Veröffentlicht in Familie, Gesellschaft, Reisen, Wandern

Die Wanderer (The Wanderer)



Bahnhof Rennsteig Th.
Wir hatten schon etwas Glück, als wir vor einer Woche den Sonnabend zum Wandertag erkoren. Die Temperaturen lagen an diesem Tag unter 30° C und am Morgen, als wir aufbrachen, war eine leichte Jacke doch ganz angenehm. Wandern steht ja bei Heidi und mir häufig im Focus unserer Freizeitaktivitäten. Als wir nun das Haus verließen, schaute ich noch schnell in den Briefkasten und entnahm unser gratis Wochenmagazin den “FOCUS”.
Welche Überraschung! Der Titel der Woche lautete: “Abenteuer WANDERN Auf dem Weg ins Glück…”
Das war ja mal eine Schlagzeile!
So motiviert begaben wir uns zur Straßenbahn um unseren Zug zum Bahnhof Rennsteig pünktlich zu erreichen. Die Fahrt findet nur probeweise zu den Wochenenden statt, da die Stecke eigentlich schon stillgelegt war.
Auf unserem Weg zum Finsterberg (944,1 m), vorbei am Ilmbrunnen stellte sich die Frage: Wo sind denn die ganzen Mitreisenden geblieben.
Bei dieser Frage stehen wir im Widerspruch zu der im “FOKUS” erhobenen Behauptung, es handele sich beim Wandern um den Trendsport Nummer Eins. Laut Focus legt der deutsche Wanderer im Jahr 90 Kilometer zurück. Die haben wir in diesem Jahr längst absolviert. Aber unsere Feststellung ist, dass uns auf unseren Wanderungen immer seltener gleichgesinnten Menschen begegnen. Wenn dann doch Wanderer den Weg kreuzen, haben sie oft die 50 überschritten. Das erlebten wir im Schwarzwald, wie in Thüringen oder auch in diesem Jahr im Berchtesgadener Land. Unterhält man sich mit Einheimischen, bestätigt sich unser Eindruck.
Interessant ist auch wie die Focus Redakteure die Geschichte des Wanderns definieren. Das geht also nach deren Interpretation vor 1,5 Millionen Jahren mit dem aufrechten Gang des Menschen los, es folgen Ötzi (vor5300 Jahren), Hannibal (218 v. C.)….Mit Reinhold Messners Besteigung des Mount Everest 1978 endet die Geschichte des Wanderns laut Focus. Das ist, glaube ich, nicht so recht motivierend (Hier eine etwas bessere Definition).
Es ist aber letztlich aus dem Beitrag leicht heraus zu lesen, der wirtschaftliche Aspekt macht das Wandern zum Trendsport Nr.Eins! Es ist wie mit den Turnschuhen vor Jahren. Man muss nicht Sportler sein um “Adidas, Puma oder Nike” Klamotten zu tragen. Die machen sich auch im Biergarten oder Kino gut. So trägt man eben auch “Schöffel, Jack Wolfskin oder McKinley” im Büro oder gar im Theater!
Trotzdem, sie haben recht! Wandern hält gesund und ist ein wunderbarer Ausgleich für den täglichen Stress, wo auch immer!
PS: Es gibt auch tolle Wander-Apps fürs Smartphone.Nach oben zeigen

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Autor:

Meine Interessen: Familie, Genuss, Humor, Kunst, Literatur, Photographie, Politik, Reisen, Computer

Ein Kommentar zu „Die Wanderer (The Wanderer)

  1. Wir bemühen uns seit ein paar Jahren diese Familientradition fortzusetzen und können sagen, es gibt Touren für jede Kondition. Belohnt wird man von tollen Landschaften und natürlich einer leckeren Brotzeit. Ganz abgesehen von netten Bekanntschaften. Probiert es einfach mal aus!

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