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“Kunsthaus Apolda Avantgarde”


Am vergangenen Mittwoch machten wir unser Vorhaben war und besuchten im Kunsthaus Apolda die Hundertwasserausstellung: „Schönheit ist ein Allheilmittel“.
Da für einen Aufpreis von nur zwei Euro auch die Privatsammlung Wahle: „The Art of John Lennon“ im Glockenmuseum zu besuchen ist, nahmen wir diese Gelegenheit natürlich war.
Auch der hochgeschätzte Geheimrat Goethe besuchte seiner Zeit die Stadt und äußerte sich wie folgt:

Hier ist ein bös Nest und lärmig, und ich bin aus aller Stimmung. Kinder und Hunde, alles lärmt durcheinander…

Gerecht war diese Äußerung bestimmt nicht. Die Stadt hat aber bis heute um ihr Ansehen zu kämpfen. Sie lag weder an einer der wichtigen Handelsstraßen noch gehörte sie zu den zahlreichen Thüringer Residenzstädten. Sie erreichte zwar durch ihre Glockengießer Kunst einige Berühmtheit. Gegossen wurde die berühmte Kölner Dom-Glocke mit einem Durchmesser von 3,22 Metern und einem Gewicht von
24 000 Kilogramm am 5. Mai 1923 im thüringischen Apolda von Heinrich Ulrich.
Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte die Umstellung der Strumpffabrikation auf die Herstellung von modischen Strick- und Wirkwaren. Damit wurde zwar ein Wachstumsschub ausgelöst, doch der größte Teil der Bevölkerung lebte in sehr bescheidenen Verhältnissen. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert.
Umso erfreulicher sind so die Aktivitäten des Kunsthauses zu bewerten. Blättert man das Gästebuch durch, stößt man auf wertschätzende Einträge aus den verschiedenen Regionen Deutschlands. Die jetzige Ausstellung hat bereits über 15.000 Besucher begrüßen können.
Friedensreich Hundertwasser hat uns ein umfangreiches Werk hinterlassen, welches hier eine angemessene Würdigung findet.
Nur wenige Meter vom Kunsthaus entfernt befindet sich das Glockenmuseum. Hier ist „The Art of John Lennon“ eine Privatsammlung von Michael Andreas Wahle, einem begeisterten John Lennon-Kenner, zu sehen. Seit Jahren trägt Wahle Erinnerungsstücke aus dem Leben Lennons zusammen.

„Stell Dir vor, alle Leute leben in Frieden. Du magst sagen, dass ich ein Träumer bin, aber ich bin nicht der Einzige…“

Dem Schöpfer dieser Liedzeile aus einem seiner populärsten Songs „Imagine“ war selbst kein friedliches Ende beschieden: Im Dezember 1980 wurde John Lennon auf offener Straße erschossen.

Solltet ihr in der Nähe weilen, nehmt euch die Zeit für einen Abstecher nach Apolda. Das letzte Mal besuchten wir die Stadt bei kaltem, stürmischem Regenwetter und mussten den Verlust eines Schirmes, der den Wetterunbilden nicht gewachsen war, hinnehmen. Diesmal konnten wir bei Sonnenschein die Stadt und ihre schönen Parkanlagen genießen.

Autor:

Meine Interessen: Familie, Genuss, Humor, Kunst, Literatur, Photographie, Politik, Reisen, Computer

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