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Das Beste am Norden


Es geht auch ohne Flieger. Wir besuchten den Norden der Republik und hatten eine hervorragende CO² Bilanz. Dank der Deutschen Bahn kamen wir auch dort an wo wir hin wollten. Ohne Fachwissen und grenzenlose Geduld, ich glaube, es wäre kaum gelungen. Das aber, ist ein gesondertes Thema!
In Bremerhaven trafen wir uns mit Susan und ihren Jungens im Hotel „Atlantic“. Ich kann dieses Hotel wärmstens empfehlen! Es verfügt über geräumige, große Zimmer, guten Service und Panoramafenster mit fantastischem Blick über die Wesermündung und den Hafen!
Eure Ökobilanz könnt ihr mit einer „grünen“ Zimmerreinigung aufbessern. Das bedeutet, ihr verzichtet auf frische Handtücher und Staubsaugen. Dafür erhält jeder einen Gutschein zur Aussichtsplattform (empfehlenswert).
Susan und die Jungs hatten das Klimahaus auf ihrer Agenda, während Heidi und ich im Internet bereits eine Überfahrt nach Helgoland gebucht hatten.

Blick vom Hotel in Richtung Wesermündung und Hafen

Helgoland ist nicht unbedingt ein „Muss“ schon allein wegen der Überfahrt, die von Bremerhaven aus fast drei Stunden dauert. Mit Rückfahrt sind also sechs Stunden zu veranschlagen. So hat man noch etwa drei Stunden für einen Inselrundgang und den Besuch einer der zahlreichen Shops mit zollfreien Waren. Trotzdem ist es durchaus interessant die Insel zu besuchen. Die Briten ließen ja durch ihre Bombenabwürfe von der ehemaligen Bebauung nichts mehr übrig. Die Bevölkerung wurde vertrieben und konnte erst 1952 zurückkehren.

Auf den Felsbändern des Lummenfelsen brüten dichtgedrängt Trottellumme
Einer der noch sichtbaren Bombentrichter

Interessant ist auch der Besuch des „Deutschen Auswandererhauses“ in Bremerhaven. Ihr dürft mit einer kostenpflichtigen Berechtigung auch nach Herzenslust fotografieren, Die Veröffentlichung der Bilder ist aber nicht gestattet. Erwachsene zahlen 15€ und Kinder 9€ Eintritt.
Ihr erhaltet einen Boarding Pass und eine Art Checkkarte mit der ihr an ausgewiesenen Stationen den Weg eines Emigranten bzw. Immigranten über Audiobeiträge nachvollziehen könnt. Ich folgte beispielsweise Carl Laemmle geboren 17.01.1867 und verstorben 24.09.1939. Es handelt sich immer um Geschichten realer Personen, welche ihr Glück in der Ferne suchten und oft nicht fanden.

Auf der Seebäderkaje, steht eine Skulptur, die eine Auswandererfamilie zeigt. Der amerikanische Bildhauer Frank Varga aus Detroit hat sie 1986 geschaffen.

Von Bremerhaven ging es mit der Bahn nach Bremen. Politisch gesehen bilden beide Städte ja das Bundesland Bremen. Und regiert wird hier mit einer gewissen Gelassenheit, die wohl ihren Ursprung aus den goldenen Zeiten der „Hanse“ hat. Jedenfalls geht man mit den angehäuften Schulden ganz locker um und scheut nicht die öffentliche Darstellung der Verbindlichkeiten.

