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Nikolausüberraschung


AK KopieDía de la Constitución 06.12. (Tag der Verfassung) und Inmaculada Concepción 08.12. (Tag der Unbefleckten Empfängnis) sind in Spanien Feiertage. Durch Entgegenkommen der Schule wurde daraus eine Woche Ferien und so konnten Oscar und Fritz an einer wichtigen Familienfeier in Berlin teilnehmen. Vor dem Rückflug reichte es zu einem Abstecher hierher.  Am Abend vor Nikolaus holten wir sie vom Bahnhof ab. Ihre Schuhe stellten sie umgehend, akkurater als üblich ab, denn wenn sie auch ihren Lebensmittelpunkt in Spanien haben, sind ihnen unsere deutschen Bräuche doch nicht fremd. Fritz hielt es für notwendig noch eine handschriftliche Botschaft in seinen Schuh zu platzieren: ”Bitte Mega, Mega  viel hineinlegen!”
Erstes Ritual, bei Ihren Besuchen, ist meist der Gang zum Frisör. Das war natürlich so kurz vor Heiligabend auch dringend nötig.
Frisoer (21)
Und so sahen wir nach dem Prozedere aus:
Frisoer (26)
Unbedingt musste der Weihnachtsmarkt besucht werden! In dieser Form gibt es so etwas in Spanien nicht. Beim Autoscooter waren bei Fritz die Beine etwas zu kurz. Das sah er letztlich auch nach angemessener Diskussion ein. Oscar überließ ihm aber für eine Tour das Lenkrad und das war eine durchaus großzügige und nicht unbedingt selbstverständliche Geste. Das Riesenrad stellte da weniger spezifische Anforderung und der Blick über die Stadt, die vielen Buden und den Dom bei tief stehender Sonne war wunderschön.
(Dom ist links und hier nicht zu sehen. Was wir sehen ist eine Kathedrale des Rechtsstaates)
Weihnachtsmarkt RR(36)
Weihnachtsmarkt (53)…und die vielen Süßigkeiten, einfach toll…
Was besonders wichtig ist, ist das Eislaufen. Da waren wir dreimal. Das macht dann mal 50,0€. Es ginge auch etwas preiswerter aber eigene Schlittschuhe lohnen noch nicht, da jedes Jahr eine neue Schuhgröße auch neue Schlittschuhe erfordern würde. Die beiden Buben könnten auch alleine gehen, doch besitzen sie weder 100,0€ noch einen Personalausweis oder Führerschein als Pfand zum Ausleihen für die Schlittschuhe. Folglich muss immer ein Erwachsener gefunden werden welcher mitgeht.
Vom Eislaufen ist dann folgendes Video. Das verdient deshalb Erwähnung, weil Oscar seit Kurzem einen eigenen “Youtube” Kanal haben darf. Da hat er natürlich einen Clip erstellt.
(besonders für Freunde der spanischen Sprache)

Die besten Wünsche für ein wie auch immer geartetes Weihnachtsfest. Aber schön sollte es auf jeden Fall sein. Ich hoffe, ihr bekommt das auch ohne Regierung hin!Zwinkerndes Smiley

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Es weihnachtet sehr!


AK KopieIch kann selbst dem grauen, nassen und kalten Schmuddelwetter des Novembers etwas abgewinnen. Wir besuchen dann häufiger Veranstaltungen wie Kino, Theater, Ausstellungen und Ähnliches.
So hatten wir uns Karten für die Buchlesung mit Sven Regener besorgt. Er stellte seinen neuen Roman „Wiener Straße“ vor. Dieser führt uns ins  West-Berlin der 80ziger Jahre und ist bunt und komisch, wie immer bei Sven Regener.
Seine Lesung begann er mit den Worten: “Ich werde jetzt 90 Minuten lesen. Lesen. Lesen. Lesen. Ohne Pause! Manche Leute gehen dann. Dann noch eine Zugabe und wir sind fertig.”
Gleich zu Beginn ein Satz, der nach immerhin 86 Zeilen sein Ende findet. Ob das ein Rekord darstellt weiß ich nicht, versucht aber mal so einen Satz zu lesen (laut und mit richtiger Betonung) .
Allein für diese Leistung verdiente er schon reichlich Applaus!
Mit ähnlichen Worten wie seine Lesung, leitet er auch seine Konzerte mit “Element of Crime” ein. (Sehr hörenswert!)

ForsthausBacken01
Dann war da noch unser handgefertigtes Roggenmischbrot, welches im alten Steinbackofen über Buchenholzfeuer gebacken wurde. Wir hatten es bei unserem letzten Besuch im “Forsthaus Willrode” bestellt.So begaben wir uns also, bei wie oben geschilderten Novemberwetter, auf den Weg. Das Anwesen wirkte durch den ersten Schnee wie mit Puderzucker bestäubt. Wir hielten uns diesmal nicht zu lange auf. Nach einem kleinen Schwätzchen mit dem Imker, der hier regelmäßig Honig anbietet, wärmten wir uns im Backhaus. Unser Brot war gerade aus dem Ofen gezogen worden. Es duftete im ganzen Raum nach den frischen Broten. Als wir die fälligen 3,50€ berappt hatten und das Brot im Beutel verstaut war, begaben wir uns zurück zum Auto, welches nun durch den Duft unseres erstandenen Backwerkes den Eindruck einer fahrenden Backstube vermittelte.
Heidis Kollegen, die nicht hier zu Hause sind und wegen ihrer Arbeit, die sie hierher verschlug, eine Zweitwohnung nutzen, treffen sich oft zu gemeinsamen Unternehmungen. Sie hatten schon in den zurückliegenden Jahren von der schönen Eröffnungsfeier des Weihnachtsmarktes auf dem Domplatz berichtet.
Obgleich es recht kalt war, folgten wir am Dienstag über anderthalb Stunden der wirklich gelungenen Veranstaltung. Zurück zu Hause brauchten wir dann aber doch dringend einen Glühwein.
Euch eine schöne Adventszeit und manch leckeres erwärmendes Getränk.
PS: Natürlich habe ich wieder einen Adventskalender für Euch. Einfach am Seitenanfang aufs Bild klicken, da ihr aber nun schon einmal hier angelangt seid: Sigis Adventskalender!

Oberbürgermeister Bausewein eröffnet den Weihnachtsmarkt in Erfurt