wochen das 9-Euroticket genutzt und einige Orte besucht, die wir zwar kannten, aber länger nicht bereist hatten.
Wir besuchten das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig, die Kurstadt Bad Salzungen und die alte Residenzstadt Arnstadt.
Unsere Erfahrungen sind durchweg positiv. Wir hatten immer einen Sitzplatz und die Züge erreichten pünktlich den Zielbahnhof. Das gelang deshalb, weil wir immer sehr zeitig am Abfahrtsbahnsteig waren und nicht auf einem Unterwegsbahnhof einsteigen mussten. Der Zuspruch war schon recht beachtlich. Besonders Familien und ältere Menschen nutzten das günstige Angebot. Menschen in ländlichen Regionen, in denen der Nahverkehr im Wesentlichen auf den Schulbus reduziert ist, werden an diesem Ticket nur wenig Freude haben.
Damit ihr einen kleinen Eindruck bekommt, einige Bilder der angesteuerten Ziele. Also erwerbt ein 9-Euroticket, es ist sowieso von euch finanziert.

Arnstadt

Bad Salzungen

Leipzig

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Mich laust der Affe!


Nicht, dass das Einkaufen zurzeit große Freude bereitet. Insbesondere Lebensmittel und Kraftstoffe erreichen ja schwindelerregende Höhen. Doch man kommt ja nicht umhin von Zeit zu Zeit einen Supermarkt aufzusuchen. Wenn die Welt schon so ist wie sie ist, dann wenigstens vernünftig essen!
So suchten wir vor Pfingsten den Einkaufsmarkt unserer Wahl auf. Es lief auch ohne allzu großes Gedränge ab. An den Kassen dann natürlich Stau. Früher machte mich das oft nervös, doch heute betrachte ich mit Gelassenheit was sich da so abspielt. Die Kinder, die es meist schaffen durch entsprechende Forderungen doch ein Überraschungsei zu ergaunern, junge Frauen, die recht eigenwillige Dinge für einen netten Abend in ihrem Korb verstaut haben oder der junge Mann, der sein Portemonnaies noch im Rucksack stecken hat, auch seine Äpfel zu wiegen vergaß und damit den ganzen Ablauf verzögert.
Ein Herr so um die Vierzig, Fitnessstudiobesucher, Kerl wie ein Baum und Tattoos vom Hals bis zu den Füßen. Jeder der tausenden Nadelstiche aus dem Tattoo Studio hätte zu einer Infektion führen können. Er trug eine Maske, während er seine Einkäufe an der Kasse sorgfältig in den Wagen legte.
Da fiel mir zwangsläufig die Studie mit den Affen ein. Ich habe sie neulich mal in einer Runde erzählt und merkte, sie ist gar nicht so bekannt, wie ich annahm.

DAS 5 AFFEN EXPERIMENT
Eine Gruppe von Wissenschaftler um Harry Harlow setzten 5 Affen in einen Käfig, und in der Mitte eine Leiter mit Bananen obendrauf.
Jedes mal, wenn ein Affe die Leiter hinaufstieg, besprühten die Wissenschaftler die anderen 4 Affen mit kaltem Wasser. Sie wiederholten das ein paar Mal. Und jedes mal, wenn ein Affe die Leiter hinaufstieg, griffen ihn die anderen Affen an.
Nach einer Weile traute sich kein Affe mehr die Leiter hochzusteigen, auch wenn die Versuchung groß war.
Die Wissenschaftler tauschten dann einen Affen aus.
Das erste was der neue Affe tat, war die Leiter hinaufzusteigen, um sich die Bananen zu holen. Sofort kamen die anderen Affen und verprügelten den neuen Affen.
Nachdem er mehrfach verprügelt wurde, lernte der neue Affe die Leiter nicht mehr hinaufzusteigen und das, obwohl er nicht mal wusste, was nicht richtig war und warum
er Prügel einstecken musste.
Ein zweiter Affe wurde ausgetauscht und das Ganze wiederholte sich wieder.
Der zuvor eingewechselte Affe nahm an der Prügelei des nach ihm dazu geholten Affen teil.
Der Austausch der Affen wurde fortgesetzt, bis eine Gruppe von 5 Affen im Käfig war die, obwohl sie noch nie mit kaltem Wasser besprüht wurden, jeden Affen verprügelten, der die Leiter hinaufsteigen wollte.
Wenn man die 5 Affen fragen könnte, warum sie das denn so machen, würden sie wahrscheinlich sagen:
„Wir wissen es nicht, das ist hier so üblich!“ oder „Das wird immer so gemacht!“

(Ob dieses Experiment genauso stattgefunden hat? Es darf es bezweifelt werden. Wahrscheinlich ist eher ein wandernder Mythos.)
Kurzum nach über zwei Jahren Coronavirus in Deutschland, ich glaube nun daran: Der Mensch stammt vom Affen ab!
Frohe Pfingsttage; und werdet bitte nicht nass 😉

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Wir sind abgehoben!


