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Kinder an die Macht


Gebt den Kindern das Kommando…. So Herbert Grönemeyer im Jahre 1986. In Anbetracht der netten Präsente wie 9-Euroticket oder Tankrabat könnte man meinen, Grönemeyers nicht ganz ernst gemeinte musikalische Vision, ist Realität geworden. Ich bin an die Zeit meines Taschengeldes erinnert, welches ich monatlich von den Eltern erhielt. Da wurde zum Geburtstag von Vater oder Mutter auch mal eine Schallplatte gekauft und als Geschenk gereicht. Diese nahmen das Präsent, welches von ihrem Geld finanziert wurde, dann auch dankbar an. Mir fehlte nur die Möglichkeit durch Erhöhung einer nicht vorhandenen Taschengeldsteuer den Fehlbetrag wieder auszugleichen.
Nun haben wir in den zurückliegenden zwei Wochen das 9-Euroticket genutzt und einige Orte besucht, die wir zwar kannten, aber länger nicht bereist hatten.
Wir besuchten das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig, die Kurstadt Bad Salzungen und die alte Residenzstadt Arnstadt.
Unsere Erfahrungen sind durchweg positiv. Wir hatten immer einen Sitzplatz und die Züge erreichten pünktlich den Zielbahnhof. Das gelang deshalb, weil wir immer sehr zeitig am Abfahrtsbahnsteig waren und nicht auf einem Unterwegsbahnhof einsteigen mussten. Der Zuspruch war schon recht beachtlich. Besonders Familien und ältere Menschen nutzten das günstige Angebot. Menschen in ländlichen Regionen, in denen der Nahverkehr im Wesentlichen auf den Schulbus reduziert ist, werden an diesem Ticket nur wenig Freude haben.
Damit ihr einen kleinen Eindruck bekommt, einige Bilder der angesteuerten Ziele. Also erwerbt ein 9-Euroticket, es ist sowieso von euch finanziert.

Arnstadt

Bad Salzungen

Leipzig

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Mich laust der Affe!


Nicht, dass das Einkaufen zurzeit große Freude bereitet. Insbesondere Lebensmittel und Kraftstoffe erreichen ja schwindelerregende Höhen. Doch man kommt ja nicht umhin von Zeit zu Zeit einen Supermarkt aufzusuchen. Wenn die Welt schon so ist wie sie ist, dann wenigstens vernünftig essen!
So suchten wir vor Pfingsten den Einkaufsmarkt unserer Wahl auf. Es lief auch ohne allzu großes Gedränge ab. An den Kassen dann natürlich Stau. Früher machte mich das oft nervös, doch heute betrachte ich mit Gelassenheit was sich da so abspielt. Die Kinder, die es meist schaffen durch entsprechende Forderungen doch ein Überraschungsei zu ergaunern, junge Frauen, die recht eigenwillige Dinge für einen netten Abend in ihrem Korb verstaut haben oder der junge Mann, der sein Portemonnaies noch im Rucksack stecken hat, auch seine Äpfel zu wiegen vergaß und damit den ganzen Ablauf verzögert.
Ein Herr so um die Vierzig, Fitnessstudiobesucher, Kerl wie ein Baum und Tattoos vom Hals bis zu den Füßen. Jeder der tausenden Nadelstiche aus dem Tattoo Studio hätte zu einer Infektion führen können. Er trug eine Maske, während er seine Einkäufe an der Kasse sorgfältig in den Wagen legte.
Da fiel mir zwangsläufig die Studie mit den Affen ein. Ich habe sie neulich mal in einer Runde erzählt und merkte, sie ist gar nicht so bekannt, wie ich annahm.

DAS 5 AFFEN EXPERIMENT
Eine Gruppe von Wissenschaftler um Harry Harlow setzten 5 Affen in einen Käfig, und in der Mitte eine Leiter mit Bananen obendrauf.
Jedes mal, wenn ein Affe die Leiter hinaufstieg, besprühten die Wissenschaftler die anderen 4 Affen mit kaltem Wasser. Sie wiederholten das ein paar Mal. Und jedes mal, wenn ein Affe die Leiter hinaufstieg, griffen ihn die anderen Affen an.
Nach einer Weile traute sich kein Affe mehr die Leiter hochzusteigen, auch wenn die Versuchung groß war.
Die Wissenschaftler tauschten dann einen Affen aus.
Das erste was der neue Affe tat, war die Leiter hinaufzusteigen, um sich die Bananen zu holen. Sofort kamen die anderen Affen und verprügelten den neuen Affen.
Nachdem er mehrfach verprügelt wurde, lernte der neue Affe die Leiter nicht mehr hinaufzusteigen und das, obwohl er nicht mal wusste, was nicht richtig war und warum
er Prügel einstecken musste.
Ein zweiter Affe wurde ausgetauscht und das Ganze wiederholte sich wieder.
Der zuvor eingewechselte Affe nahm an der Prügelei des nach ihm dazu geholten Affen teil.
Der Austausch der Affen wurde fortgesetzt, bis eine Gruppe von 5 Affen im Käfig war die, obwohl sie noch nie mit kaltem Wasser besprüht wurden, jeden Affen verprügelten, der die Leiter hinaufsteigen wollte.
Wenn man die 5 Affen fragen könnte, warum sie das denn so machen, würden sie wahrscheinlich sagen:
„Wir wissen es nicht, das ist hier so üblich!“ oder „Das wird immer so gemacht!“

(Ob dieses Experiment genauso stattgefunden hat? Es darf es bezweifelt werden. Wahrscheinlich ist eher ein wandernder Mythos.)
Kurzum nach über zwei Jahren Coronavirus in Deutschland, ich glaube nun daran: Der Mensch stammt vom Affen ab!
Frohe Pfingsttage; und werdet bitte nicht nass 😉