Veröffentlicht in Familie, Gesellschaft, Reisen

Wenn einer eine Reise tut…


Wir reisen ja sehr gerne und haben dazu schon alle erdenklichen Verkehrsmittel vom Ballon über Schiffe, Flugzeuge, Kutsche, Auto und selbst Fahrrad genutzt.
Besonders lieben wir aber die Bahn. Ich weiß, sie leidet momentan unter einem nicht gerade guten Ruf und wir leiden mit ihr.
Aber nehmen wir mal an euer gewählter Zug wird ohne Verspätung und für den richtigen Bahnsteig angesagt, die Wagenreihung ist so wie vorgesehen, ihr erreicht euren reservierten Sitzplatz, der nicht durch einen anderen Fahrgast fälschlich schon belegt ist, es gab auch kein Gedränge bei dem ihr blaue Flecken davon getragen habt, na dann steigt die Hoffnung auf angenehme Stunden mit der Deutschen Bahn. Nicht unerwähnt die Toilette, an der nicht der Hinweis auf Benutzung im nächsten Wagen wegen technischer Probleme angebracht ist.
Neben diesen ganzen Selbstverständlichkeiten bietet die Bahn auch manchen Service, der je nach Wagenklasse differieren kann.
Neben einem Kaffee oder einem Tee am Platz, kann im Bordbistro momentan auch Hirschgulasch mit Knöpfle & Romanesco für 12,90€ genossen werden.
Einen Imbiss haben wir meist dabei, aber einen Kaffee oder Tee lassen wir uns schon hin und wieder vom netten Zugpersonal an den Platz bringen. So kann man ganz entspannt Reisen und die vorbeiziehende Landschaft genießen. Ist einem nach etwas kultureller Erbauung zu Mute, empfiehlt sich „DB mobil“, das kostenlose Reisemagazin der Deutschen Bahn. Hier findet man meist recht unterhaltsame Artikel über Land und Leute und auch in jeder Ausgabe ein Interview mit eine/m/r Prominenten.

In der Januarausgabe fand ich obigen Artikel besonders interessant. Da geht es um die weit verbreitete Unfähigkeit die einfachsten Dinge des Lebens zu managen. Wo früher der Rat in der Familie, von Freunden oder der Gemeinde gereicht hätte und ein einfaches Dankeschön verbunden mit einem freundlichen Lächeln genug der Gegenleistung gewesen wäre, zahlt man heute an selbsternannte Coaches happige Stundensätze.
Zum Beispiel:
Coach für Mut: 450 € für zwei Stunden (erlernter Beruf Industriekaufmann)
Kunden: 40 Einzelcoachings und 100 Seminare pro Jahr.
Coach für Sex: Stundensatz 150€ (Beruf Lebensmittelchemikerin) etwa 160 Kunden im Jahr.
Nach Lektüre des Artikels braucht ihr möglicherweise einen Coaches für Humor, den gibt es natürlich auch! Stundensatz mittlerer dreistelliger Betrag (Beruf Drehbuch- und Comedy- Autor).
Da fällt mir meine alte Deutschlehrerin, Studienrätin „F“ ein, die häufig solch einprägsame Sätze formulierte wie: “ Man muss von einer Sache nichts verstehen, man muss nur drüber reden können.“ In diesem Sinne eine schöne Zeit.
Wer den Artikel in Gänze lesen möchte, dem empfehle ich eine Fahrt mit der Deutschen Bahn. Falls ihr knapp bei Kasse seid oder anderwärtig verhindert, hier zum Download des Bahnmagazins: DBmobil (01/2020)

Veröffentlicht in Familie, Fotos, Jahreswechsel, Kinder, Natur, Photo, Reisen, Wetter

zurück in die Zukunft 2020


Es dürfte noch nicht zu spät sein um euch für das bereits begonnene Jahr
2020 noch alles erdenklich Gute zu wünschen, was ich hiermit tuen möchte.
Wir weilten über den Jahreswechsel im Land des „Volks Rock’n’Rollers“!
Das gab es schon lange nicht, dass ein so großer Teil der Familie bei herrlichem Winterwetter gemeinsam den Jahreswechsel feierten. Eigentlich gab es dies in dieser Form noch gar nicht.
Es ist ja all zu häufig so, dass doch der eine oder andere Wehrmutstropfen zu beklagen ist, aber alle waren diesmal völlig klaglos und zufrieden. Das Wetter, mit Sonnenschein vom Gipfel bis in die Täler und Temperaturen, die sich am Tage so um die null Grad bewegten, entsprach natürlich unseren Wünschen. Das „Hotel Gratz„, welches wir gebucht hatten, war eine sehr angenehme Herberge und bemüht die Sonderwünsche der Kinder zu erfüllen. Sie hatten ständig kleinere Abweichungen zur Menükarte vorzunehmen, die aber in der Regel erfüllt wurden.
Während sich nun die meisten täglich die herrlichen Pisten auf ihren Skiern herunterstürzten und nur für den Rücktransport mit einer der Seilbahnen
250€ /6 Tage berappen mussten, waren Heidi, Silke und ich zu Fuß unterwegs. Dafür gab es genügend wunderschöne Winterwanderwege.
Eine Tour möchte ich erwähnen, da das Highlight eine etwa 4 km lange Abfahrt mit dem Schlitten von der Loosbühelalm auf 1.769 m schon ein besonderer Spaß war.
Es begann mit einer Busfahrt von Großarl zum Parkplatz Grundlehen. Die Bushaltestelle liegt auf etwa 1200 m. Es sind also fast 600 Höhenmeter bis zum Ziel Loosbühlalm. Dafür solltet ihr je nach Konstitution mindestens 1,5 Stunden veranschlagen. Im Normalfall könnt ihr euch auf der Alm wärmen und für das leibliche Wohl sorgen. Das war uns leider nicht vergönnt, da so viele Touristen auf einen freien Tisch warteten, dass wir es vorzogen unseren mitgebrachten warmen Tee mit einem kleinen Snack zu genießen. Ja und dann wählten wir einen der bereitstehenden Schlitten und waren in etwa 20 Minuten unten am Parkplatz (Kostenpunkt 5,00€). Es war ein Riesenspaß so eine lange Schlittenfahrt am Stück zu bewältigen.
Das ist meine Empfehlung, für den Fall ihr entschließt euch zu einem Winterurlaub in dieser wunderschönen Bergregion nahe Salzburgs.
Also sprecht mal mit dem Meteorologen/in eures Vertrauens, denn so herrliches Wetter wie wir es genossen, ist nicht selbstverständlich (Schaut unten die kleine Auswahl von Bildern).