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Thüringer Residenzen


Eigentlich wollten wir uns in die Residenz Tarragona ES begeben. Das hat, der uns verfolgenden Regel entsprechend, nicht geklappt (Murphys Gesetz).
Kurzer Hand bemühte ich das booking.com App und wurde in einer deutschen alten Residenzstadt fündig. Es war auch keine große Reise, denn Greiz liegt mit etwa 120 km fast vor der Haustür. Wir wollten uns aber etwas Zeit lassen und buchten daher drei Nächte.
Der Freistaat Thüringen zählt allein 30 Residenzschlösser. Dazu kommen noch eine große Zahl anderer Burgen und Schlösser.
Eine Residenz kommt hier durchschnittlich auf rund 500 km² Fläche.
Mit diesem recht bescheidenen Ressourcen konnte damals ein üppiger Wohlstand geschaffen werden (3.000.000 km² und mehr, betrug die Größe mancher Mecklenburgischen Rittergüter!).
Es wurden großartige Parkanlagen geschaffen und fast jede Residenz verfügte über ein Theater. Wissenschaft und Kunst genoss ein großzügiges Mäzenatentum. Zum Beispiel profitieren davon Goethe, Schiller, Humboldt um nur einige zu nennen. Sie prägten diese Region sehr nachhaltig.
Das ist einmalig, zumindest in Deutschland. Es wurde extra die Stiftung „Thüringer Schlösser und Gärten“ gegründet, um den sich stellenden Aufgaben im Bereich Kunst, Kultur, Denkmalpflege und vielem mehr einigermaßen gerecht werden zu können.
Das funktioniert aber nur, wenn auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vorhanden sind.
Für Weimar, Eisenach, Meiningen, Gotha und weitere funktioniert dies ganz gut. Greiz ist da aber etwas außen vor. Zwei Zahlen verdeutlichen die Probleme der Region. Der Bevölkerungsverlust ist hier enorm: 1984: 35.822 Einwohner und 2020: 20.108 Einwohner.
Ungeachtet dieser Tatsachen will ich mich nicht über Gebühr damit beschäftigen. Die Stadt ist in vielerlei Hinsicht sehens- und besuchenswert!
Schon unsere gewählte Pension erfüllte diese Voraussetzungen in mancherlei Hinsicht.
Das „Parkschlösschen“ grenzt mit seiner Fassade direkt an den fürstlichen Park und zur Innenstadt benötigt man etwa 5 Minuten zu Fuß.

Greiz war die Residenzstadt des Fürstentums Reuß älterer Linie, das bis 1918 als selbstständiger Bundesstaat im Deutschen Kaiserreich bestand. Die Stadt liegt reizvoll in einem Talkessel, welcher vom Flüsschen Weiße Elster geprägt ist. Durch ihre zahlreichen historischen Bauten, rechts und links des Flusslaufes, trägt sie den Beinamen „Perle des Vogtlandes“. 

Ich hatte es ja schon erwähnt, dass die Stadt so ihre Probleme und Problemzonen hat. Das ist in nachstehenden Bildern leicht erkennbar. Es gibt über den Ort verteilt immer wieder Brachflächen, wo baufällige Häuser durch Abriss eine Lücke hinterlassen und es werden mehr.

Diese Bilder sollten euch von einem Besuch nicht abhalten. Es gibt neben der reizvollen Natur des Elstertales auch noch eine weitere Sehenswürdigkeit: die „Göltzschtalbrücke“. Die wollte ich schon seit Jahren besichtigen! Was uns bei unserem Aufenthalt in Greiz nun gelungen ist. Sie ist die größte aus über ca. 26 Millionen Ziegeln gebaute Brücke der Welt.
Bis zu diesem Beitrag lege ich aber erst mal eine Pause ein. Macht es ebenso; bis dahin.

Autor:

Meine Interessen: Familie, Genuss, Humor, Kunst, Literatur, Photographie, Politik, Reisen, Computer

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