Veröffentlicht in Kultur & Veranstaltungen, Literatur

Geschafft! Magister Ludi im Bergsee ertrunken!


Ich bin nicht geschafft, sondern ich habe es geschafft ”Das Glasperlenspiel “ von Hermann Hesse bis zum bitteren Ende zu lesen. Das sollen nach Aussage einer langjährigen Bibliothekarin nicht all zu viele schaffen, obwohl manche es dennoch behaupten.
Ja, bitteres Ende trifft voll und ganz zu, denn der Protagonist Magister Ludi alias Josef Knecht ertrinkt, kaum das er den fiktiven Orden im ebenso fiktiven Kastalien verlassen hatte, beim Baden in einem ganz realen Bergsee. Sein Leben in einer abgeschotteten Welt  geistiger Eliten ertüchtigte ihn in keiner Weise um das Bad im kalten Gewässer der Berge zu überstehen.
Ich hoffe, dass dieses Werk keine Pflichtlektüre an unseren Gymnasien ist. Unter uns: “Macht euch nicht die Mühe es zu lesen! Das Internet birgt genügend Beiträge, um allen sich stellenden Fragen gerecht zu werden.”
Ich hatte ja das Glück, dass Heidi vor mir die beiden Bände gelesen hatte. Dadurch gab es die Möglichkeit, den einen  oder anderen Gedanken auszutauschen. Gleichwohl, war ihr Beispiel auch Motivation für mich ebenfalls die letzte Seite zu erreichen.
Wenn mir in Sachen Literatur Ihre Meinung durchaus wichtig ist, so wollte ich doch noch eine kompetente Zweitmeinung einholen. Ich dachte da an Marcel Reich-Ranicki. Er ist zwar bereits verstorben, doch da er zu fast allen deutschsprachigen Autoren eine Meinung äußerte, sollte sich auch zum besagten Hesse-Roman etwas finden lassen.  Da entdeckte ich folgendes:
Auf die Frage einer Dresdner Leserin, was er von Hesses Hauptwerk „Das Glasperlenspiel“ halte, gibt der Kritiker unumwunden zu: „Mich hat „Das Glasperlenspiel“, offen gestanden, ziemlich gelangweilt, und ich bin nicht der einzige, dem dieses Werk wenig Vergnügen bereitet hat.“
Aber Herman Hesse lebt und scheint weiterhin Kult zu sein und mit ihm “Das Glasperlenspiel” so der Name dieser Band hier im Video. (74.928.201 Aufrufe)
Nun sind wir aus der östlichsten Stadt Deutschlands zurück. Wir hatten das verlängerte Wochenende für einen Kurztrip nach Görlitz  genutzt. Heidi hat mich mit neuer Literatur versorgt. (Kate Morton, Die verlorenen Spuren) sind nach Heidis Auffassung nun genau das Richtige nach Hermann Hesse!
Nach meinem, durch unsere Reise etwas verspäteten Beitrag auch euch erst mal eine geile nächste Zeit.

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Autor:

Meine Interessen: Familie, Genuss, Humor, Kunst, Literatur, Photographie, Politik, Reisen, Computer

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