Nein, nein, nicht das wir uns so eine Jacht zugelegt hätten. Selbst wenn die ganze Familie das Ersparte zusammenlegte, es würde sehr knapp. Außerdem empfinden wir eine derartige Zurschaustellung von Reichtum pervers. Es ist aber ein Dokument unserer heutigen Welt.
Wir hoben in der Economy Class, mit Lufthansa nach Barcelona, ab.
Über zwei Jahre haben wir aus bekannten Gründen darauf verzichten müssen.
Bis auf die Tatsache, dass wir im Flieger eine Maske tragen mussten und die Versorgung an Bord lediglich aus 0,25 ltr. Mineralwasser bestand, fast schon wieder Normalzustand.
Was uns bisher gar nicht auffiel, auf unserer Fahrt nach Altafulla, sahen wir kein einziges Windrad! Trotzdem kam Strom aus der Steckdose! Einige Windräder soll es aber in den Bergen doch geben.
Altafulla ist ein kleiner Ort mit 5200 Einwohnern an der Costa Dorada etwa 100 km von Barcelona und 15 km von Tarragona, der Provinzhauptstadt entfernt. In den Sommermonaten wächst die Einwohnerzahl dann bis auf über 20 Tausend.
Der Strand von Altafulla, ist im Gegensatz zu vielen anderen spanischen Ferienorten nicht durch die üblichen Hotelanlagen verbaut. Kleine Fischerhäuser entlang der Strandpromenade können günstig gemietet werden. Diverse Restaurants bieten hier typisch spanische Speisen an. Mittags nahmen wir hier gerne Platz, um eine Erfrischung zu genießen. Dazu bestellten wir meist ein Schälchen mit Oliven, Kartoffelchips und Tintenfischringe.
Reizvoll ist auch die Altstadt, wo es ebenfalls Bars und Restaurants gibt.
Altafulla ist voller jahrhundertealter Geschichte mit der Vila Closa und der römischen Villa von Els Munts.

Wir sollten nicht versuchen die Natur zu überlisten

Im vergangenen Frühjahr ist die Küste des kleinen Ortes von heftigen Stürmen heimgesucht worden, was dazu führte, dass der Strand, der vor Jahren mit Geldern der EU reichlich mit Tonnen von Sand verbreitert und verschönert wurde, Opfer der Naturgewalten ist.
Das nahmen die Einwohner dem Bürgermeister sehr übel, so dass auch er Opfer wurde und nun eine Bürgermeisterin die Geschicke der Gemeinde leitet.
Wenn wir so unterwegs sind, poste ich meist einige Bilder im Status bei WhatsApp. Das kommt auch recht gut an. Mein Freund Klaus kommentierte: Einfach nur schön, da musst Du viel berichten.
Das will ich hiermit tuen und hoffe ihr habt etwas Freude daran und möglicherweise auch Inspiration.

Impressionen Altafulla

Impressionen Reus (Stadt im Süden Kataloniens)

Impressionen Priorat (Serra de Montsant und Kloster Escaladei)

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Externsteine und Hermannsdenkmal


Normalerweise merke ich mir immer das Große Ganze und nicht Details wie Jahrestage, Entfernungen und ähnliche Daten.
Doch das Jahr 9 unserer Zeitrechnung und die Schlacht im Teutoburger Wald, wo unter Führung von Hermann dem Cherusker die Römer besiegt wurden, ist eine der wenigen Ausnahmen.
Es war Anfang September, die Sonne strahlte vom Himmel und die Schule hatte wieder begonnen. Da stand wie immer die Frage, welches Fach von wem unterrichtet wurde. Das fünfte Schuljahr war ja besonders spannend, da einige neue Fächer den Lehrplan bereicherten. Das traf auch auf Geschichte zu. Hier handelte es sich für uns nicht nur um ein neues Stoffgebiet, auch die uns zugedachte Frau „G“ war völlig neu an der Schule. Sie hatte ihre ersten Stunden nach bestandenem Examen zu absolvieren. Wir sollten Frau „G“ lieben lernen. Sie war jung, charmant immer modern gekleidet, konnte zuhören und mit uns lachen. Sie stellte niemanden bloß und warf auch nicht mit dem Schlüsselbund oder verteilte gar Kopfnüsse. Da war der Einstieg mit besagter Varusschlacht das absolute Highlight.
Das liegt nun einige Jahre zurück und bisher war ich noch nicht in den Teutoburger Wald gekommen.
Da wir nach zwei vergeblichen Anläufen, erst Corona dann Sturmtief „Antonia“, endlich unseren Besuch im Sauerland zu Ostern nachholen konnten, ergab sich die Möglichkeit den Osterspaziergang in den Teutoburger Wald zu verlegen.
Zuerst führte uns der Weg zu den Externsteinen, einem einzigartigem Kulturdenkmal aus Sandstein, das abrupt aus dem Boden ragt und sich bis zu 40 Meter erhebt.
Wir wanderten von dort bis zur Falkenburg über den Falkenberg zurück zum Ausgangspunkt. Zum Hermannsdenkmal wären es 11 km gewesen und mit Rückweg das doppelte. Das war uns dann doch etwas zu weit. So musste also das Auto benutzt werden.
Im Folgenden einige Impressionen für euch.