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Nun auch bei uns Ferien!!!


wenn ich mich nicht verzählt habe, sind nun in vierzehn Bundesländern Ferien!
Heidi ist der Meinung da könnte ich auch etwas kürzer treten und der Abstand zwischen meinen Blogbeiträgen wäre mit drei Wochen durchaus angemessen.
Also nur mal so zur Information, der nächste Beitrag erst entsprechend später! 😉

So sieht bei uns in der Regel Urlaub aus:

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Schwein gehabt


Eigentlich lief alles nicht so recht nach unseren Vorstellungen. Wir dachte nach soviel kultureller Abstinenz würde ein Besuch in Weimar doch genau das Richtige sein. Unsere Gesichtsmasken hatten wir frisch desinfiziert und so glaubten wir die neue Dauerausstellung „Van de Velde, Nietzsche und die Moderne um 1900“ könnten ein lohnendes Ziel sei. Das erwies sich als Trugschluss, denn unser Besuch erfolgte am Dienstag und da hat das „Neue Museum“ geschlossen. Dies traf auch auf die Anna Amalia Bibliothek zu und so wandten wir uns unserem dritten Objekt zu, dem „Haus der Weimarer Republik“. Das hätte funktionieren können aber wir sollten etwa 30 Minuten warten, da nicht mehr als 20 Besucher gleichzeitig Einlass erhielten.
Nun gab es noch ein viertes Ziel, das „Cafe Frauentor„. Hier wurden wir nicht enttäuscht und wir ersetzten das Mittagsmal durch leckeren Kuchen und einen Latte Macchiato.

Da kann man natürlich nicht davon sprechen Schwein gehabt zu haben, wenn man nach drei Fehschlägen im Cafe endlich entspannen darf.
Ich hatte in einer der zahlreichen Zeitschriften, die uns Susan immer von ihren Reisen mitbringt ein Gourmetmagazin gefunden, welches eine uns bis daher unbekannte Schweinerasse als Delikatesse anpries.
Das Duroc-Schwein ist eine Schweinerasse aus den USA. Die Ursprünge dieser alten Rasse sind nicht ganz geklärt. Es hat seine Entstehungsgeschichte im Amerika des 19. Jahrhunderts. Hier wurde vermutlich das rote Jersey-Schwein mit dem iberischen Schwein aus Spanien gekreuzt.
Schweinezüchter schätzen die „Robustheit“ der Durocs für ganzjährige Freilandhaltung und Spitzenköche auf der ganzen Welt ihr „butterzartes Fleisch“ und das „feine Aroma“.
Es stellte sich heraus, dass ganz in unserer Nähe ein Zuchtbetrieb existiert, welcher auch an den Marktagen regelmäßig einen Stand betreibt.
Nun wollten wir es wissen und leisteten uns je ein Kotelett direkt vom Erzeuger.
Das sah dann nach dem Würzen so aus wie im Beitragsbild. Ich will ja nun nicht zu den allseits beliebten Foodbloggern mutieren, aber an dieser Stelle kurz das sehr einfache
Rezept:

  • Für zwei Personen hatten wir Kottelets von etwa 300 gr/ Stück (Preis 1Kg etwa 18,00 €)
  • Das Fleisch darf nicht geklopft werden. Die Kottelets hatten eine Stärke von etwa 2,5 cm.
  • Bereitet eine Marinade aus Rapsöl, Rosmarien, Thymian, und einer in Salz zerdrückten Knoblauchzehe. Damit bestreicht ihr das Fleisch und legte es abgedeckt für 6-8 Stunden in den Kühlschrank.
  • Zum Braten verwendeten wir eine keramikbeschichtete Pfanne. Nachdem die Kottelets aus dem Kühlschrank genommen sind, solltet ihr sie etwa eine Stunde bei Zimmertemperatur stehen lassen. Das Fleisch entspannt und erwärmt sich, was für den Bratprozess günstig ist.
  • Nach kurzen scharfem Anbraten bei etwas reduzierter Temperatur von jeder Seite etwa 5 Minuten braten.
  • Danach in der vorgeheizten Backröhre (150 Grad) noch 10 Minuten garen lassen.
  • Das Fleisch ist anschließend durch, ohne trocken zu sein.

Ist Essen und Trinken nicht auch ein Kulturgut? Das funktioniert jedenfalls trotz Corona. Also, in sofern hatten wir dann tatsächlich Schwein im wahrsten Sinne des Wortes.
Bon Appetit!