Für unsere Übernachtung hatte sich Susan etwas Besonderes ausgedacht. Statt in Betten, nächtigten wir in Kojen des Schoners „Alexander von Humboldt“. Das Schiff wurde außer Dienst gestellt und liegt an der Schlachte 1a – Martinianleger auf der Weser.
Seit Mai 2015 steht die „Alexander von Humboldt“ der Öffentlichkeit für Übernachtungen und Veranstaltungen zur Verfügung.
Nur damit ihr mal eine Vorstellung habt, so eine Kabine bietet Platz für vier Kojen auf einer Fläche von etwa 8m². Mit zwei Personen, bei geöffnetem Bullauge, ist es für wenige Übernachtungen durchaus erträglich. Die angrenzende Kabine wurde übrigens als Bad umgebaut und so ist das schon O.K.
Die Lage unseres Schiffes war ideal zur Erkundung der Altstadt, da es nur wenige Minuten zum Marktplatz mit Rathaus, Dom und dem allseits bekannten Denkmal für die „Bremer Stadtmusikanten“ und natürlich dem historischen Roland waren.
Auch das Schnoorviertel war in einem kurzem Spaziergang erreichbar und darf bei einem Besuch der Hansestadt nicht versäumt werden.
Wer den ganzen Tag unterwegs ist, sollte natürlich auch gut essen und trinken. Da empfiehlt sich ein Restaurant, welches uns besonders gefiel. Es hat mit Bremer Tradition nicht viel zu tun, denn Idee, Getränke und Speisekarte kommen aus dem Rheinland. Selbst die Kinder fanden die „Ständige Vertretung“ aber obercool! Ihr bekommt hier neben Getränken und Speisen auch die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland serviert. Kaum ein Quadratzentimeter Wandfläche wurde ausgelassen um nicht ein historisches Foto zu platzieren.
Eine Reise nach Bremen könnt ihr euch dann ersparen, wenn ihr aus Berlin, Hannover oder Köln kommt, denn hier gibt es ebenfalls eine „Ständige Vertretung“.
Ihr seht, es lässt sich trotz völligem Verzicht auf Kerosin, eine ganze Menge erleben und berichten!

Die „Alexander von Humboldt“ das Schiff aus der Bierwerbung von „Becks“, unser Hotel!
Moderne Variante der Bremer Stadtmusikanten vor der Bremer Kunsthalle zum 200. Jahrestag der Skulptur auf dem Markt.

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Nochmal Oscar & Fritz


Das Bild ist zwar schon über 4 Jahre Geschichte, aber ich habe immer wieder Spaß beim Betrachten. Die Beiden haben nicht nur in der historischen Dorfschule im Museumsdorf Hohenfelden ihren Spaß, sondern auch im realen Schulalltag, in einem kleinen katalanisch Urlaubsort.
Der Große hat in der 5. Klasse durchaus ein respektables Pensum zu erledigen. Neben Spanisch stehen als Sprachen Katalanisch, Englisch und auch Französisch auf dem Lehrplan. Der Kleine hat noch kein Französisch.
Dabei müssen sie Deutsch, irgendwie nebenbei, durch Eltern und Verwandtschaft mit erledigen, was auch recht gut gelingt. Die Anforderungen sind schon recht beachtlich und nur mit einem ordentlichen Berg an Hausaufgaben zu erfüllen.
So hatte ein Elternverband 2016 in Spanien zum Protest gegen zu viele Hausaufgaben aufgerufen. Die Lehrerschaft zeigte aber kein Verständnis.
Oscar und Fritz stehen jedoch eher auf der Seite des Elternverbandes!
Noten erhalten die Kinder hier ab der ersten Klasse und die möchten sie auch wissen. Zusammen haben sie in diesem Jahr 15 mal ein „exzellent“ auf dem Zeugnis stehen (Note 1). Es gibt aber für die gleiche Leistung auch ( Sobresaliente ). Den Unterschied muss ich mir aber noch erklären lassen? Der Rest ist dann „notable“ (2 gut).
Was uns immer wieder beeindruckt, jeden Tag zum Unterrichtsanfang, zur Mittagspause wie zum Schulschluss ist die „Policia Lokal“ vor der Schule anzutreffen und sorgt für einen reibungslosen Zugang zur Schule.
Falls ihr einmal diese oder ähnliche merkwürdigen Zeichen auf der Straße sehen solltet, sie dienen zur Orientierung für die jüngsten Schüler, da geht’s entlang zur Schule.
Hier zu Lande ist das alles etwas schwieriger! Also, verliert nicht die Orientierung.

Schulweg für die Kleinen in Spanien